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1 großes Anzeichen dafür, dass SolarCity in Schwierigkeiten steckt

FOTO: SOLARCITY.

Am Wochenende stimmte SolarCity (WKN:A1J6UM) einem Übernahmenangebot zu, das den Investoren 60 % weniger als das 52-Wochenhoch und 72 % unter dem Allzeithoch bringen wird. Wenn sich ein Unternehmen derart billig verkauft, muss es vor großen Problemen stehen, die es nicht allein lösen können oder warum sollte man sonst verkaufen?

Seltsam ist auch, dass zwei der Gründer, Lyndon Rive und Peter Rive, hunderte Millionen an potenziellem Einkommen aufgeben, sollte SolarCity sich wieder erholen. Das allein sagt uns schon viel darüber, wie sie die Zukunft des Unternehmens sehen.

Musk bringt seine Cousins um ihre Bezahlung

Als Tesla Motors (WKN:A1CX3T) ein offizielles Gebot abgab, um SolarCity zu kaufen, gab Tesla auch Details, wie die Angestellten für ihre bestehenden Aktienoptionen und Aktienpakete entschädigt werden sollten:

Die Optionen und Aktienvergütungen von SolarCity werden in entsprechendes Eigenkapital von Tesla-Aktien laut dem Umtauschverhältnis umgewandelt, wobei sie die selben Bedingungen wie zum Zeitpunkt unmittelbar vor der Fusion beinhalten werden.

Dabei sollte man nicht übersehen, dass diese Fusion 77 Millionen US-Dollar für Lyndon und 51,4 Millionen für Peter in leistungsabhängigen Aktienoptionen ausradierte, die den beiden im letzten Herbst zugesagt wurden. Die sogenannten Founder Awards, wie sie genannt wurden, hatten einen Preis von 48,97 US-Dollar und einen Ausübungszeitraum basierend auf der Kursperformance und den Kurszielen. Jetzt, nur ein paar Monate später sind diese wertlos.

BILDQUELLE: Getty Images

BILDQUELLE: Getty Images

Warum sollte man einem solchen Handel zustimmen?

Elon Musk ist vielleicht das Gesicht von Tesla Motors und SolarCity, aber Lyndon Rive ist der CEO und Peter Rive ist CTO. Die beiden managen SolarCity und wenn sie der Meinung gewesen wären, das Unternehmen könnte seinen Wert in den nächsten zehn Jahren verdoppeln, oder sogar noch mehr erhöhen, dann hätten sie einen großen finanziellen Anreiz gehabt, sich gegen die Fusion zu stellen.

Das macht das Angebot so unglaublich, wenn man an das Unternehmen glaubt. Theoretisch wird SolarCity schon günstig bewertet verglichen mit dem Potenzial, also warum sollte das Mangement nicht darauf wetten, dass sich die Aktie in den nächsten zehn Jahren mehr als verdoppeln kann.

Sieht das Management mehr Probleme als sie uns wissen lassen?

Ich argumentiere schon seit Monaten, dass SolarCity damit Probleme bekommen wird, sich an die Bedürfnisse der Kunden im Markt für Dachanlagen mit günstiger Darlehensfinanzierung anzupassen, weil das Geschäftsmodell mit seiner Konzentration auf Leasing-Verträge und Kaufpreisallokation einfach nicht so flexibel ist. Wenn man sich den nach unten korrigierten Ausblick vom Montag ansieht, zusammen mit den verpassten Schätzungen in den vorhergehenden beiden Quartalen, dann sieht man, dass SolarCity schon jetzt Probleme hat.

Da immer mehr regionale Installationsunternehmen Marktanteile gewinnen und Darlehen immer besser verfügbar werden, haben Lyndon und Peter Rive vielleicht gesehen, dass das Unternehmen in ernsten Schwierigkeiten steckt. Warum sonst sollten sie dutzende, wenn nicht sogar hunderte Millionen Dollar an Aktienoptionen aufgeben?

Die leichte Antwort ist, dass sie im Moment keine Verbesserung sehen. Und das sagt einiges darüber aus, warum SolarCity willens ist, zu einem derart niedrigen Preis zu verkaufen im Vergleich zu dem Niveau von vor einem Jahr. Die Zukunft kann nicht gut aussehen, auch nicht aus der Chefetage von SolarCity.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt SolarCity und Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und wurde am 03.08.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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