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5 Gründe, warum Aktien Gold schlagen

bereitgestellt von Fool.com

In knapp über sechs Monaten ist der Preis von Gold fast 30 % angestiegen. Kein Wunder, dass Anleger plötzlich wieder ihre Liebe zum Edelmetall entdecken. Ich persönlich werde die Rallye aber nicht mitmachen und lieber bei meiner derzeitigen Strategie bleiben: 1A-Qualitätsaktien mit hoher Dividende. Und zwar aus folgenden fünf Gründen:

Dividenden sind die wahren Schätze

Mein Hauptproblem mit Gold ist, dass es einfach kein richtiges Einkommen generiert. Da bin ich auch nicht der einzige: Warren Buffett nennt Gold ein „unproduktives Asset“ und macht bei fast jeder Gelegenheit seine Abneigung zu Gold klar.

Manche Studien belegen, dass langfristig betrachtet Dividenden bis zu 90 % des Investment-Ertrages ausmachen können. Der Zinseszins sorgt dafür, dass aus den Beträgen über eine ausreichend lange Zeitdauer richtige Vermögen werden. Vergleicht man mal die Performance von Gold mit dem S&P 500 im Zeitraum der letzten 20 Jahre bis Ende Juli dieses Jahres, dann liegt Gold sogar leicht vorn, mit einem Ertrag von 245 % gegenüber 240 %. Wenn du allerdings die Dividende mit einrechnest, dann wird aus dem Ertrag plötzlich 339 %. Und das ist schon ein großer Unterschied. Das ist das Problem mit Gold. Ohne Dividende kein Zinseszins. Wenn du dir also heute einen Goldbarren ins Wohnzimmer legst, dann hast du da in zehn Jahren immer noch einen Goldbarren unter dem Fernseher. Und nicht mehr.

Bewertungen

Die Tatsache, dass Gold keinen Cashflow bringt, führt zu einem weiteren Problem: Es lässt sich nur schwer bewerten. Wenn du Analysten befragst, wie sie eine Aktie bewerten würden, kommen sie mit einer detaillierten Analyse um die Ecke. Aber da Gold keinen Cashflow bringt, wie soll man es exakt bewerten?

Der Faktor „Angst“

Ohne die Möglichkeit, den Wert von Gold objektiv zu bestimmen, ist du bei deinen Entscheidungen zum Zeitpunkt des Verkaufs vor allem von einem Faktor abhängig: deiner Angst. Warren Buffett zu dem Thema: „Mit Gold setzt du auf Angst. In manchen Zeiten kann das ganz sinnvoll gewesen sein. Aber du musst wirklich hoffen, dass die Angst in den nächsten zwei Jahren zunimmt. Wenn die Angst der Investoren zunimmt, gewinnst du. Wenn die Leute gerne investieren, dann verlierst du. Das Gold selber schafft gar keine Werte.“

Inflation?

Viele Investoren kaufen Gold, um sich damit vor der Inflation zu schützen. Ich verstehe, warum viele Anleger nach Sicherheit gieren, wo doch überall auf der Welt Regierungen Geld in ihre Wirtschaften schießen.

Allerdings bin ich nicht davon überzeugt, dass Gold die richtige Wette ist, allein aufgrund der großen Preisfluktuationen.

Hättest du im Jahr 1980 Gold in Höhe von 750 US-Dollar gekauft, wäre es 20 Jahre später 260 US-Dollar wert gewesen. Ganz ähnlich: Hättest du 2012 Gold für damals 1.800 US-Dollar gekauft, hättest du mit Stand Anfang des Jahres 40 % verloren.

Kosten

Letztlich, während Aktien Dividenden abwerfen, kostet Gold dich tatsächlich Geld. Es sei denn du verbuddelst den Klumpen unter den Rabatten. Denn du musst für Versicherung und Lagerung aufkommen, und diese Kosten summieren sich schnell.

Wenn ich also die Wahl habe zwischen Aktien mit Dividende und Gold, dann denke ich nicht lange nach: Ich bleibe bei meiner Strategie für das Reinvestieren der Dividende und überlasse das Gold lieber Onkel Dagobert.

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The Motley Fool hält keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Edward Sheldon erschien am 16.8.2016 auf Fool.co.uk. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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