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Apples schlimmster Albtraum könnte wahr werden

BILDQUELLE: APPLE.

Viele Jahre lang hat Apple (WKN:865985) den Niedrig-Preis-Markt gemieden und darauf gesetzt, dass Verbraucher, die bei Apple-Geräten nicht ganz so tief in die Tasche greifen möchten, auf ältere iPhone-, iPad- oder Mac-Modelle zurückgreifen können.

Diese vernünftige Strategie hat Apple zwar vielleicht den ein oder anderen Kunden gekostet, aber das Premium-Image des Unternehmens letztendlich aufrechterhalten. Apple-Geräte waren stets teurer als Android- oder Windows-Modelle. Ähnlich wie Luxus-Automobilmarken wollte das Unternehmen nicht mit preiswerten Unterklassenmodellen in Verbindung gebracht werden.

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Mit der Einführung des iPhone SE Anfang dieses Jahres, einer günstigeren Version des so beliebten iPhones, wich Apple allerdings von dieser Strategie ab. Im Nachhinein könnte sich dieser Schritt als schlechte Idee herausstellen: Neue Studien zeigen, dass Besitzer älterer iPhones eher dazu tendieren, das SE-Modell den neusten und teureren 6s und 6s Plus Geräten vorzuziehen.

Unterm Strich könnte sich das negativ auf Apples Gewinnzahlen auswirken, denn das iPhone ist für 65 % von Apples Gesamtumsatz verantwortlich.

Wie steht es um den iPhone-Absatz?

Eine neue Studie der Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) schätzt, dass im vergangenen Quartal – dem ersten Quartal, in dem das neue und günstigere iPhone SE in den Verkauf ging und dem dritten Quartal für das iPhone 6s und 6s Plus – in den USA 16 % des Gesamt-iPhone-Umsatzes auf das SE-Modell entfielen, während das iPhone 6s 39 % und das iPhone 6s Plus 26 % beisteuerten. Auch der Absatz des iPhone 6, 6 Plus und 5s befindet sich noch im vollen Gange. Die neusten Schätzungen wären gute Nachrichten, wenn Apple seine Kundenbasis mit dem SE-Modell ausweiten könnte, aber das ist nicht der Fall – zumindest belegen das die US-Daten.

„In diesem Quartal entfielen 65 % des Gesamtumsatzes auf das iPhone 6s und 6s Plus“, so der CIRP-Mitarbeiter Josh Lowitz in einer Pressemitteilung (öffnet als PDF-Datei). „Ein Jahr zuvor, im Juni-Quartal 2015, waren die Vorgängermodelle iPhone 6 und 6 Plus noch für 82 % des Gesamtumsatzes verantwortlich. Vor einem Jahr verzeichnete der Absatz des iPhone 6 und 6 Plus im Vergleich zum Vorquartal, in dem der Wert bei 78 % lag, noch einen Anstieg. In diesem Quartal sank der iPhone 6s und 6s Plus Anteil am Gesamt-iPhone-Absatz im Vergleich zum März-Quartal von 71 % auf 65 %.

Anstatt auf das neuste iPhone-Modell upzugraden, entscheiden sich nun Besitzer älterer iPhones vermehrt für die günstigere SE-Variante. CIRP berichtete, dass unter den iPhone SE Käufern 33 % von einem älteren iPhone-Modell upgegraded haben, während dieser Wert bei iPhone 6s und 6s Plus Käufern nur bei 17 % lag; beim iPhone 6 und 6 Plus waren es gerade einmal 12 %.

Damit wäre Apple immer noch zufrieden, wenn das neue Modell Android-Nutzer zu Apple locken würde, aber das passiert scheinbar nicht.

„Das iPhone SE scheint eher bei Besitzern viel älterer iPhone-Modelle Gefallen gefunden zu haben und weniger bei Nutzern von Android oder anderen Betriebssystemen“, sagte CIRP-Mitarbeiter Mike Levin in einer Pressemitteilung. „Einerseits könnte das SE auch die Besitzer älterer iPhones überzeugen, auf ein neues Gerät upzugraden und so Apple unter Umständen helfen, Kunden an das Unternehmen zu binden. Andererseits könnte das iPhone SE mit seinem viel niedrigeren Verkaufspreis auch Kunden vom Kauf eines teureren iPhones 6/6s-Modells abgehalten haben. Dies wird sich vermutlich in diesem Quartal in einem niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreis widerspiegeln.“

Warum sind das schlechte Nachrichten?

Mit dem iPhone SE bewegt sich Apple auf dünnem Eis. Apple möchte mit dem günstigeren Modell Nutzer älterer Geräte an das Unternehmen binden und gleichzeitig Android-Nutzer für sich gewinnen. Was Apple nicht möchte, ist es, Nutzern, die sich ein brandneues Modell zulegen möchten, die Möglichkeit zu eröffnen, deutlich weniger auf den Tisch legen zu müssen.

Das Unternehmen scheint, erfolgreich darin zu sein, Nutzer älterer iPhones davon zu überzeugen, sich ein SE anstatt einer günstigeren Android-Variante zuzulegen. Vielleicht sind dies gute Nachrichten, aber es ist ebenfalls möglich, dass viele — wenn nicht sogar die meisten — dieser Nutzer letzten Endes auf ein teureres Apple-Modell geupgraded hätten.

Die große Mehrzahl der iPhone-Nutzer (88 % laut einer Studie von Kantar) beabsichtigt, auch in Zukunft zu einem iPhone zu greifen. Apple hat es mit seinem SE-Modell versäumt, seine Kundenbasis auszuweiten. Stattdessen scheint das SE, sogar auf den Absatz seiner höherpreisigen Schwester-iPhones zu drücken.

Apple hat es Nutzern billiger gemacht, Teil des iOS-Ökosystem zu bleiben. Allerdings hat dieser Schritt dem Absatz seiner Premium-Produkte geschadet; und das zu einer Zeit, in dem das Unternehmen gerade das erste Quartal seit der iPhone-Einführung im Jahr 2007 hinter sich gebracht hat, in dem der iPhone-Umsatz rückläufig war. Schlussendlich sind dies schlechte Nachrichten für Apple-Aktionäre, da sich Apple mit einer günstigeren Variante quasi ins eigene Fleisch schneidet.

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The Motley Fool empfiehlt und hält Aktien von Apple. The Motley Fool hält folgende Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple und Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Daniel B. Kline auf Englisch verfasst und am 21.07.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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