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Apple oder IBM, was ist der bessere Kauf?

Quelle: Apple

Für den Verbraucher scheinen Apple (WKN:865985) und IBM(WKN:851399) nicht viel gemein zu haben. Es handelt sich zwar bei beiden um Tech-Unternehmen, aber die Marke von Apple ist im Bereich Tech und Smartphones, Computer, Tablets und andere Gadgets ziemlich in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, während IBM hinter den Kulissen arbeitet, nämlich im Bereich Software und Dienste.

Für die Investoren haben die beiden aber viel gemein. Obwohl viele Tech-Aktien himmelhohe Bewertungen haben, werden Apple und IBM beide mit einem KGV von etwa 10 gehandelt, da die Investoren anscheinend skeptisch in Bezug auf die Zukunftsaussichten sind. Beide sind klassische Wertaktien geworden, die für die Investoren aufgrund ihrer stetigen Cashflowströme, Dividenden und Aktienrückkäufe sehr interessant sind, anstatt für ihre Innovation oder künftiges Wachstum. Bei beiden sind die Umsätze in letzter Zeit eingebrochen.

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Interessierte Investoren sollten sich die Frage stellen, welches der beiden Unternehmen die bessere Wahl ist. Daher wollen wir uns einmal ansehen, was beide zu bieten haben.

BILDQUELLE: Motley Fool.

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Der iPhone-Hersteller steht vor einem Hindernis

Apple war eine der besten Aktien des 20. Jahrhunderts. Das Unternehmen hat sich von einem von Problemen geplagten Computerhersteller in den 1990ern zum größten Hersteller von cooler Verbraucherelektronik entwickelt, aber das Wachstum des iPhone-Herstellers scheint nun sein Ende erreicht zu haben. Nach 13 Jahren steigender Umsätze fielen die Umsätze in Q2 und das setzte sich im 3. Quartalsbericht diese Woche auch fort.

Das iPhone, die Quelle von mehr als zwei Dritteln der Umsätze von Apple, ist auf dem absteigenden Ast. Grund dafür ist die schwächere Nachfrage in den letzten beiden Quartalen in China und längeren Zyklen, bis die Kunden ein neues iPhone kaufen, da viele Mobilfunkanbieter die iPhones nicht mehr subventionieren. Der Rückgang ist auch ein Signal, dass die Kunden vom iPhone 6S nicht beeindruckt waren, aber der Franchise wird im September ein größeres Upgrade erhalten, wenn das iPhone 7 auf den Markt kommt.

Die Umsätze im letzten Quartal fielen um 15 %, die Gewinne um 27 %, obwohl beide Zahlen die Schätzungen der Analysten übertreffen konnten. Apple scheint sich an einem Scheideweg zu befinden, da die Nachfrage für die Kernprodukte – iPhone, iPad und Mac – stagniert und die neuen Produkte, wie die Apple Watch sich nur langsam durchsetzen.

Das Unternehmen widmet sich immer mehr den Diensten, um seinen Cashflow zu erhöhen und zählt dabei auf den App Store, Apple Music und Apple Pay, um bei den volatilen Geräteverkäufen, stabilen Cashflow zu erzeugen. Die Umsätze in der Sparte Dienste stiegen im letzten Quartal um 19 % auf fast 6 Milliarden US-Dollar, aber das war einer der wenigen hellen Momente im Quartalsbericht. Das Unternehmen erwartet einen weiteren Umsatzrückgang, aber die niedrigen Erwartungen der Analysten könnten der Aktie wieder zum Leben verhelfen.

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Big Blue oder eher nicht?

Bei Apple geben die Umsätze seit zwei Quartalen nach, bei IBM stagnieren sie schon seit Langem und fallen seit mehr als vier Jahren, was aber Teil einer strategischen Umstrukturierung hin zu Software und Diensten ist. Das Unternehmen trennt sich nämlich von traditionellen Hardware-Sparten. Im letzten Quartal fielen die Umsätze von IBM um 2,8 % auf 20,2 Milliarden US-Dollar, aber die Umsätze im strategischen Imperativ, was die Cloud, Analysen und unter anderem Sicherheit beinhalten, stiegen um 12 % auf 8,3 Milliarden US-Dollar.

Die Aktie von IBM erreichte nach dem Bericht ein 52-Wochenhoch, da die Erwartungen übertroffen werden konnten. Die Investoren glauben vielleicht, dass die Umstrukturierung auf einem guten Weg ist und das obwohl der bereinigte Gewinn pro Aktie um 23 % gefallen ist.

IBM hat auch seine einstmals aggressiven Rückkäufe etwas heruntergefahren, nachdem das Ziel von einem Gewinn pro Aktie von 20 US-Dollar 2015 aufgegeben worden war. Stattdessen fällt dieses Jahr der bereingte Gewinn pro Aktie um 9 % auf 13,50 US-Dollar. Der Tech-Dinosaurier macht zwar Fortschritte bei seinen strategischen Prioritäten, aber es ist unklar, wann die Investoren wieder höhere Umsätze oder Gewinnwachstum erwarten können. Darüber hinaus ist die Bruttomarge in den letzten drei Quartalen gesunken und das stellt die Behauptung von IBM in Frage, den Übergang zu einem Geschäft mit höheren Margen zu schaffen.

Was ist der bessere Kauf?

Beide Unternehmen hatten in letzter Zeit Probleme, aber der Umsatzrückgang bei IBM geht schon länger als irgendjemand das erwartet hatte. Dann wurde noch das Ziel von 20 US-Dollar Gewinn pro Aktie verpasst und das unterstreicht die Tatsache, dass die Strategie des Managements sich nicht so auszahlt wie erwartet.

Bei Apple gibt es Grund zur Annahme, dass der Rückschlag nur temporär ist, denn die Rückgänge bei den iPhone-Umsätzen liegen größtenteils am Erfolg des iPhone 6, das im vorhergehenden Steuerjahr veröffentlicht wurde. Das hat wahrscheinlich auch zu den frühen Upgrades und dem ungünstigen Vergleich zum 6S geführt. Wenn das iPhone 7 ein bedeutendes Upgrade bieten kann, dann sollte Apple in seinem nächsten Steuerjahr wieder Wachstum erzeugen können. Zusätzlich hat das Unternehmen wiederkehrende Umsätze aus den Diensten. Das ist ermutigend, da Apple eine Nutzerbasis von über 1 Milliarde Geräten inzwischen aufgebaut hat.

Obwohl die Strategie von IBM eventuell Früchte tragen könnte, wird Apple wahrscheinlicher in naher Zukunft wieder Wachstum erzeugen können. Das macht Apple zu einem besseren Kauf von den beiden Tech-Riesen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Jeremy Bowman auf Englisch verfasst und wurde am 02.08.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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