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Mittwochsbilanz: DAX im Korrekturmodus, Linde auf Höhenflug, K+S auf Abwärtskurs

Nach den weltweiten Indexrekorden in der vergangenen Handelswoche ist der DAX am Dienstag in den Korrekturmodus gewechselt und hat seitdem einen kleinen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben. Dies kam für erfahrene Marktbeobachter nicht sonderlich überraschend, weil der starke Anstieg des Börsenbarometers lediglich bei relativ geringen Umsätzen erfolgt ist.

Bei einem DAX-Wert ging es nach dem Aufkommen von Fusionsfantasie allerdings steil aufwärts …

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Was war an der Börse los?

Die Vorgaben waren positiv: Der Ölpreis war gestiegen, die chinesischen Börsen hatten am frühen Morgen ein Siebenmonatshoch erreicht und die US-Notierungen hatten in der Vorwoche neue Rekordstände markiert. Kein Wunder also, dass der DAX (WKN:846900) am Montag um 0,2 % steigen konnte. Die Schlussnotierung von 10.739 Punkten lag gerade einmal vier Zähler unter dem Jahresendwert von 2015.

Etwas deutlicher fiel der Kursanstieg bei den Vorzügen von Volkswagen (WKN:766403) aus. Die Marktteilnehmer quittierten die Nachricht, dass der Automobilkonzern mit Genehmigung des Kraftfahrzeugbundesamtes weitere 460.000 vom Diesel-Abgasskandal betroffene Autos umrüsten darf, mit einem Aufschlag von 1,4 %. Damit sicherte sich die Aktie des Wolfsburger Konzerns den zweiten Platz in der DAX-Tabelle.

Den ersten Platz in der Standardwerte-Liste belegten die Anteilscheine von HeidelbergCement (WKN:604700), die sich um 2,0 % verteuerten. Im Börsenkeller landete die Lufthansa (WKN:823212) mit einem Minus von 2,3 %. Zuvor war bekannt geworden, dass Tarifgespräche mit der Pilotengewerkschaft Cockpit ergebnislos abgebrochen worden waren.

Im MDAX (WKN:846741) fiel die Aktie des Düngemittelproduzenten K+S (WKN:KSAG88) besonders auf, weil sie mit einem Verlust von 4,4 % den Abwärtskurs der vergangenen Handelstage fortsetzte.

Nach dem Frankfurter Handelsschluss erreichten in New York der Dow Jones, der S&P 500 und der NASDAQ neue Höchststände. Den europäischen Notierungen half dies am Dienstag nicht, weil ein merklich gestiegener Eurokurs den Marktteilnehmern die Kauflaune vermieste. Der DAX gab 0,6 % auf 10.677 Zähler ab.

Auch Analysteneinschätzungen sorgten bei Einzelwerten für miese Stimmung. Beispiel E.ON (WKN:ENAG99): Der Parkettastrologe einer Schweizer Großbank zog seine Kaufempfehlung für die Versorgeraktie zurück, die sich danach um 2,4 % verbilligte.

Grund zur Freude hatten hingegen die Aktionäre von Linde (WKN:648300). Sie profitierten von der Meldung, dass der Industriegase-Spezialist einen Zusammenschluss mit dem US-Konkurrenten Praxair erwägt. Käme dieser zustande, entstünde ein neuer Weltmarktführer. Der Kurs der Linde-Papiere schoss um mehr als 11 % nach oben.

Am Mittwoch setzte der deutsche Leitindex seine Kurskorrektur fort und verlor bis 16:15 Uhr 1,3 %. Ein wichtiges Gesprächsthema auf dem Parkett waren erneut aufkeimende Zinsängste: Zwei prominente US-Notenbanker hatten am Vortag in Interviews angedeutet, dass in diesem Jahr eine weitere Anhebung der Leitzinsen möglich sei.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (18.08.) legt in der Schweiz der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé (WKN:A0Q4DC) Halbjahreszahlen vor. Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlicht das Protokoll ihrer Sitzung vom 21. Juli. In den USA wird der August-Wert des Philly-Fed-Index bekannt gegeben, der als einer der wichtigsten volkswirtschaftlichen Frühindikatoren gilt. Der Einzelhandelsriese Wal-Mart und der Bekleidungshändler Gap berichten über den Geschäftsverlauf im zweiten Quartal.

Am Freitag (19.08.) informieren uns die deutschen Statistiker über die Entwicklung der Erzeugerpreise im Juli. Das Bundesfinanzministerium legt seinen Monatsbericht für August vor.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Linde.

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