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Die eine Aktie, die ich jetzt kaufen würde

BILDQUELLE: DISNEY

Die Aktie von Walt Disney (WKN:855686) erreichte 2015 ihren historischen Höchststand mit 120 US-Dollar je Aktie. Seitdem ist der Preis um fast 20 % gefallen. Heutzutage wird sie zu 96 US-Dollar je Aktie gehandelt. Das Unternehmen sieht sich einer massiven Transformation der Fernsehbranche gegenüber, aber der kürzliche Preisrückgang sieht für mich eher wie eine Kaufgelegenheit aus.

Disney und die kabellose Revolution

Viele Konsumenten auf der ganzen Welt haben keinen Kabelanschluss mehr oder reduzieren zumindest die Verträge, um digitale Streamingdienste wie Netflix (WKN:552484) zu nutzen. Das trifft Unternehmen im traditionellen Pay-TV-Geschäft. Und Disney spürt den Druck in seiner Media-Networksparte.

Die Networksparte machte laut Zahlen der ersten Jahreshälfte 2016 rund 43 % des Umsatzes von Disney aus und trug zu 46 % zum operativen Gewinn bei. Die Leistung in diesem Segment kann also einen großen Einfluss auf das Gesamtgeschäft haben.

ESPN trägt stark zu diesem Segment bei, hat aber in den letzten Jahren beständig Kunden verloren. Laut den Daten aus den Jahresberichten von Disney hatte ESPN im Oktober 2015 92 Millionen Kunden. Das sind 3 % weniger als noch 2014, als es noch 95 Millionen hatte. Und im Oktober 2013 waren es sogar noch 99 Millionen. Das entspricht einem Rückgang von 7 %.

Die finanzielle Leistung sieht immer noch nicht schlecht aus. Der Umsatz in der Media-Networksparte wuchs um 3 % in den ersten zwei Quartalen 2016. Der Gesamte operative Nettogewinn stieg um 4 % gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem belastet die Mediasparte das Gesamtwachstum. Zum Vergleich stieg der Gesamtumsatz von Disney um 9 % gegenüber dem Vorjahr und der gesamte operative Gewinn des Segments stieg um 15 % in dieser Zeit.

Reagieren Investoren über?

Es könnte Disney Zeit und Mühe kosten, sich an die kabellose Revolution anzupassen. Allerdings ist in dieser Branche Inhalt König. Und Disney besitzt einen riesigen Berg an enorm wertvollem und vielfältigem Inhalt. Solang das Unternehmen weiterhin produziert, was die Kunden wollen, sollte es stark genug sein, sich an die neuen Verteilungskanäle wie Onlinestreaming anzupassen.

Viele Kunden bevorzugen kleinere Kabelpakete. Disney ist eine Partnerschaft mit Sling und Sony Vue in diesem Segment eingegangen. Das Management sagte in der letzten Telefonkonferenz, dass beide Plattformen zunehmend neue Kunden für ESPN bringen.

Obwohl Netflix und Disney direkte Wettbewerber sind, sind sie auch enge Partner bei der Produktion, Lizenzierung und Verteilung von Inhalten. 2012 schlossen Netflix und Disney eine Vereinbarung, die Netflix die exklusiven Rechte in den USA für alle neuen Filme von Disney, Lucasfilm und Pixar gewährt, die ab 2016 produziert werden. Netflixabonnenten haben direkt nach dem Kino Zugang zu den Filmen. Ab September wird Netflix diese Inhalte streamen.

Disneys CEO Bob Iger diskutierte in der Telefonkonferenz, wie Streaming eine riesige Gelegenheit für Disney sein kann:

Ich denke nicht, dass ich viel zu dem sagen werde, was wir bei SVOD – Subscription Video on Demand – tun werden. Dies ist immer noch ein sehr dynamischer Markt und wir schauen nach Gelegenheiten, unseren Inhalt zu verkaufen. Ich sage, dass wir noch nie einen besseren Marktplatz gesehen haben, um geistiges Eigentum zu verkaufen. Die Strategie, die wir einsetzen, in die Schaffung von geistigem Eigentum zu investieren, ist eine, an die wir heute noch mehr glauben. Wir werden weiterhin in die Schaffung von geistigem Eigentum investieren. Eines der besten Beispiele davon ist Marvel und was wir mit Netflix bei mehreren Originalserien, Neuauflagen von zwei zweiten Staffeln und der Übertragung einer weiteren Serie von Marvel zu Netflix erreicht haben. Und die Tatsache, dass Marvel mit anderen Distributoren in Gesprächen war, zeigt, dass die Nachfrage nach deren Produkten signifikant ist.

Das große Bild

Selbst wenn die Media-Networksparte in den kommenden Quartalen unter Druck bleibt, stehen die Chancen gut, dass sich Disney erfolgreich an die neuen technologischen Trends der kommenden Jahre und Jahrzehnte in der Branche anpasst.

Und obwohl die Network-Sparte hinterher hinkt, produziert Disney felsenfeste Finanzzahlen durch das starke Wachstum der Parks und Studiosparte. Der operative Gewinn in diesen zwei Segmenten wuchs um 17 % bzw. 60 % seit Jahresbeginn. Disneys finanzielle Leistung war mittelfristig bemerkenswert stabil. Das Unternehmen hatte ein zweistelliges Wachstum im bereinigten Gewinn je Aktie für elf aufeinanderfolgende Quartale.

Und auch das Preisschild sieht ziemlich attraktiv aus. Die folgende Grafik zeigt die Bewertungsverhältnisse KGV, zukünftiges KGV, Unternehmenswert zu EBITDA und das Verhältnis von Kurs zu operativem Cashflow der letzten drei Jahre. Viele Kennzahlen zeigen in die gleiche Richtung und deuten an, dass die Aktie von Disney im historischen Vergleich ziemlich billig ist.

DIS PE Ratio (TTM) Daten von YCharts

DIS PE Ratio (TTM) Daten von YCharts

Disney ist stark genug, um unter dem Onlinestreamingparadigma zu wachsen. Das Unternehmen liefert eine solide finanzielle Leistung und die Aktie hat einen niedrigen Preis. Aus diesem Grund sieht die Aktie von Disney im Moment wie eine überzeugende Investition aus.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Netflix und Walt Disney.

Dieser Artikel wurde von Andrés Cardenal auf Englisch verfasst und am 29.07.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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