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5 Dividendenaktien, die du im August kaufen kannst: HollyFrontier, PepsiCo, Enbridge, GlaxoSmithKline und General Motors

Dividendenaktien sind das Kernstück eines gut aufgebauten Portfolios. Trotzdem gibt es so viele Aktien, die Dividenden ausschütten, dass es schwierig sein kann, sich für die zu entscheiden, die deinen langfristigen Zielen beim Investieren entsprechen. Deswegen haben wir unsere Mitarbeiter und Dividendenexperten darum gebeten, ihre Top-Fünf vorzuschlagen, die vielleicht im August dein Portfolio bereichern sollten.

Dieses Unternehmen ist am Boden, aber noch lange nicht raus

Tyler Crowe: In zyklischen Branchen wie Öl und Gas ist es die beste Möglichkeit, um seine Profite zu maximieren, stetige Dividendenzahler zu finden, wenn sie gerade nicht populär sind. Bisher ist der Markt in diesem Jahr kein Fan von Ölverarbeitern, da steigende Ölpreise zu niedrigeren Margen geführt haben. Deswegen ist jetzt die beste Zeit, um angeschlagene Verarbeiter zu kaufen und deswegen sieht HollyFrontier (WKN:A1JCLQ) wie eine großartige Dividendenaktie im August aus.

Was HollyFrontier von unabhängigen Ölraffinerien unterscheidet, ist sein geographischer Vorteil. Mit großen Raffinerien im Mittleren Westen der USA und den Rocky Mountains liegen seine Anlagen nahe an schwer erreichbarem Öl, welches preiswerter als der nationale Richtpreis verkauft wird. Ähnlicherweise sind diese Raffinieren auch an Orten, an denen es schwierig ist, verarbeitete Erdölerzeugnisse zu liefern, also genießt HollyFrontier leicht größere Verarbeitungsmargen als andere auf hart umkämpften Verarbeitungsmärkten. Außerdem operiert das Unternehmen sparsam, hatte seine Betriebskosten unter Kontrolle und macht daher Profit durch diese geographischen Vorteile.

Benzin- und Dieselkonsum werden in nächster Zeit nicht verschwinden und die Verarbeitungsbranche schwingt wie alle anderen zyklischen Branchen. HollyFrontiers Anteile sind um fast 50 % in diesem Jahr gefallen und seine Dividendenrendite liegt bei 5,5 %. Deswegen scheint jetzt ein guter Zeitpunkt zum Kaufen zu sein.

Eine Top-Dividendenaktie

Andres Cardenal: PepsiCo (WKN:851995) ist ein Gigant im Bereich nichtalkoholische Getränke und Snacks. Das Unternehmen besitzt 22 Marken, von der jede über 1 Milliarde US-Dollar an weltweitem Umsatz macht. Außerdem besitzt das Unternehmen solide Wettbewerbsvorteile im Hinblick auf Umfang, globale Distributionsnetzwerke und finanzielle Ressourcen, die für Marketing und Werbung genutzt werden können.

Die Nachfrage in der Branche verändert sich, da viele Kunden weltweit immer neugieriger auf gesunde Ernährung werden. Für Investoren ist es gut, dass PepsiCo seit einigen Jahren diesen Trend bedient und die Innovation liefert Ergebnisse. Laut dem Management kommen fast 9 % des Umsatzes von neuen Produkten, während “schuldfreie” Getränke und Snacks ungefähr 45 % des Umsatzes generieren.

Es ist für ein großes Unternehmen in einer ausgereiften Branche nicht einfach, neue Wachstumsmöglichkeiten zu finden. Das ist besonders der Fall, wenn Gegenwind durch ausländische Währungen seiner Performance auf internationalen Märkten schaden. Trotzdem erwartet PepsiCo immer noch einen Anstieg um 9 % seiner Kerngewinne je Anteil bei konstanten Wechselkursen für 2016.

PepsiCo hat eine großartige Aussicht, was seine langfristigen Dividendenauszahlungen angeht. Das Unternehmen hat seit 1965 ununterbrochen Dividenden ausgeschüttet sowie 44 Jahre ununterbrochenen Dividendenwachstums vorzuweisen. Nachdem die Dividende in diesem Jahr um 7 % erhöht wurde, wird PepsiCo mit einer Dividendenrendite von 2,8 % gehandelt.

Das beste beider Seiten

Matt DiLallo: Enbridge (WKN:885427) bezahlt seine Investoren ziemlich gut. Tatsächlich ist die aktuelle Rendite des kanadischen Giganten der Energie und Infrastruktur mit 4,3 % mehr als doppelt so groß wie die Durchschnittsrendite des S&P 500. Das ist eine solide Einkommensquelle, wenn man bedenkt, dass seine langfristigen und auf Gebühren basierende Verträge 95 % von Enbridges Cash Flow sichern und es nur 40 % bis 50 % seines verfügbaren Cash Flows auszahlt.

So lukrativ Enbridges gegenwärtige Rendite auch ist, sie sollte in Zukunft steigen. Das Unternehmen hat einen enormen Auftragsbestand von kommerziell gesicherten Projekten, die vor allem aus gebührenbasierten Vermögenswerten bestehen. Deswegen erwartet Enbridge, dass sein verfügbarer Cash Flow durch Operationen bis 2019 um zwischen 12 % und 14 % wachsen wird. Das sollte das Dividendenwachstum in der gleichen Zeit um 10 % bis 12 % anheizen. Das Unternehmen erwartet, dass es dieses Wachstum liefern kann, während es eine konservativen Deckungsquote von zwei behält sowie sein Investment-Grade-Credit-Rating.

Man kann festhalten, dass Investoren, die nach verlässlichem Einkommen suchen, das in den nächsten Jahren steigt, sich Enbridge genau anschauen sollten.

Entsteht hier eine Kehrtwende?

George Budwell: Der britische Pharma-Gigant GlaxoSmithKline (WKN:940561) hatte es in den letzten Jahren schwer, da die Verkaufszahlen seines Flagship-Produkts, einem Atmungsprodukt namens Advair, gefallen sind. Dazu kam das klinische Scheitern mit hohem Profil und ein Bestechungsskandal in China. Das Ergebnis ist, dass Glaxos Trailing-12-Monats-Auszahlungsquote auf astronomische 681 % gestiegen ist und sein Verschuldungsgrad mit 259 % nicht viel besser ist. Als das britische Pfund nach der Brexit-Entscheidung abstürzte, schien Glaxo prädestiniert für Dividendenkürzungen und weitere Umstrukturierungen, um zukünftig die Kosten zu senken.

Jedoch hat der Medikamentenhersteller im zweiten Quartal ein kleines Wunder erreicht und damit die Schätzungen von Analysten geschlagen. Das lag an der starken Leistung seiner neuen Pharma-Produkte – wie das HIV-Medikament Tivicay – und seinem immer größer werdenden Fußabdruck im Bereich Impfungen. Basierend auf seinen starken Ergebnissen im zweiten Quartal hat sich Glaxo entschieden, seine jährliche Prognose für den Rest des Jahres zu erhöhen. Es geht von einem eindrucksvollen Wachstum des Gewinns je Anteil von 11 % bis 12 % für 2016 aus.

Selbst mit diesen Wachstumsaussichten im zweistelligen Bereich ist die Nachhaltigkeit von Glaxos Dividende nicht garantiert. Aber das Management hat in seinem Gewinnbericht über das zweite Quartal angemerkt, dass das Unternehmen plant, die Quartalsauszahlungen bis 2017 bei ungefähr 0,57 US-Dollar pro Anteil zu halten (basierend auf aktuellen Wechselkursen). Wenn das Management sich also an sein Wort hält, sollte Glaxo in der Lage sein, Income-Investoren wieder in Scharen anzuziehen – besonders wegen seiner kräftigen Rendite von 5,18 % und den verbesserten Wachstumsaussichten.

Das Beste aus Detroit?

Daniel Miller: Während Ford seit der Großen Rezession der klare Liebling war, weil es seine eigene Kehrwende ohne einen einzigartigen Bankrott finanzierte, zeigten die Q2-Ergebnisse, dass General Motors (WKN:A1C9CM) vielleicht endlich als bester Autohersteller von Detroit durchkommt.

In Q2 ist GMs Umsatz um 4,2 Milliarden US-Dollar im Vorjahresvergleich auf 42,4 Milliarden US-Dollar gestiegen. Diese starke Leistung hat sich auch auf die Profite des Unternehmens ausgewirkt: GMs EBIT-angepasstes Einkommen hat 3,9 Milliarden US-Dollar erreicht – das ist ein wahnsinniger Anstieg um 37 % über das vergangene Jahr und ein Unternehmensrekord.

In der ersten Hälfte 2016 hat GMs Rendite auf investiertes Kapital beeindruckende 30,5 % erreicht – eine Verbesserung um 710 Basispunkte für die gleiche Zeitspanne vor einem Jahr, was beweist, dass GM sein Geschäft so effizient und intelligent wie noch nie führt.

GM hat kürzlich mehr Auszeichnungen in J.D. Powers 2016 Farhzeugverlässichkeit-Studie als jeder andere Autohersteller gewonnen sowie sieben Auszeichnungen in J.D. Powers 2016 Studie zur Qualität von Neuwagen, was zeigt, dass sich GMs Angebote stark verbessern.

Der Haken ist hier, dass GM – und die meisten anderen Autohersteller – Wachstumsmöglichkeiten nicht ausnutzen kann, da der primäre Profitgenerator, der US-Markt, stagniert. Das bedeutet nicht, dass GMs Umsatz oder Gewinn nicht weiter wachsen wird, aber es heißt, dass es immer mehr wie eine Einkommenswette gesehen wird. Mit einem Aktienpreis von 30 US-Dollar liegt GMs Forward-KGV laut Morningstars Schätzungen bei etwas über fünf und seine Rendite liegt bei robusten 4,6 %.

General Motors ist preiswert – zu preiswert für ein Unternehmen, welches Detroits bester Autohersteller sein könnte. Und eine Rendite von 4,6 % sieht für Investoren, die im August nach einer Dividendenaktie suchen, sehr verlockend aus.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von PepsiCo. The Motley Fool empfiehlt General Motors.

Dieser Artikel wurde von George Budwell auf Englisch verfasst und am 1.8.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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