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Die 7-Punkte-Checkliste für das Investieren in Dividendenaktien mit hohen Renditen

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Ich definiere Dividendenaktien mit hohen Renditen als solche, wenn sie mehr als 4 % bieten. Diese Aktien können perfekte Investitionen sein, um Einkommen durch ein Aktienportfolio zu generieren. Sie haben eine höhere Rendite als die meisten Anleihen, sie haben das Potenzial auf Kapitalsteigerung und ihre Auszahlungen können mit der Zeit ordentlich steigen. Wie jedoch bei jeder anderen Aktienart gibt es auch hier Kandidaten, die du besser vermeiden solltest.

Deswegen gibt es hier eine Liste mit sieben Punkten, die dir bei der Suche helfen können.

1. Achte auf die Auszahlungsquote

Das ist die wichtigste Kennzahl, die man sich anschauen sollte, wenn man eine Dividende bewertet. Die Auszahlungsquote eines Unternehmens ist das Verhältnis seiner ausgeschütteten Dividenden zu seinen Gewinnen. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel eine jährliche Dividende von 1 US-Dollar zahlt und 4 US-Dollar je Anteil Gewinn gemacht hat, liegt seine Auszahlungsquote bei 25 % ($1/$4). Eine niedrigere Auszahlungsquote ist besser, da sie anzeigt, dass das Unternehmen genug Profit hat, um seine Dividende zu zahlen. Eine hohe Auszahlungsquote (besonders eine von über 100 %) kann ein schlechtes Zeichen sein und darauf hinweisen, dass die Dividende nicht nachhaltig ist und deswegen Gefahr läuft, gekürzt zu werden.

Es gibt hier einige wichtige Ausnahmen. Real-Estate-Investment-Trusts (REITs) und Business-Development-Gesellschaften (BDCs) müssen mindestens 90 % ihrer Profite an Anleger ausschütten, weswegen eine hohe Auszahlungsquote in diesen Branchen nicht unbedingt schlecht ist. Außerdem sind Gewinne keine großartige Kennzahl für die Profitabilität von REITs – es ist besser, das operative Ergebnis – oder Funds From Operations (FFO) – zu nutzen, wenn man die Auszahlungsquote berechnet.

2. Bleib bei großen Unternehmen

Es gibt hier einige Ausnahmen, aber ich bleibe gerne bei Dividendenaktien, die eine Marktkapitalisierung von über 1 Milliarde US-Dollar aufweisen und bei einer großen US-amerikansichen Börse gelistet sind. Man kann größere Unternehmen leichter analysieren. Sie sind allgemein besser etabliert, was bedeutet, dass sie eine lange Geschichte mit Umsätzen und (hoffentlich) Profitabilität haben. Und weil mehr Analysten größeren Unternehmen folgen, kann man über sie mehr Informationen und Analysen finden.

Es gibt zwar Ausnahmen, aber stabile Profite bieten normalerweise stabile Dividenden.

3. Geschichte wiederholt sich

Die vergangene Leistung einer Investition garantiert nichts für ihre Zukunft, aber sie kann dabei helfen, sie vorauszusagen – besonders im Hinblick auf Dividenden. Unternehmen, die ihre Dividenden jedes Jahr ohne Unterbrechung erhöht haben, tendieren dazu, so weiter zu machen. Bevor du also in eine Dividendenaktie investierst, solltest du dir die letzten Jahre ihrer Dividendengeschichte anschauen. Am besten fängst du deine Suche mit dem S&P High-Yield Dividend Aristocrats Index (S&P-Dividendenaristokraten-Index mit hohen Renditen) an, der aus 107 Unternehmen mit hohen Renditen besteht, die ihre Dividenden in den letzten aufeinanderfolgenden 20 Jahren erhöht haben.

4. Eigenkapitalrentabilität (ROE)

Die Eigenkapitalrentabilität ist eine großartige Kennzahl, um zu erkunden, wie effizient ein Unternehmen seine Vermögenswerte nutzt, um Profite zu generieren. Die durchschnittliche ROE der Unternehmen des S&P 500s schwankte historisch meistens zwischen 10 % und 15 %. Als kleine persönliche Randnotiz: Ich bleibe gerne bei Unternehmen mit einer Eigenkapitalrendite von mindestens 10 % oder höher. Wie bei den meisten anderen Punkten auf dieser Liste gibt es auch hier Ausnahmen, aber solide Profitabilität ist ein Zeichen eines gesunden Geschäfts.

5. Wie hoch sind die Schulden des Unternehmens?

Schulden sind nicht zwangsläufig eine schlechte Sache, aber zu hohe Schulden können ein großes Problem darstellen – besonders wenn die Zinsen für ein Unternehmen hoch sind. Dann kann ein Fall der Profite dafür sorgen, dass es Schwierigkeiten damit hat, seine Schulden abzubezahlen und dabei seine Dividende zu zahlen. Als ein Beispiel für ein Unternehmen mit einer gesunden Schuldenlast kann man Procter & Gamble heranziehen. Seine Nettoausgaben für Zinsen lagen 2015 bei 626 Millionen US-Dollar – und damit bei weniger als 10 % seines Nettoeinkommens von ungefähr 7 Milliarden US-Dollar.

6. Verstehe, warum die Dividenden so hoch sind

Unternehmen zahlen aus verschiedenen Gründen hohe Dividendenrenditen – davon sind einige gut und andere weniger gut. Ich habe bereits von REITs und BDCs gesprochen, welche den Großteil ihrer Profite auszahlen müssen, um Unternehmenssteuern zu vermeiden. Ein weiterer gängiger Grund für eine hohe Dividende ist ein reifes Geschäft. Mit anderen Worten: Wenn ein Unternehmen nicht versucht, aggressiv zu wachsen, muss es nicht viel in sein Geschäft zurückinvestiveren, weswegen die Gewinne für Dividenden zur Verfügung stehen. AT&T ist ein Beispiel, welches einem dazu gleich einfällt.

Wenn die Dividendenrendite jedoch einfach nur hoch ist, weil der Aktienpreis in den letzten sechs Monaten um 50 % gefallen ist, ist das ein Besorgnis erregendes Zeichen, das du dir genauer anschauen solltest.

7. Ist es zu schön, um wahr zu sein?

Letztendlich ist es auch wichtig zu erkennen, dass es beim Investieren keine Geschenke gibt. Wenn eine Dividende zu gut, um wahr zu sein klingt, könnte das auch so sein. Als Faustregel kann man sich merken: Wenn eine Aktie eine Rendite von über 8 % aufweist, ist die Dividende wahrscheinlich nicht nachhaltig oder mindestens unbeständig. Es ist am sichersten, bei bodenständigen Aktien zu bleiben.

Dividendenaktien mit hoher Rendite können großartig für dein Portfolio sein, solange du vorm Investieren deine Hausaufgaben machst. Stell sicher, dass die Dividende nachhaltig und das zugrundeliegende Geschäft gesund sind und du kannst Renditenfallen vermeiden.

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The Motley Fool empfiehlt Procter and Gamble.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 31.7.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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