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5 Gründe, warum Hochdividendenaktien eine kluge Investition sind

Foto: The Motley Fool

Dividendenzahlungen sind der ultimative Ausdruck einer Aktie. Wenn du eine Aktie kaufst, dann kaufst du einen Teil des Unternehmens und das Recht, an dem Gewinn des Unternehmens teilzuhaben. Wenn du eine Dividendenzahlung erhältst, dann kannst du die Früchte deiner Investition schwarz auf weiß auf deinem Bankkonto sehen, nicht nur als theoretische Wertgewinne.

Aber nicht jedes Unternehmen zahlt Dividenden. Manche bevorzugen es, die Gewinne wieder im Unternehmen zu investieren, um weiter zu wachsen oder Geld für schlechte Zeiten übrig zu haben. Es gibt gute Gründe für diesen Managementstil und in Unternehmen zu investieren, die keine Dividenden zahlen. Aber Unternehmen, die Dividenden ausschütten, besonders solche mit hohen Renditen, sind in der Regel die klügeren Investitionen.

Hier sind fünf Gründe, warum Aktien mit hoher Rendite eine kluge Investition sind.

Sie bezahlen dich, damit du die Aktie hältst

In der gegenwärtigen Situation der niedrigen Sparzinsen, wo du mit viel Glück 1 % Zinsen erhältst und in der Regel nur ein Zehntel davon, dann ist eine Investition in eine Aktie mit hoher Dividendenrendite eine Möglichkeit, deine Einnahmen anzuschieben.

Natürlich gibt es diese hohen Renditen nicht ohne Risiko. Es gibt keinen Einlagensicherungsfonds für eine Investition in Unternehmen wie Verizon Communications (WKN:868402), welches im Moment mehr als 4 % Rendite bringt. Du bist den Launen von Mr. Market ausgesetzt, der vielleicht entscheidet, dass die Aktie von Verizon den einen Monat 55 US-Dollar wert ist und den Monat darauf nur noch 50 US-Dollar.

Andererseits könnte auch das Gegenteil passieren. Du könntest von der hohen Rendite profitieren und erhebliche Wertzuwächse mitnehmen, wenn du dich entscheidest, die Aktie zu verkaufen. Wenn du eine Aktie mit hoher Rendite lang genug hältst, dann ist es wahrscheinlicher, dass du zu deinen Dividenden noch Wertgewinne bekommst.

Sie übertreffen den Markt

Obwohl Wachstumsaktien häufiger in den Schlagzeilen sind und den Markt vereinzelt übertreffen, sind die Aktien mit einer hohen Dividendenrendite in der Regel langfristig besser als der Markt.

In einer Studie aus dem Jahre 2003 fand der Professor Jeremy Siegel heraus, dass das höchste Quintil der Dividendenaktien im S&P 500 basierend auf der Rendite den Gesamtindexdurchschnitt übertraf. Und das deutlich. Die Hochdividendenaktien brachten eine Rendite von 14,27 % pro Jahr zwischen 1957 und 2002. Der Durchschnitt des S&P 500 lag bei 11,18 %.

Diese zusätzlichen 3,09 % machen den Unterschied zwischen 1 Million Euro und 578.000 Euro in einer Zeitspanne von 20 Jahren aus.

Die Studie fand zudem heraus, dass die niedrigsten Dividendenaktien (der Großteil davon zahlte überhaupt keine Dividende) nur 9,5 % pro Jahr an Dividende brachten. Zudem hatten die Wachstumsaktien ein höheres Risiko als die Hochdividendenaktien mit einer höheren Standardabweichung. Anders ausgedrückt, Wachstumsaktien sind entweder ein Volltreffer oder ein Verlust. Dividendenaktien sind stabiler.

Diszipliniert das Management

Ein Grund, warum Dividendenaktien insgesamt bessere und stabilere Erträge liefern, ist, dass die Dividende das Management dazu zwingt, disziplinierter zu sein. Wenn ein Unternehmen mehrere Investitionsmöglichkeiten hat – entweder Zukauf oder interne Entwicklung – dann zwingt die Verpflichtung, eine Dividende zu zahlen, das Management dazu, nur die Gelegenheiten zu ergreifen, die den größten Gewinn versprechen.

Ein Wachstumsunternehmen, welches versucht, seinen Umsatz mit allen Mitteln zu steigern, könnte jede Investition vornehmen, in der Hoffnung, dass zumindest eine davon die Erwartungen übertrifft. Das heißt, man geht mehr Risiko ein und macht mehr Investitionen mit einem geringeren potenziellen Ertrag.

Wenn ein Unternehmen eine ansehnliche Historie im Dividendenwachstum hat, dann wird diese Disziplin sogar noch stärker. Procter & Gamble (WKN:852062) zum Beispiel hat seine Dividende seit 60 Jahren beständig angehoben und gehört zu den Spitzendividendenaristokraten. Diese Reputation zwingt dem Management Disziplin auf, um die Dividende weiter steigen zu lassen. Es dauert nämlich 60 Jahre, um diese Reputation aufzubauen, aber ein Jahr reicht, um sie zunichtezumachen.

Aktionärsfreundlich

Obwohl die Aktionäre technisch gesehen ein Unternehmen besitzen, kontrollieren sie es nicht. Das Management ist dafür da, das Unternehmen zu leiten. Das umfasst auch Entscheidungen, wie viel der Gewinne an die Aktionäre zurückgezahlt wird. Wenn dein Name nicht gerade Carl Icahn ist, kannst du nicht einfach ein paar Aktien kaufen und dann verlangen, dass Apple (WKN:852062) mehr Aktien zurückkauft und eine höhere Dividende ausschüttet.

Wenn das Management entscheidet, eine Dividende zu zahlen, zeigt es Interesse, Wert an die Aktionäre zurückzugeben.

Außerdem ziehen stabile Dividendenaktien eine andere Art von Investoren an. Weniger Händler machen Leerverkäufe von P&G oder Verizon, aufgrund der Dividende. Und das wahrscheinliche Wachstum bietet einen intrinsischen Wert für die Aktie des Unternehmens. Beide Unternehmen haben Leerverkäufe von weniger als 1 % aller im Umlauf befindlichen Aktien. Unternehmen wie Twitter haben mehr als 8 %.

Hinzukommt, dass Investoren von Wachstumsaktien ihre Aktien kürzer halten. Dadurch wird zusätzliche Volatilität im Aktienpreis erzeugt. Dies kommt in der oben erwähnten Studie ebenfalls zum Ausdruck.

Ihr Wert ist einfach zu verstehen

Ein Unternehmen mit einer starken Dividendenhistorie macht es leichter, den Unternehmenspreis einzuschätzen. Manche Leute, die klüger sind als ich, haben eine Formel entwickelt, um den Wert einer Aktie basierend auf den zukünftigen Dividendenzahlungen zu ermitteln. Myron J. Gordon und Eli Shapiro veröffentlichten 1956 ihr Dividenden-Abzinsungsmodell. Auch bekannt als das Gordon Growth Modell. Und es ist auch 60 Jahre danach noch gültig.

Die Formel sagt, dass sich der Wert einer Aktie aus den zukünftigen Dividendenzahlungen geteilt durch die gewünschte Rendite minus die Dividendenwachstumsrate ergibt. Apple zahlt beispielsweise eine Dividende in Höhe von 2,28 US-Dollar und ich erwarte, dass sie in Zukunft mit 10 % wächst. Wenn ich eine Rendite in Höhe von 12 % haben will, dann wäre ein fairer Wert für die Aktie 2,28 US-Dollar * 110 %/(12 % – 10 %). Das sind 125 US-Dollar pro Aktie. Die Aktien werden im Moment zu 105 US-Dollar gehandelt. Apple scheint also unterbewertet zu sein.

Allerdings hat dieses Modell ein paar Einschränkungen. Es erfordert zum Beispiel eine Vorhersage über das Dividendenwachstum. Diese könnte sich als falsch herausstellen. Es gibt keine Garantie, dass Apple seine Dividende immer um 10 % erhöht, auch wenn es dies bereits seit Beginn seiner Dividende getan hat. Das Modell nimmt an, dass Apple seine Dividende bis in alle Ewigkeit um 10 % erhöht. Eine gewünschte Rendite, die kleiner oder gleich der Wachstumsrate ist, macht das Modell ungültig.

Aber Investoren, die sich die Zeit nehmen, um ein Unternehmen kennenzulernen, können die kommenden Jahre gut voraussagen. Und der Einfluss, der darauffolgenden Jahre ist durch den heutigen Wert des Geldes geringer. Außerdem kann das Modell eine genauere Schätzung für den Aktienwert bieten als der gegenwärtige Gewinn oder der Buchwert.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple, Twitter und Verizon Communications. The Motley Fool hat die folgenden Optionen Long Calls Januar 2018 90 US-Dollar auf Apple und Short Calls Januar 2018 95 USD-Dollar auf Apple. The Motley Foolempfiehlt Procter and Gamble.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 06.08.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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