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3 Aktien, die aus 10.000 USD 1 Million gemacht haben

Foto: Pixabay

Stell dir vor, du würdest 10.000 US-Dollar in eine Aktie stecken, dann 20 Jahre später dein Depot checken und sehen, dass das inzwischen 1 Million US-Dollar sind. Scheint unmöglich oder? Das ist eine Rendite von 10.000 % auf deine Investition. Aber das ist es nicht. Das wäre mit einer Durchschnittsrendite von 26 % pro Jahr zu schaffen. Das ist aber wiederum deutlich leichter gesagt als getan.

Im Folgenden wollen wir uns drei Unternehmen ansehen – den E-Commerce-Riesen Amazon.com (WKN:906866), den Zigarettenhersteller Altria (WKN:200417)und das Pharmaunternehmen Gilead Sciences (WKN:885823) – vielleicht hilft uns das, eine Aktie zu finden, die aus deiner 10.000 US-Dollar 1 Million US-Dollar machen.

Pack die Gelegenheit bei den Hörnern

David Gardner von Motley Fool hat im September 1997 Aktien von Amazon gekauft, und zwar zu einem splitbereinigten Preis von 3,19 US-Dollar.

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Davids Investitionsstil zeigt, wie man solche Aktien finden kann. Er sucht nach sechs Merkmalen bei seinen Investitionen – er nennt sie die „Merkmale eines Rule Breakers”, nach denen wir Amazon zum damaligen Zeitpunkt einmal bewerten wollen:

  1. Ein Pionier in einem bedeutenden und wachsenden Bereich. Man kann nicht abstreiten, dass der elektronischen Handel einer der größten Umschwünge in der Geschichte des Handels war.
  2. Ein nachhaltiger Vorteil, den man durch das Momentum, Patente, visionäre Führung oder unfähige Konkurrenten erhält. Der Gründer von Amazon und CEO Jeff Bezos hatte eine Vision: Er wollte das kundenorientierteste Unternehmen auf diesem Planeten gründen. Und das ist größtenteils das, was er getan hat.
  3. Starke Kursanstiege in der Vergangenheit. Als David 1997 gekauft hatte, war die Aktie 1997 allein schon um 65 % gestiegen!
  4. Gutes Management und Unterstützung, siehe Nummer 2.
  5. Starke Anziehungskraft bei den Kunden. Selbst als Amazon nur Bücher verkauft hat, war das Unternehmen der Liebling der Kunden. David kam darauf, weil er selbst mit Amazon sehr gute Erfahrungen gemacht hatte.
  6. Deutlich überbewertet laut den Finanzmedien. Das war damals wie heute wahr. Als David die Aktie gekauft hatte, wies er auch darauf hin, dass viele die Aktie für überbewertet hielten.

An dieser Stelle sollten wir noch anmerken, dass man auch mit diesem Ansatz nicht immer 10.000 % Rendite in 20 Jahren erreichen wird. Die Erfolgsrate wird höchstwahrscheinlich sogar sehr klein ausfallen. Aber man muss immerhin nur eine solche Aktie erwischen, um finanzielle unabhängig zu werden.

Erfolgreiche Medikamente können zu extremen Gewinnen führen

Falls du dir eine Finanzseite in der Zeitung ansiehst, um zu erfahren, welche Aktien an diesem Tag die größten Kursbewegungen gemacht haben. Dabei kommen oft die dramatischsten von Pharmaunternehmen. Das liegt an der Zulassung durch die FDA, positiven klinischen Ergebnissen und der Veröffentlichung von Verkaufszahlen, die zu einem binären Ereignis werden können: Sie schicken die Aktie entweder in den Steigflug… oder in den Sturzflug.

1995 war Gilead kein besonders bekannter Name. Aber die Aktie machte ernsthafte Kursgewinne nachdem, einige wichtige Medikamente die Zulassung durch die FDA erhielten. Gilead konnte den Erlös daraus nutzen, um zwei wichtige Dinge zu tun: in Forschung und Entwicklung reinvestieren und vielversprechende Medikamente von kleineren Unternehmen kaufen. Die wichtigsten Entwicklungen in den letzten fünf Jahren waren die HIV- und Hepatitis-C-Medikamente.

Und das ist dabei mit dem Kurs passiert.

ursprüngliche Investition von 11.000 US-Dollar wäre heute mehr als 2,7 Millionen US-Dollar wert. AMAZON GESAMTRENDITE DATEN VON YCHARTS.

GILD DATEN VON  YCharts

An dieser Stelle sollte man noch anmerken, dass die Aktie von Gilead im letzten Jahr über 25 % verloren hat. Das Unternehmen hatte Probleme mit seinen Hepatitis-C-Medikamenten und musste aufgrund der Konkurrenz die Preise senken. Aber solche Ausschläge sind normal und sollte in diesem Bereich auch erwartet werden.

Man sollte also nach Unternehmen suchen, die entweder versuchen (1) größere Probleme zu lösen, von denen viele Menschen betroffen sind – und das auch messbar besser machen als die aktuell verfügbaren Lösungen oder (2) die sich auf seltenere Krankheiten konzentrieren, für die es aktuell keine effektiven Behandlungen gibt.

Genau wie bei Amazon ist es auch hier wichtig anzumerken, dass der Erfolg nicht garantiert ist. Das ist auch der Grund, warum man seine eigene Due Diligence machen und nur einen kleinen Teil seines Portfolios solchen kleineren Medikamentenherstellern widmen sollte. Damit ist das Risiko beschränkt, aber das Potenzial nach oben riesig.

Langweilig investieren mit Dividenden

Mein Lieblingsautor bei Motley Fool, Morgan Housel, hat vor Kurzem geschrieben, dass die Renditen von Altria zu den „faszinierendsten Investmentgeschichten der letzten 30 Jahre gehört haben.” Wie recht er doch damit hat.

Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass der Zigarettenkonsum sein Jahren sinkt. Die Regierungen haben die Werbung verboten und fast jedes Tabakunternehmen hat eine eigene Abteilung nur für Rechtsstreitigkeiten. Trotzdem hat der weltgrößte Zigarettenhersteller in den letzten 20 Jahren seine Aktionäre belohnt.

MO Gesamtrendite DATEN VON YCharts

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Aber hier kommt das Witzige bei der Sache: Die Grafik weiter oben zeigt dir die „gesamte Kursrendite”. In anderen Worten, die 12,370 % in den letzten 20 Jahren beinhaltet auch die Dividenden. Wenn wir einfach nur nach dem Kurs gehen würden, dann würde diese Rendite auf 725 % fallen.

Das ist ein riesiger Unterschied.

Die Investoren von Altria haben sogar von der negativen Berichterstattung in den Medien profitiert. Die Investoren wollten für die Aktie nämlich in den letzten 20 Jahren keine Prämie für die Aktie bezahlen. Damit blieb die Aktie unter Druck, aber die Dividendenrendite stieg immer weiter. Das bedeutet, dass mit jedem Quartal die automatischen Reinvestitionen immer mehr Aktien ergeben haben.

Es wäre schwer zu sagen, was das nächste Altria sein wird, aber eines kann man dabei lernen. Dividenden machen einen riesigen Unterschied und im Gegensatz zu den beiden vorhergehenden Methoden ist dieser Ansatz auch deutlich risikoärmer.

Aber die vielleicht wichtigste Lektion ist, dass man nur dann aus 10.000 US-Dollar 1 Million machen kann, wenn man nicht verkauft. Geduld zu haben ist hierbei von höchster Wichtigkeit, genau wie sich dessen bewusst zu sein, ob deine Investmentthese sich verändert hat. Das wird dir helfen, einen klaren Kopf zu bewahren, nachdem deine Aktien merklich an Wert gewonnen haben.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.com and Gilead Sciences.

Dieser Artikel wurde von Brian Stoffel auf Englisch verfasst und wurde am 24.07.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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