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Es ist offiziell: Das Fernsehen stirbt

Foto: Pixabay, OpenClipart-Vectors

Die aktuellen Statistiken bestätigen einen großen Trend, der schon seit mehreren Jahren besteht: Die amerikanischen Verbraucher, besonders aber die jungen, wenden sich vom traditionellen seismische Bewegung bei der Nachfrage der Kunden hat massive Auswirkungen auf verschiedene Unternehmen in der Unterhaltungsindustrie.

Kein Signal

Die folgende Grafik von Statista mit Daten des Total Audience Report von Nielsen zeigt klar, dass die Amerikaner zwischen 18 und 24 in den letzten fünf Jahren konsequent weniger Zeit vor dem Fernseher verbracht haben. Die Zuschauerzahlen fielen in Q1 2016 um 10 % im Jahresvergleich und sind seit Q1 2011 um fast 40 % gefallen.

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Die Kunden orientieren sich mehr in Richtung von Streaming-Diensten wie Netflix (WKN:552484), Hulu und Amazon (WKN:906866) Prime. Zusätzlich sind die jungen Amerikaner von YouTube von Alphabet (WKN:A14Y6H) sehr angetan und verbringen jede Menge Zeit mit sozialen Medien wie Facebook (WKN:A1JWVX) und Instagram.

Laut Daten des Acumen Report von DEFY Media nutzen 90 % der Kunden zwischen 22 und 24 Jahren die sozialen Medien als erste Anlaufstelle für Videocontent, 86 % der Befragten gehen auf YouTube und 67 % primär auf Netflix. Kabel und Satellitenfernsehen kamen in der Umfrage nicht über den vierten Platz hinaus, wobei 59 % der Kunden das als eine der führenden Videoquellen ansehen.

Der Bericht deutet auch an, dass die Kunden in der Altersgruppe zwischen 13 und 24 Jahren deutlich mehr zu YouTube, Netflix und den sozialen Medien tendieren als zum traditionellen Fernsehen. Fast 67 % der Befragten sagten, sie könnten nicht ohne YouTube leben. Netflix wurde von 51 % angeführt und die sozialen Medien von 48 %. Facebook ist hier klar der Marktführer: 27 % der Kunden sagten, sie könnten ohne Facebook nicht leben, 14 % der Facebook-Nutzer führten Instagram an. Das Kabel- und Satellitenfernsehen kamen dabei nicht so gut weg, da nur 36 % der Befragten sagten, sie könnten nicht ohne ihr PayTV leben.

BILDQUELLE: GETTY IMAGES.

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Eine ähnliche Perspektive liefert die Digital Democracy Survey von Deloitte, wonach fast die Hälfte der amerikanischen Kunden schon ein Streaming-Abo hat. Unter diesen Abonnenten sehen 61 % Streaming als eines ihrer drei wichtigsten Abonnements und die Millennials zwischen 14 und 25 sehen ihren Streaming-Dienst wichtiger als das PayTV an.

Aus der demographischen Perspektive ist die Tatsache, dass besonders die jüngere Generation das Interesse am Fernsehen verliert, relevant. Zuerst einmal ist sie die größte Generation in der Geschichte der USA und sie erreichen gerade ihre besten Jahre, was die Arbeit und die Ausgaben angeht, daher wird das einen großen wirtschaftlichen Einfluss haben. Abgesehen davon werden viele Millennials in den kommenden Jahren bei ihren Eltern ausziehen und ihren eigenen Haushalt haben. Damit wird sich die Nachfrage nach Streaming-Diensten wohl noch weiter erhöhen – sehr zum Nachteil der traditionellen Fernsehsender.

Wie man investiert, um vom Niedergang des Fernsehens zu profitieren

Netflix ist hier die direkteste Wette auf das Ende des traditionellen Fernsehens und den Aufstieg von Streaming-Angeboten. Das Unternehmen ist auch ein reines Streaming-Unternehmen. Es besitzt auch den Vorteil, der erste in diesem Bereich gewesen zu sein und der Dienst hat schon eine ziemliche Größe erreicht: In Q2 2016 hatte Netflix schon 83,2 Millionen Mitglieder auf der ganzen Welt, wovon 47,1 Millionen in den USA sind.

Das Unternehmen investiert auch massiv viel Geld in eigenen Content, aber die internationale Expansion könnte auf dem Weg zum Wachstum etwas turbulent ausfallen. Das bedeutet, dass die Performance hier von einem Quartal zum nächsten schwer vorherzusagen ist. Darüber hinaus ist die Aktie besonders volatil. Andererseits ist es schwer, ein Unternehmen zu finden, dass mehr von dieser Revolution profitieren wird.

Amazon ist ein weiterer interessanter Kandidat, da das Unternehmen ein bemerkenswert smartes Geschäftsmodell in diesem Bereich hat. Amazon generiert jede Menge Geld mit dem Online-Einzelhandel und steckt auch viel in den Streaming-Content. Prime-Mitglieder tendieren dazu, mehr Produkte zu kaufen als Nicht-Mitglieder, daher monetarisiert das Unternehmen Videostreaming durch immer höhere Umsätze und verstärkt damit auch die Kundentreue für den Einzelhandel.

Alphabet verfügt mit YouTube über eine extrem wertvolle Videoplattform. Laut dem CEO von Google Sundar Pichai erreicht YouTube allein im mobilen Bereich mehr 18 bis 34jährige und 18 bis 49jährige als jeder andere Fernsehkanal, Übertragung oder das Kabelfernsehen. YouTube expandiert auch in Livestreaming und ist jetzt die erste Plattform, die Live-Content im 360°-Format anbietet,was interessante Möglichkeiten für eine künftige Monetarisierung schafft. Alphabet ist eines der besten Tech-Unternehmen weltweit und das Unternehmen hat sowohl die finanziellen als auch die strategischen Ressourcen, um YouTube von dieser neuen Ausrichtung mehr als alle anderen profitieren zu lassen.

Netflix, Amazon und Alphabet sind aber nur drei bemerkenswerte Beispiele, die man in Betracht ziehen sollte. Es wird noch jede Menge Gelegenheiten geben, um vom Niedergang des Fernsehens profitieren zu können, nicht nur indem man auf die klaren Gewinner des neuen Trends setzt. Vielleicht gibt es ja auch traditionelle Fernsehunternehmen, die stark genug sind, um ihr Geschäft umzukrempeln und sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Der wichtigste Punkt dabei ist, dass das Fernsehgeschäft sich gerade im Umbruch befindet und als Investor sollte man sein Portfolio entsprechend aufstellen.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.
The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C)Amazon.com, Facebook und Netflix.

Dieser Artikel wurde von Andrés Cardenal  auf Englisch verfasst und wurde am 13.08.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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