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Aktien im Rückblick: Neue Höchststände bei DAX und DOW, Henkel und Munich Re überzeugen, E.ON enttäuscht

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Die zu Ende gehende Woche stand ganz im Zeichen der Olympischen Spiele und der Rekorde: Während Couch Potatoes in Berlin-Friedrichsfelde und Ossum-Bösinghoven bei Chips und Bier über die Leistungen der deutschen Olympioniken schimpften, freuten sich die Börsenbeobachter in Frankfurt und New York über neue Höchststände von DAX, Dow Jones und S&P 500.

Derzeit blenden die Marktakteure anscheinend alle Negativfaktoren aus und denken nur an das billige Geld der Notenbanken, das weltweit die Aktienkurse in noch größere Höhen katapultieren könnte.

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Trotzdem war zu beobachten, dass nicht nur die Geldpolitik die Kurse treibt. Quartalszahlen können das auch …

Was war an der Börse los?

Einen Beitrag zur guten Stimmung auf dem Parkett leisteten am Montag die deutschen Statistiker mit einer Meldung zur deutschen Industrieproduktion im Juni. Diese war stärker gestiegen als erwartet. Auch die positiven US-Arbeitsmarktdaten, die am Freitag verkündet worden waren, sorgten für gute Laune. Der DAX verfehlte nur knapp sein Jahreshoch vom April und ging beim Stand von 10.432 Punkten mit einem Aufschlag von 0,6 % in den Feierabend.

Von ganz unten an die DAX-Spitze: Die Aktie der Deutschen Bank (WKN:51400), die in der Vorwoche neue Tiefstkurse markiert hatte, konnte sich am Montag aus dem Börsenkeller befreien und 3,1 % zulegen. Das galt auch für die Commerzbank (WKN:CBK100), die sich um fast 3,0 % verbesserte. Die Anteilscheine der Geldhäuser belegten damit den ersten und dritten Platz der DAX-Liste.

Auf Platz zwei landete die Allianz (WKN:840400) mit einem Plus von 3,0 %, das den Verlust vom Freitag mehr als kompensierte. Am letzten Handelstag der Vorwoche hatten die Quartalszahlen des Versicherers noch leichten Unmut bei einigen Marktteilnehmern hervorgerufen. Ähnliches war bei einem im MDAX (WKN:846741) notierten Rückversicherer zu beobachten: An die Spitze des Midcap-Index schob sich die Hannover Rück (WKN:840221), deren Kursgewinn von 3,3 % die Abschläge aus der Vorwoche wettmachte.

Was am ersten Handelstag noch nicht ganz geklappt hatte, funktionierte am Dienstag: Der deutsche Leitindex stieg um stolze 2,5 % und erreichte im Handelsverlauf mit 10.701 Zählern den bisher höchsten Wert im Jahr 2016. Beim XETRA-Schluss notierte der Index mit 10.693 Punkten. Als Hauptgrund für den rasanten Anstieg nannten Parkettbeobachter die Niedrigzinspolitik der Notenbanken, die Aktien zur fast alternativlosen Anlageform mache.

Den größten Tagesgewinn im DAX verbuchte nach der Vorlage von Quartalszahlen die Aktie der Munich Re (WKN:843002), die sich um stolze 5,7 % verteuerte. Der Rückversicherer hatte im zweiten Quartal trotz großer Katastrophenschäden mehr verdient, als die Parkettastrologen vorhergesagt hatten.

Um 4,5 % aufwärts ging es bei der Lufthansa (WKN:823212), deren Tochter-Airlines im Juli trotz der weltweit gestiegenen Angst vor Terroranschlägen mehr Passagiere befördert hatten. Die Aktionäre deutscher Automobilhersteller profitierten von guten Absatzahlen in China: Die Papiere von BMW (WKN:519000) stiegen um 3,4 %, während die Anteilscheine von Daimler (WKN:710000) und Volkswagen (WKN:766403) jeweils 2,8 % zulegten.

Am Mittwoch gönnte sich der DAX nach dem rasanten Anstieg des Vortages erst einmal ein Verschnaufpäuschen und gab 0,4 Prozentpünktchen auf 10.651 Zähler ab. Der MDAX gönnte sich hingegen ein kleines Plus von 0,3 %.

Für das DAX-Minus waren hauptsächlich die Versorger verantwortlich. Die Anteilscheine von E.ON (WKN:ENAG99) brachen um 7,8 % ein. Der Konzern hatte am frühen Morgen ein enttäuschendes Vierteljahresergebnis veröffentlicht, das verdeutlichte, dass die Anleger noch einige Zeit auf die Trendwende beim einstigen Witwen-und Waisen-Wert warten müssen. Der E.ON-Kurs zog auch die Notierung des Konkurrenten nach unten: RWE (WKN:703712) verlor 3,7 %.

Im Börsenkeller landete ebenfalls die Aktie des MDAX-Konzerns Salzgitter (WKN:620200). Die Marktteilnehmer quittierten schlechter als erwartet ausgefallene Quartalszahlen des Stahlkochers mit einem Abschlag von 6,2 %.

Am Donnerstag purzelten wieder die Rekorde. Das deutsche Börsenbarometer stieg um weiter 0,9 % auf 10.742 Punkte. Am späten Abend markierten in New York der Dow Jones, der marktbreite S&P 500 und der Technologieindex Nasdaq ebenfalls neue Höchststände.

An die DAX-Spitze schickten die Börsenakteure die Aktie von Henkel (WKN:604840), der sie wegen guter Quartalszahlen und eines positiven Ausblicks auf die weitere Geschäftsentwicklung ein Plus von 5,0 % spendierten.  Platz zwei der Standardwerte-Tabelle belegte die RWE-Aktie, die sich um 4,1 % verteuerte.

Am Freitag schaltete der DAX wieder in den Pausenmodus. Bis 16:20 Uhr fiel das Börsenbarometer um 0,4 %.

Wie geht es weiter?

Am Montag (15.08.) gibt die Federal Reserve Bank of New York den August-Wert des Empire State Index bekannt, der als guter Konjunktur-Frühindikator für die Vereinigten Staaten gilt. Wichtige deutsche Kennzahlen und Quartalsergebnisse stehen nicht zur Veröffentlichung an.

Am Dienstag (16.08.) wird mit der ZEW-Konjunkturerwartung für August ein viel beachteter deutscher Indikator veröffentlicht. Die US-Statistiker berichten über die Entwicklung der Verbraucherpreise, die Baubeginne und -genehmigungen, die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung im Juli. Home Depot legt Zahlen fürs zweite Quartal vor.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. Der Motley Fool empfiehlt BMW und Home Depot.

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