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4 Gründe, warum die Ölpreise wieder fallen werden

Foto: Pixabay, lalabell68

Die Aussichten für Rohstoffe sind weiterhin sehr unsicher und es scheint, dass der Optimismus, der den Ölpreis seit dem Tief im Februar auf über 52 US-Dollar pro Barrel getrieben hat, inzwischen vorbei ist. Öl steht jetzt zum ersten Mal in den letzten 2 Monaten bei unter 42 US-Dollar pro Barrel. Es scheint auch, dass viele Fundamentaldaten jetzt den Markt eingeholt haben und die Ölpreise auf absehbare Zeit auch unten halten werden.

Was?

Zuerst einmal dürfen wir bei all dem Optimismus, den die Analysten und Industriegrößen Anfang des Jahres von sich gegeben haben, nicht vergessen, dass wir immer noch eine massive Überversorgung haben.

Die globale Versorgung übersteigt die Nachfrage immer noch um fast zwei Millionen Barrel Öl pro Tag. Das wird auch noch solange so bleiben bis die OPEC und einige nicht-OPEC-Länder weiterhin Öl auf Rekordniveau fördern. Russland ist immer noch dabei rekordverdächtige Mengen an Öl zu exportieren. Die Exporte sind in der ersten Jahreshälfte um 5 % gestiegen verglichen mit dem Vorjahr.

In der Zwischenzeit, nachdem der Preiskrieg zu einem Einbruch der Ölpreise geführt hat, kann es sich Saudi Arabien nicht mehr leisten die Produktion zu drosseln, um die Preise wieder zu erhöhen, denn viele Produzenten, darunter auch die amerikanischen Schieferölproduzenten, würden diese Lücke sonst gleich schließen.

Dann ist da noch der Iran. Die Wirtschaftssanktionen wurde aufgehoben und das Land möchte seine Ölproduktion wieder erhöhen, um die Einnahmen für die Regierung zu erhöhen und um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Daher haben sich die Auslieferungen des Irans auf zwei Millionen Barrel Öl pro Tag mehr als verdoppelt, seit die Sanktionen Anfang des Jahres aufgehoben wurden. Das Land plant auch, seine Produktion bis Anfang 2017 auf vier Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen.

Zweitens waren die Gründe, die Anfang des Jahres zu einer Erhöhung der Ölpreise geführt haben, nur zeitweilig.

Dazu gehörten auch die Brände in Kanada, die Suncor Energy (WKN:A0NJU2) und andere Unternehmen dazu gezwungen haben, die Produktion in den betroffenen Gegenden anzuhalten. Trotzdem konzentrieren sich die Energieunternehmen darauf, das Produktionsniveau vor der Krise wieder zu erreichen.

Die Produktion in Nigeria fiel in Juni aufgrund vieler militanter Anschläge auch auf ein Zweijahrestief. Die Produktion wird langsam wieder aufgenommen und stieg vor Kurzem wieder auf 1,5 Millionen Barrel pro Tag.

Drittens, die Nachfrage nach Rohöl soll noch einige Zeit flach bleiben.

Wie du siehst, bleiben die Aussichten für die Weltwirtschaft noch für einige Zeit unsicher und volatil. Das Wachstum in China hat sich verlangsamt und liegt auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Die Eurozone befindet sich wirtschaftlich nicht im Wachstumsmodus und es ist auch kein Ende in Sicht. Einige Schwellenmärkte haben es auch mit einem Abwärtstrend zu tun, denn die schwachen Rohstoffmärkte und ihre Abhängigkeit vom Öl, Metallen und anderen Rohstoffen sind hier die wichtigsten Wachstumstreiber.

Schließlich wachsen die globalen Lagerbestände auf ein Niveau, das wir seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr gesehen haben. In den USA wurde niemals mehr Öl gelagert als aktuell. Das sind sicher keine guten Nachrichten für den Ölpreis. Es geht die Angst, dass diese Überflutung die Märkte auf der ganzen Welt treffen wird, sobald die Lagerstände hoch genug steigen.

Und weiter?

Mangelnde Nachfrage zusammen mit steigendem Angebot führen dazu, dass die Ölpreise noch länger niedrig bleiben. Das sind natürlich keine guten Nachrichten für die kleineren hochverschuldeten Ölproduzenten, aber das wird den integrierten Energieriesen wie Suncor nichts anhaben.

Niedrigere Preise bedeuten nicht nur höhere Gewinne für das Downstream-Geschäft von Suncor, das Unternehmen profitiert auch von den niedrigen Preisen und kann mehr Vermögenswerte zu niedrigen Preisen übernehmen, besonders da die Bilanz nach einer Kapitalerhöhung um 2,5 Milliarden US-Dollar aufgestockt wurde.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Matt Smith auf Englisch verfasst und wurde am 29.07.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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