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Was ist das Internet der Dinge?

Photo: Pixabay, jeferrb

Falls du schon jemals jemanden gesehen hast, der auf seine Uhr schaut und diese Uhr anstatt physische Zeiger einen Bildschirm hatte, dann hast du das Internet der Dinge direkt gesehen. Oder, falls du jemals über selbstfahrende Autos gelesen hast, dann hast du auch schon über das Internet der Dinge gelesen.

Dieser seltsam klingende Ausdruck „Internet der Dinge“ (IoT) ist nur eine Box für alles, das davor nicht mit dem Internet verbunden war, aber heute ist, wie etwa das Fahrrad, die Uhr, das Thermostat oder das Auto.

Die meiste Zeit werden diese Dinge dazu verwendet, um Daten zu sammeln und analysieren, wie etwa ein Fitness Tracker, der die Informationen deines Trainings auf dein Handy sendet. Und manchmal werden all diese Daten analysiert, sodass sie automatisiert werden können. Einige Autos können mit einem IoT Thermostat kommunizieren und die Klimaanlage zurückdrehen, sobald du dich deinem Zuhause näherst.

Mal allgemein gesprochen: wenn du eine Internetverbindung zu etwas hinzufügst, damit du es kontrollieren oder damit Daten sammeln kannst, dann ist es ein Teil von dem Internet der Dinge.

Klingt einfach, nicht wahr? Ist es wirklich und es wird einige Vorteile mit sich bringen.

Was bedeutet das Internet der Dinge für dich?

Das Internet der Dinge brachte schon wesentliche Veränderungen zu der Art und Weise wie wir Nahrungsmittel anbauen, Benzin verwenden, Autos fahren und unsere Gesundheit überwachen.

Monsato (WKN:578919)und andere Unternehmen in der Landwirtschaft verwenden IoT um das Pflanzen und Ernten von Nahrungsmittel einfacher, schneller und effizienter zu machen.

In einem New York Times Artikel vom letzten Jahr schrieb Steve Lohr: „Die dritte Stufe ist bereits im Gange und umfasst die Datenforschung aus vielen Quellen: Sensoren von landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen, Satellitenbilder und Wetterverfolgung. In naher Zukunft wird der Einsatz von Wasser und Düngemittel bis ins Detail gemessen und überwacht, manchmal sogar für jede Anlage einzeln.“

Und Monsato ist bereits dort angelangt. Das Unternehmen verwendet Sensoren, die die Daten von Konzerne in Echtzeit sammeln, den Ernteertrag, die Bodenqualität und die Feuchtigkeit messen, um damit seine Nahrungsmittelproduktion zu erhöhen. Das Unternehmen verwendet die Sensoren auch, um die Temperatur und den Standort von Saatgut-Lieferungen zu verfolgen, sodass es die Routen in extrem heißen Umständen verändern kann, um Samenverluste zu vermindern.

Aber das IoT macht noch viel mehr als nur die Art und Weise zu ändern, wie wir Nahrungsmittel anbauen. General Electric (WKN:851144) verwendet IoT Sensoren, Software und seine eigene Analytics, um seinen Konsumenten dabei zu helfen, massiv Geld zu sparen.

Die operative Technologie des Unternehmens hilft ihnen dabei die Ausfallzeit der flüssig Erdgas Anlagen (LNG) zu reduzieren, indem es die Problembereiche genau festlegt, bevor diese zu großen Problemen werden. Das spart LNG Unternehmen 150 Millionen US-Dollar im Jahr, laut MIT Sloan Management Review.

GE bewegt sich in Richtung seines sogenannten Industrial Internet (im Grunde genommen eine Untermenge von IoT), da es eine Möglichkeit sah, aus dem Sammeln und Analysieren von Daten, wie man industrielles Equipment verwendet, Vorteile zu ziehen. Das Unternehmen glaubt nun, dass seine Umsätze aus Softwarelösungen bis 2020 15 Milliarden US-Dollar erreichen wird.

Auf einem mehr privaten Level verändert IoT die Art und Weise wie wir fahren und sogar unsere Gesundheit.

Semiautonome Autos (welche selbst fahren können, hauptsächlich auf Autobahnen) sind bereits auf den Straßen, und sie pflastern den Weg für noch mehr Unabhängigkeit.

Intel, BMW und Mobileye (WKN:A119ES) haben sich kürzlich zusammengeschlossen, um bis 2021 selbstständige Autos zu Fahrzeugflotten zu bringen. Israel-basiertes Mobileye verwendet bei Autos Sensoren, um standortbezogene Karten-Daten zur Cloud zu senden, sodass andere Autos davon lernen können. Es heißt Road Experience Management (REM) und wird selbständige Autos dabei helfen zu wissen, wo sie sind, indem sie diese Information miteinander teilen.

Mobileye wird sein REM mit seinen derzeitigen EyeQ Chips verbinden, welches die Bilder rund um das Auto verarbeitet, die dem Fahrzeug seine eigene situationsbedingte Wahrnehmung ermöglichen. Ungefähr 90 % der Autohersteller verwenden bereits Mobileyes Technologie und das Unternehmen erwartet, dass ab 2020 die fünfte Generation seiner EyeQ Chips der zentrale Computersensor für vollautonome Autos sein wird.

Und glaube nicht, dass selbstständige Autos bloß Science-Fiction sind. IHS Automotive schätzt, dass 10 % aller verkauften, leichten Autos bis 2035 voll autonom sein werden.

Zuletzt hat IoT begonnen unser Gesundheitssystem zu transformieren. Während Fitness Tracker und Smart Watches viel Aufmerksamkeit der Wearable-Technologie auf sich ziehen, sind medizinisch-eingestufte Wearable Geräte und Software bereits auf dem Markt.

Microsoft macht Software, die mit Wearable Geräten funktioniert und Ärzten erlaubt, die Gesundheit von ihren Patienten in Echtzeit zu überwachen. Das sofortige Einsehen und Behandeln, wenn etwas mit dem Patienten nicht stimmt, hat offensichtliche Vorteile, aber es verkürzt auch die Zeit für die Diagnose von Gesundheitsproblemen und die Zeit, die mit dem Arzt verbracht wird.

Und Alphabets Verily Life Science entwickelt Nanopartikel, die Krebs und andere Krankheiten identifizieren, und dessen Ergebnisse zu einem Wearable Gerät auf dem Arm des Nutzers senden kann. Die Idee hinter diesem Moonshot ist, dass diese Partikel eventuell Krankheiten schon bereits im frühen Stadium erkennen kann.

Diese Geräte und Software könnten viel Geld sparen, zusätzlich dazu, dass sie uns gesünder machen: GE glaubt, dass eine 1 %-ige Steigerung in der Gesundheitseffizient bis zu 63 Milliarden US-Dollar an jährlichen Gesundheitsausgaben sparen könnte.

Wie profitieren Investoren davon?

Aus diesen kurzen Beispielen wird einem klar, dass viele Unternehmen, aus vielen Industrien in IoT eintauchen.

Der erste Schritt für Investoren ist es die Möglichkeiten zu verstehen, die das Internet der Dinge anbietet. Es werden knapp 50 Milliarden Dinge sein, die bis 2020 mit dem Internet verbunden sein werden und IDC erwartet, dass der IoT Markt bis dahin 7,1 Billionen US-Dollar wert sein wird.

Der nächste Schritt ist das Identifizieren von IoT Investment Typen, an denen du am meisten interessiert bist. Du hast bereits gesehen, dass große Unternehmen wie GE und kleine Unternehmen wie Mobileye irgendwie auf IoT wetten. Falls du nach Ideen für IoT Aktien suchst, schau hier, hier und hier.

Halbleiter-Hersteller, Mischkonzerne, Smartphone Hersteller, Sensoren-Unternehmen und Datenzentren schenken IoT ihre ganze Aufmerksamkeit, das bedeutet, dass Tech Investoren dasselbe tun sollten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A Aktien und C Aktien). The Motley Fool besitzt Aktien von General Electric und Microsoft. The Motley Fool empfiehlt BMW und Intel.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und wurde am 13.07.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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