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Mittwochsbilanz: DAX gleicht Brexit-Verlust aus, Commerzbank meldet Gewinneinbruch, Automobilwerte auf der Überholspur

Foto: Flickr-User James Manners

Der Optimismus ist zurück – zumindest an der Börse. Der DAX hat seinen Verlust nach dem Brexit-Schock vollständig wettgemacht und dabei die Marke von 10.300 Punkten überschritten.

Die Aktionäre der Großbanken konnten jedoch nicht von der allgemeinen Kurserholung profitieren. Am Dienstag meldete das zweitgrößte deutsche Geldinstitut einen Gewinneinbruch …

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Was war an der Börse los?

Die Marktteilnehmer starteten optimistisch in die Handelswoche. Ein wichtiger Grund für die positive Stimmung war die Berichterstattung zum ifo-Geschäftsklimaindex, der besser als erwartet ausgefallen war. Die Entscheidungsträger in deutschen Unternehmen schätzen die aktuelle Konjunkturlage offenbar besser ein, als die Auguren in den volkswirtschaftlichen Abteilungen der Analysehäuser gedacht hatten. Auch die Erwartungen der Wirtschaftslenker übertrafen die Annahmen der Experten.

Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass der DAX (WKN:846900) am Montag zeitweise mehr als 1 % zulegen konnte. Da jedoch die New Yorker Börsen mit leichten Verlusten eröffneten, gab der Index einen Teil seiner Gewinne wieder ab. Bei Handelsschluss verblieb beim Stand von 10.198 Punkten ein Plus von 0,5 %.

Weniger gut lief es bei der Lufthansa (WKN:823212). Die Aktie verbilligte sich nach einer Analysten-Abstufung um 0,3 %. Der Parkettastrologe einer Schweizer Großbank hatte geunkt, dass trotz günstiger Treibstoffkosten keine allzu großen Ersparnisse bei der Kranich-Airline anfallen würden.

Licht und Schatten gab es bei Papieren aus dem Dunstkreis der Automobilindustrie. Die Anteilscheine von Daimler (WKN:711000), BMW (WKN:519000) und VW (WKN:766403) waren durchaus gefragt und verbesserten sich jeweils um rund 1 %. Papiere des im SDAX (WKN:965338) notierten Zulieferers ElringKlinger (WKN:785602) gaben allerdings 1,3 % ab, nachdem sie bereits am Freitag in Folge einer Gewinnwarnung um mehr als 13 % eingebrochen waren.

Auch am Dienstag konnten schwächelnde US-Börsen den deutschen Leitindex nicht in die Knie zwingen. Das Börsenbarometer stieg um weitere 0,5 % auf 10.247 Zähler. Ganz oben in der DAX-Liste landeten erneut zwei Werte aus dem Automobilsektor: VW-Vorzüge verteuerten sich um 2,5 % und die Aktie von Continental (WKN:543900) kletterte um 1,7 % nach oben.

In den Börsenkeller schickten die Marktteilnehmer die Commerzbank (WKN:CBK100), deren Aktionäre einen Abschlag von 4,5 % hinnehmen mussten. Seit Jahresbeginn ist damit der Börsenwert von Deutschlands zweitgrößter Bank um mehr als 40 % gesunken. Grund für den Einbruch vom Dienstag: Das Geldinstitut hatte fürs zweite Quartal einen Gewinneinbruch gemeldet. Die Aktie der Deutschen Bank (WKN:514000) fiel im Sog der Konkurrenz um 2,4 %.

Am Mittwoch setzte der DAX seinen Aufwärtstrend fort, übersprang die 10.300er-Schwelle und legte bis 16:20 Uhr 0,9 % zu.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (28.07.) dreht sich in den USA das Quartalszahlenkarussell munter weiter. Es berichten u.a. Dow Chemical, Colgate-Palmolive, Ford, Mastercard, International Paper und Amazon.com. Auch hierzulande werden Unternehmenszahlen kritisch beäugt: Die Deutsche Börse (WKN:A2AA25) veranstaltet einen Analystencall zum Ergebnis des zweiten Quartals.

Der Freitag (29.07.) bringt weitere Unternehmensergebnisse: In den Vereinigten Staaten öffnen Merck & Co, Exxon, Chevron und UPS ihre Bücher. Außerdem werden der Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Juli und die Angaben der Uni Michigan zum Verbrauchervertrauen im siebten Monat veröffentlicht. Die Statistiker informieren uns über das US-Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal und über die Entwicklung der Arbeitskosten in diesem Zeitraum.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Amazon.com, Ford und MasterCard. The Motley Fool besitzt Aktien von ExxonMobil. The Motley Fool empfiehlt Chevron, United Parcel Service und BMW.

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