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Altersvorsorge: So findest du heraus, wie viel du für deinen Ruhestand zur Seite legen musst

Eines der größten Probleme bei der Altersvorsorge ist die Ungewissheit darüber, wie viel du letztendlich für deinen Ruhestand benötigst. Um sich ein Ziel zu setzen, auf das man hinarbeiten kann, gibt es einige einfache Methoden, mit denen man ausrechnen kann, wie viel man bis zu seinem Ruhestand beiseite gelegt haben sollte. Nachfolgend stellen wir dir eine einfache Berechnung vor und erörtern, welche Vor- und Nachteile diese Methode gegenüber komplexeren Ansätzen hat.

Deine Altersvorsorge und die 4 %-Regel

Die einfachste Methode, um die Summe auszurechnen, die du für deinen Ruhestand benötigst, ist die sogenannte 4 %-Regel. Diese Methode beruht auf zwei wesentlichen Annahmen:

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  • Du musst zunächst herausfinden, welches Einkommen du in deinem Ruhestand ersetzen musst. In der Regel ist dies ein Anteil deines monatlichen Erwerbseinkommens, den du benötigst, um mit dem Beginn deines Ruhestandes sowohl notwendige Lebenshaltungskosten als auch andere Anschaffungen abzudecken. Außerdem rechnest du noch jegliches Einkommen aus anderen Quellen hinzu.
  • Du musst so investieren, dass du die 4 %-Regel auf dein Erspartes anwenden kannst: Und zwar bedeutet dies, dass du in deinem ersten Jahr deines Ruhestandes 4 % von deiner ersparten Summe für den Ruhestand abheben darfst und in den folgenden Jahren diesen Betrag der Inflationsrate anpasst.

Nehmen wir beispielsweise an, dass du in fünf Jahren in Rente gehst und momentan ein jährliches Einkommen von 60.000 Euro hast. Du schätzt dann, dass du 80 % deines Einkommens benötigst, um die im Ruhestand anfallenden Kosten zu decken und – je nach beruflichem Werdegang – erwartest du eine monatliche Rente von 1.500 Euro.

Folglich brauchst du jährlich also 80 % von 60.000 Euro – oder 48.000 Euro. Deine Rente beträgt jährlich 18.000 Euro. Somit bleibt ein Fehlbetrag von 30.000 Euro. Teilst du 30.000 Euro durch 4 %, erhältst du den Endbetrag von 750.000 Euro. So viel solltest du also bis du dem Beginn deines Ruhestandes angespart haben.

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Vermutlich passt dein Erspartes für den Ruhestand in kein Marmeladenglas. Bildquelle: Getty Images.

Die Vor- und Nachteile dieser einfachen Berechnungsmethode

Diese einfache Berechnung deiner Altersvorsorge hat natürlich Pro und Contra. Das Beste an dieser Methode ist wohl ihre Einfachheit – man benötigt keine komplexen mathematischen Gleichungen. Durch 4 % zu teilen, ist das Gleiche, wie mit 25 zu multiplizieren. Der endgültige Betrag ist also einfach das 25-Fache deiner jährlichen Bedarfslücke im Ruhestand.

Der andere große Vorteil ist, dass die 4 %-Regel in der Vergangenheit erfolgreich angewandt wurde, um durch einen Ruhestand von 30 Jahren und länger zu kommen. Selbst in Zeiten von Börsenturbulenzen hat ein ausgewogenes Anlageportfolio mit Aktien und Anleihen stabile Renditen abgeworfen, um den schweren Umständen zu trotzen und noch Geld für die kommenden Jahre zu haben.

Diese Dinge gilt es, im Auge zu behalten

Bei dieser Berechnungsmethode können allerdings einige Probleme auftauchen. Zunächst kann die Schätzung der einzelnen Zahlen sehr schwierig sein. Es lässt sich nur unmöglich genau abschätzen, wie viel Geld du letztendlich in deinem Ruhestand benötigst. Die einfache Annahme eines bestimmten Prozentsatzes deines derzeitigen Einkommens ist zwar ein guter Ansatz, wenn dich jedoch eine unerwartete Erkrankung oder Verletzung heimsucht, müssen diese Prognosen neu überdacht werden. Ebenso lässt es sich zwar einigermaßen gut abschätzen, wie hoch Rentenzahlungen ausfallen werden, allerdings hängen diese von deinem gesamten beruflichen Werdegang und deinem Renteneintrittsalter ab.

Außerdem kann nicht garantiert werden, dass die 4 %-Regel stets als realistische Entnahmestrategie für den Ruhestand angewandt werden kann. Gerissene Investoren könnten darauf verweisen, dass historisch niedrige Zinsen auf Staatsanleihen es unmöglich machen, sichere Erträge für den jährlichen Bedarf zu generieren. Zudem ist die Gefahr eines Kapitalverlustes in einem Anleihe-Portfolio, wenn Zinsen steigen, jetzt höher als in der Vergangenheit. Nun, wo viele Analysten auf absehbare Zeit unterdurchschnittliche Renditen erwarten, könnte eine Regel, die in der Vergangenheit funktioniert hat, unter den aktuellen Umständen eventuell nicht mehr greifen.

Trotz dieser Bedenken erhält man mit dieser einfachen Berechnungsmethode eine Zahl, auf die man bis zu seinem Ruhestand hinarbeiten kann. Du solltest dir nicht den Kopf darüber zerbrechen, ob du dieses Sparziel exakt erreichen kannst. Diese Zahl dient eher als Richtlinie, die dir dabei helfen soll, einzuschätzen, ob du dich mit deiner Altersvorsorge auf dem richtigen Weg befindest.

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Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 24.07.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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