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Zalando zeigt, dass es Wachstum und Profitabilität vereinen kann

Quelle: zalando SE

Lange Zeit waren Anleger skeptisch, ob Zalando (WKN: ZAL111) sein Geschäftsmodell wirklich erfolgreich umsetzen kann. Oftmals wurde die Meinung geäußert, dass das Berliner Internet-Unternehmen zwar kräftig wachsen kann, aber Schwierigkeiten haben wird dieses Wachstum auch profitabel zu gestalten.

Die Zahlen für das zweite Quartal beweisen beeindruckend, dass Zalando Umsatzwachstum und Gewinne miteinander vereinbaren kann.

Online-Handel kann profitabel sein

Es ist meistens immer das gleiche Spiel, wenn junge und wachstumsstarke Internet-Unternehmen diskutiert werden. Irgendwer findet sich immer, der die Meinung vertritt, dass das Geschäftsmodell des neuen Startups nie den Weg zur Profitabilität finden wird. Manchmal mit dem Hinweis auf die hohen Kosten, oftmals auch mit Blick auf die Konkurrenz.

Zalando beweist mittlerweile aber, dass sogar in der hart umkämpften und kapitalintensiven Modebranche satte Gewinne zu verbuchen sind, auch in der Wachstumsphase. Die Grundlage dafür ist ein intelligentes und hocheffizientes Logistiksystem und natürlich die unterstützende digitale Infrastruktur. Es hat sich herausgestellt, dass das Unternehmen echte Wettbewerbsvorteile hat.

So viele Gewinne macht Zalando schon jetzt

Im zweiten Quartal konnte Zalando einen beeindruckenden Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 77,2 Millionen Euro verbuchen, was deutlich über den 25,7 Millionen Euro EBIT liegt, die im Vorjahresquartal erwirtschaftet wurden.

Die Zukunft der Modebranche ist mit Sicherheit online und dementsprechend wächst der Umsatz weiterhin kräftig. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lag der Umsatz 25 % höher, bei 916,4 Millionen Euro.

Wie man aus den Zahlen erkennen kann, waren die Gewinne vor allem deshalb so hoch, weil der Konzern mittlerweile eine beachtliche EBIT-Marge vorzuweisen hat. Im letzten Quartal lag diese bereits bei 8,4 % und für das gesamte erste Halbjahr bei 5,5 %. Die Pessimisten hatten das vor einigen Jahren für unmöglich gehalten, schließlich lag die EBIT-Marge 2012 noch bei -10,3 %. Zalando beweist ihnen jetzt, dass es Wachstum und Gewinne miteinander vereinen kann.

Die Bewertung ist fairer, als die meisten denken

Als ein Unternehmen, das an der Börse derzeit mit circa 8 Milliarden Euro bewertet ist, sollten Anleger sich vor einem Kauf natürlich gut überlegen, ob der aktuelle Aktienkurs gerechtfertigt ist. Nach den Zahlen für das erste Halbjahr zu urteilen, erscheint es nicht unrealistisch, dass Zalando dieses Jahr einen bereinigten EBIT-Gewinn in Höhe von circa 200 Millionen Euro erwirtschaften wird.

Daraus ergibt sich ungefähr ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 40. Das ist natürlich insofern eine ambitionierte Bewertung, als dass sie noch viel zukünftiges Wachstum voraussetzt. Wenn Zalando allerdings auch nur ansatzweise an das Wachstum der letzten Jahre anknüpfen kann, ist die derzeitige Bewertung der Aktie langfristig gesehen sehr günstig.

Auch wenn die Aktie nach der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen schon einen kräftigen Sprung nach oben gemacht hat, ist Zalando immer noch ein interessantes Wachstumsunternehmen und könnte Anleger auch in Zukunft positiv überraschen.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Zalando.

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