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Drei Anzeichen, dass GoPro ein neues Management braucht

Foto: Pixabay, bergblau

GoPro (WKN:A1XE7G) stieg im letzten Monat um etwa 20 %, da die Erwartungen beim letzten Quartalsberichts übertroffen werden konnten. Zusätzlich konnte das Inventar reduziert werden und unter den Investoren geht der Glaube, dass sich die Umsätze verbessern werden, sobald die Hero 5 und die Karma-Dohne im Weihnachtsquartal auf den Markt kommen.

Doch leider hat das Management von GoPro auch die unangenehme Angewohnheit seine Versprechen zu brechen und kurzsichtige Geschäftsentscheidungen zu treffen, was die Zweifel aufwirft, ob das Management überhaupt fähig ist, zwei solche Produkte auf den Markt zu bringen. Daher glaube ich, dass GoPro von einem anderen Management profitieren würde, und zwar aus den folgenden drei Gründen.

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Bildquelle: GoPro

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1. Zu viel versprechen und zu wenig liefern

GoPro sprich immer wieder von neuen Diensten und Produkten, liefert sie aber dann nicht. Kurz vor dem Börsengang Mitte 2014 stellte GoPro den ehemaligen CEO von Skype, Tony Bates, als Präsidenten ein, um seine Kanäle auf Youtube, xboxlite, Virgin America und anderen Plattformen in ein ausgewachsenes Medienunternehmen auszubauen.

Bei der Einreichung der S1-Daten an die amerikanische Börsenaufsicht erklärte das Unternehmen aber, dass man „die Mediensparte einschränken und neue Umsatzmöglichkeiten generieren“ wollte. Bates sicherte sich Partnerschaften mit verschiedenen Kompanien, verbreitete den Kanal von GoPro auf mehreren Plattformen, engagierte Profis, um eigenen Content zu generieren und begann mit dem Lizensieren von Content und Websites für virtuelle Realität. Aber keines dieser Einzelteile passt zusammen, um ein kohärentes einnahmen-generierendes Medienökosystem zu schaffen.

Der CEO von GoPro, Nick Woodman, erklärte auch, dass das Unternehmen eine Cloud-Plattform für den Schnitt und die Speicherung des Materials entwickeln würde, genau wie eine eigenständige 360°-Kamera, aber seither haben wir von diesen Produkten nichts mehr gehört. Im letzten Jahr gab Woodman an, die Karma-Drohne würde in der ersten Hälfte 2016 auf den Markt kommen, dann wurde sie aber abrupt auf das Jahresende vertagt. Diese nicht eingehaltenen und gebrochenen Versprechen machen es schwer, das Management von GoPro ernstzunehmen.

2. Chaotische Businesspläne

Die Produkteinführungen von GoPro aus dem letzten Jahr deuten an, dass es keine klare langfristige Strategie für die Kameras gibt. Anstatt große, wegweisende Kameras im Weihnachtsquartal letzten Jahres zu veröffentlichen, veröffentlichte GoPro drei Kameras während des Jahres – die Hero + LCD im mittleren Preisbereich, die Hero + und am oberen Ende der Skala die Hero 4 Session – um die Umsätze etwas auszugleichen und um mehr Kunden zu erreichen.

Die Kameras im mittleren Preisbereich kannibalisierten aber die teurere Hero 4 Silver und die Hero 4 Black, sodass der Preis der Hero 4 Session auf 200 US-Dollar halbiert werden musste, bevor die Kunden sich für die Kamera erwärmen konnten. Im April entschloss sich GoPro dazu, seine Geräte im niedrigen bis mittleren Preisbereich komplett einzustellen (Hero, Hero + LCD und Hero +), um sein Produktangebot zu vereinfachen und um die Kannibalisierung zu stoppen. Aber das bedeutete auch, dass GoPros Versuch, mehr Mainstreamkunden anzuziehen, gescheitert war.

Bildquelle: GoPro

Viele von GoPros „neuen Ideen“ sind nur Imitationen der Produkte von anderen Unternehmen. Die Omni und Odyssey VR Rigs sind Kopien von ähnlichen Rigs von kleineren Herstellern. Die Karma ist nur die Antwort auf die Entscheidung von DJI Innovations, seine eigenen Kameras und Drohnen zu benutzen, anstatt die von GoPro. Die illusive 360°-Kamera ist einfach nur eine Spontanreaktion auf ähnliche Produkte, wie die Gear 360 von Samsung.

3. Die Unfähigkeit, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen

GoPro glaubt, dass die Hero 5 und die Karma sich so gut verkaufen werden, dass sie den Gewinn wieder in die schwarzen Zahlen ziehen werden. Die Kameras und Drohnen der Konkurrenz haben aber GoPro schon mit ihren neuen Funktionen überholt und Woodman hat bisher nicht erklärt, was er der Konkurrenz entgegensetzen möchte.

Die Bandit Actionkamera von TomTom verfügt über ein GPS-System und Sensoren, die Bewegungen, wie eine Verschnellerung, eine Verlangsamung, Rotationen, vertikale Geschwindigkeit, G-Kräfte und selbst den Herzschlag von einem optionalen Brustgurt erfassen können. Kameras wie die LG Action Camera haben sogar eine 4G-Konnektivität. Die 4K Actionkamera 2 von Yi Technology hat den selben Bildprozessor von Amberella wie die Hero 4 Black, kostet aber nur 250 US-Dollar.

Bei den Drohnen hat Apple DJI mit der neuen Phantom-4-Drohne große Unterstützung geleistet und sie in über 400 Geschäfte Anfang dieses Jahres gebracht. Das hat dazu geführt, dass die Angestellten von DJI Trainingssession in den Läden mit den Drohnen veranstaltet haben. Der große Werbeaufwand von Apple könnte in der kommenden Weihnachtsaison der Karma deswegen das Wasser abgraben, aber Woodman hat nicht einmal erwähnt, welche formidable Allianz Apple mit seinem Konkurrenten geschlossen hatte.

Unterm Strich

GoPro verfügt über eine bekannte Marke, aber die Strategie, hochpreisige Geräte, wie VR Rigs und Drohnen für seine Kameras zu verkaufen, ist einfach nicht nachhaltig. Solange Woodman und Bates an der Spitze von GoPro stehen, wird sich die Strategie des Unternehmens komplett darum drehen, alleinstehende Kameras und Accessories zu verkaufen, um Content auf Youtube zu streamen und die Marke weiter nach vorne zu bringen.

Aber die Marke ist hierbei nicht das Problem. Es geht darum, dass die GoPro-Besitzer ihre Kameras, die gut genug sind, nicht gegen teurere eintauschen und die Mainstreamnutzer keine teuren Kameras kaufen wollen, wenn ihre Smartphones genauso gut funktionieren. Wenn GoPro kein Management bekommt, das diesen Umstand versteht, dann glaube ich werden die Umsätze und Gewinne weiter fallen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Ambarella, Apple und GoPro. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 02.08.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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