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4 Dinge, die man tun sollte, wenn die Börse ein neues Allzeithoch erreicht

Foto: Pixabay, geralt

Es war bisher ein außergewöhnliches Jahr für Aktien und es scheint immer noch seltsamer zu werden.

Nach dem schlimmsten Zwei-Wochenstart seit Beginn der Aufzeichnungen und nachdem alle drei Indexe seit dem Schlusskurs am 31. Dezember bis Mitte Februar um mehr als 10 % gefallen sind, hat der S&P 500 seine größte Quartalsrally in 83 Jahren gestartet. Damit konnte Q1 etwas höher abgeschlossen werden. Aktuell hat der Brexit die amerikanische Börse kurz in eine schnelle Abwärtsspirale geschickt. Ein paar Wochen später stellt uns die globale Unsicherheit vor die altbekannte Frage, was man als nächstes tun sollte.

1. Geduld haben und den Kurs halten

BILDQUELLE: Getty Images.

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Das erste, was du tun solltest, ist nicht zu überreagieren und den “Verkaufen”-Button klicken, nur weil ein paar Aktien in deinem Portfolio auf ein neues Hoch steigen. Die Emotionen sind keine Einbahnstraße und genauso wie wir das Bedürfnis haben, in Deckung zu gehen, wenn es mit der Börse abwärts geht, sollten wir nicht gleich zu verkaufen, wenn die Börse steigt. Börsenbewertungen haben ja allgemein die Tendenz, langfristig zu steigen. Ein steigender Markt ist eine großartige Sache, also lehn dich zurück und genieß die Fahrt, wenn die These hinter deinen Investitionen sich nicht geändert hat.

2. Regelmäßig kaufen

Zweitens solltest du es in Betracht ziehen, nachzukaufen, selbst wenn die Börse gerade auf oder nahe einem Allzeithoch ist. Es mag dir gegen den Strich gehen, jetzt zu kaufen, aber wenn du hochwertige Unternehmen kaufst, um sie langfristig zu halten, dann sollte das aus zwei wichtigen Gründen funktionieren.

BILDQUELLE: Getty Images.

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Zuerst einmal, wenn du dein Portfolio erweiterst und regelmäßig kaufst, dann erlaubt es dir, den Durchschnittskosteneffekt zu nutzen. Das sollte es dir ermöglichen, langfristig relativ günstig zu kaufen und es reduziert auch den emotionalen Aspekt und den Versuch, den Markt timen zu wollen, was langfristig praktisch unmöglich ist.

Noch wichtiger ist aber wie die Geschichte uns lehrt, dass wenn du regelmäßig kauft und geduldig bist, du langfristig auch Geld verdienen solltest. Seit 1950 hat der S&P 500 laut Yardeni Research 35 Korrekturen von mindestens 10 % erlebt. In jedem einzelnen Fall hat die Börse diesen Einbruch innerhalb von Wochen, Monaten oder (in seltenen Fällen) Jahren wieder hinter sich gelassen. Selbst wenn du auf einem Hoch gekauft hast und regelmäßig auch während der Korrekturen gekauft hast, dann wirst du wahrscheinlich immer noch Gewinn machen. Die vergangenen Renditen sind zwar keine Garantie für künftige Renditen, aber die Daten seit 1950 zeigen, dass langfristige Investoren hier klar im Vorteil sind.

3. Kauf Dividendenaktien

Wenn du Angst vor einem Abwärtstrend hast, dann überleg dir, ob du nicht Dividendenaktien kaufen willst. Diese bieten dir eine Reihe von Vorteilen, die den emotionalen Aspekt des Investierens reduzieren, dir Wohlstand schaffen und vielleicht auch die Volatiltiät reduzieren können, wenn es zu einer Korrektur kommt.

BILDQUELLE: Getty Images.

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Wie du dir vorstellen kannst, können nur Unternehmen mit einem bewährten Geschäftsmodell und soliden Wachstumsaussichten eine Dividende zahlen. Das bedeutet, eine Dividende ist oft ein Anhaltspunkt für Einkommensinvestoren, die nach soliden Unternehmen suchen. Da Dividendenunternehmen üblicherweise bewährte Geschäftsmodelle haben, werden sie auch weniger wahrscheinlich einbrechen, wenn es eine Korrektur gibt und das kann die Volatilität deines Portfolios reduzieren.

Zusätzlich zu der Auschüttung können Dividenden auch reinvestiert werden, um mehr Aktien, von einer Dividendenaktie zu kaufen. Das nennt man dann den Zinseszinseffekt, der es dir erlauft, sowohl die Zahl der Aktien als auch der Auszahlung zu erhöhen. Im Lauf der Zeit kann das eine gute Strategie sein, um großen Wohlstand aufzubauen.

4. Wachstumsaktien in Betracht ziehen

Vielleicht möchtest du auch Wachstumsaktien zu einem Portfolio hinzufügen, wenn deine Risikotoleranz etwas höher ist und du weniger emotionsanfällig bist.

BILDQUELLE: Getty Images.

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Laut einer aktuellen Studie von Bank of America/Merril Lynch haben sowohl Value Aktien als auch Wachstumsaktien unglaubliche jährliche Renditen in den letzten 90 Jahren von jeweils 17 % und 12,6 % gebracht. Obwohl Value Aktien in diesem Zeitraum besser gelaufen sind, haben die Wachstumsaktien seit der Finanzkrise die Value Aktien überholt. Die einzigartige Dynamik von hartnäckig niedrigen Zinsen geben den Wachstumsaktien einen Vorteil. So bekommen sie Zugang zu billigem Kapital, das dann benutzt werden kann, um neue Leute einzustellen, das Geschäft zu erweitern und Übernahmen zu tätigen.

Einzelne Wachstumsaktien oder ETFs könnten auch hier kluge Optionen für langfristige Investoren sein, wenn die Börse ein neues Hoch erklimmt.

Steigende Kurse sind kein Grund, die Strategie zu ändern. Sie zeigen eher, dass der langfristige Plan funktioniert.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und wurde am 02.08.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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