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Tesla erwartet einen riesigen Anstieg in Q3

BILDQUELLE: TESLA MOTORS.

Als Abweichung von der gängigen Praxis gab der Elektroautohersteller Tesla Motors (WKN:A1CX3T) diesmal keinen Ausblick für Q3 bei der Verkündung der Quartalszahlen von Q2. Stattdessen gab es einen Ausblick für Q3 und Q4 zusammen. Ein genauer Blick auf die gelieferten Infos gibt uns aber einen Eindruck davon, was man erwarten kann.

Warum Q3 so wichtig ist

Tesla liegt hinter dem Zeitplan. In Q2 konnte das Unternehmen 14.402 Fahrzeuge ausliefern – 9.764 Exemplare des Model S und 4.638mal das Model X. Die Zahl ist deutlich geringer als der Ausblick von 17.000 Fahrzeugen und das bedeutet, dass Tesla ein sehr erfolgreiches zweites Halbjahr braucht, um seinen Ausblick von 80 bis 90.000 Fahrzeugen bis Ende des Jahres noch zu erreichen, da es in den ersten 6 Monaten nur 29.200 waren.

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Nachdem der Ausblick in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen verpasst wurde, hat sich Tesla dazu entschieden, seine Erwartungen für das Gesamtjahr zu senken. Aktuell erwarten die Kalifornier noch 79.200 Fahrzeuge für das ganze Jahr – 2015 waren es noch 50.600 gewesen. Trotz des Rücksetzers beim Ausblick ist Q3 immer noch sehr wichtig, weil Tesla die Produktion deutlich erhöhen muss, um in der zweiten Jahreshälfte 79.200 Fahrzeuge ausliefern zu können. In Q3 und Q4 zusammen werden 50.000 Fahrzeuge das Werk verlassen müssen oder 71 % mehr als in der ersten Jahreshälfte und fast so viele wie im ganzen Vorjahr.

DATENQUELLE: SEC-ANGABEN UND VIERTELJÄHRLICHE PRESSEERKLÄRUNGEN. * GIBT SCHÄTZUNGEN DES AUTORS BASIEREND AUF DEN KOMMENTAREN DES MANAGEMENTS AN. GRAFIK: AUTOR

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Aber es gibt noch mehr Gründe, sich für die Stückzahlen des dritten Quartals zu interessieren als die Erhöhung der Produktion, die vom Ausblick für die zweite Jahreshälfte angedeutet wurde. Schon Anfang des Jahres zog Tesla seinen Zeitplan, pro Jahr 500.000 Fahrzeuge produzieren zu wollen, um zwei Jahre vor – von 2020 auf 2018. Mit solch einem ambitionierten Ziel, das so schnell in greifbare Nähe rückt, könnte die Durchführung dieses Plans das Vertrauen in die langfristigen Ziele des Unternehmens der Investoren bestärken oder erschüttern.

Daher kannst du drauf wetten, dass die Investoren Q3 genau im Auge behalten werden.

Das wird ein großes Quartal

Was können die Investoren also von Q3 erwarten? Eine Sache ist fast sicher: Die Auslieferungen werden wahrscheinlich deutlich höher ausfallen als in Q2.

Abgesehen vom Ausblick von 50.000 Auslieferungen in der zweiten Jahreshälfte, sollte man noch ein paar andere Dinge in Betracht ziehen.

Erstens sollten die Investoren den Sprung von 67 % bei den Bestellungen in Q2 nicht vergessen. Wenn man sich die Auslieferungen in Q3 2015 ansieht, dann hatte das Unternehmen eine ungewöhnlich hohe Zahl an Bestellungen, die gerade bearbeitet wurden und vor der Auslieferung standen – 5.150 um genau zu sein. Das ist ein guter Vergleich zu den 2.615 Fahrzeugen, die zum Ende von Q1 ausgeliefert worden waren und daher sollte Tesla auch ein großes Q3 bevorstehen.

DIE ERHÖHUNG DER PRODUKTION DES MODEL X LÄUFT LANGSAMER ALS GEPLANT UND DAS HAT EINE WICHTIGE ROLLE BEI DEN AUSLIEFERUNGEN IN Q1 GESPIELT, ABER DAS MANAGEMENT HAT DIE PRODUKTIONSENGPÄSSE BESEITIGT. BILDQUELLE: TESLA MOTORS.

Schließlich hat Tesla angegeben, dass die Produktion am Ende von Q2 bei 2.000 Fahrzeugen pro Woche lag und dass man zum Ende von Q3 eine Produktion von 2.200 Fahrzeugen pro Woche erwarte. Das legt nahe, dass in Q3 etwa 26.000 Einheiten das Werk verlassen sollten. Natürlich werden diese Fahrzeuge nicht alle in Q3 ausgeliefert – aber das zeigt nur, wie die Fahrzeuge, die in der ersten Quartalshälfte ausgeliefert wurden, die Umsätze antreiben könnten, wenn Tesla es schafft, genug davon zu liefern.

Daher ist es wahrscheinlich, dass Tesla zwischen 20und 23.000 Fahrzeuge in Q3 herstellen wird – damit würden für Q4 noch 27 bis 30.000 Einheiten verbleiben.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und wurde am 12.08.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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