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Diese zwei MDAX-Titel sind jetzt mit einem KGV von 4,9 und 7,6 ein Schnäppchen

Auf der Jagd nach günstigen deutschen Aktien sollten Investoren nicht nur die Blue-Chips im Auge behalten, sondern auch stets ein Auge auf die nächst kleinere Gewichtsklasse werfen. Viele Titel aus dem MDAX bieten eine gesunde Mischung aus dem Wachstumspotenzial eines Nebenwertes und der Stabilität eines DAX-Konzerns.

Für euch habe ich zwei der günstigsten Aktien im MDAX mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (der letzten 12 Monate, unverwässerter Gewinn) von unter 8 herausgefiltert, die das Potenzial für mehr haben: Die Aareal Bank AG (WKN:540811) und die K+S AG (WKN:KSAG88).

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1. Aareal Bank AG – KGV 4,9

Banken hat der Brexit besonders hart getroffen. Als am 24.06. die Entscheidung für den Brexit feststand, gehörte die Aareal Bank mit einem Sturzflug von fast 9 % zu den größten Verlieren im MDAX. In den darauffolgenden 30 Tagen verlor das Papier weitere 10 % an Wert.

Meiner Meinung nach eine übertriebene Reaktion des Marktes. Die negativen Schlagzeilen des Brexit und die darauf folgende Angst vor der Pleite von italienischen Banken haben den Kurs der Essener nach unten gezogen wie ein Betonblock am Bein.

Schaut man sich die Fakten an, so laufen die Geschäfte sehr solide: Die Aareal Bank verdient ihr Geld hauptsächlich mit Immobilienfinanzierungen und begleitet in diesem Rahmen ihre internationalen Kunden im Bereich Europa, Nordamerika und Asien nicht nur als Bank, sondern auch als Consultant. Der Schwerpunkt liegt auf Bürogebäuden in Westeuropa.

In der anhaltenden Niedrigzinsperiode stellen Immobilien für viele Investoren eine äußerst attraktive Anlageklasse da. Hiervon kann die Aareal Bank maßgeblich profitieren. So stieg das Konzernergebnis im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum letzten Jahr von 45 auf 60 Millionen Euro. Ein sattes Plus von 33 Prozent. Grund dafür ist unter anderem auch die gesteigerte Effizienz. Die Kapitalrendite vor Steuern verbesserte sich im oben genannten Zeitraum von 10,3 auf 12,4 Prozent. Dabei ist ein Ende der Immobilien-Hausse laut Experten nicht in Sicht.

Sicherlich sind Banken zurzeit ein risikoreiches Investment in einem nervösen Markt. Doch bei dem jetzigen Preis sind bei der Aareal Bank alle Risiken bereits mit einkalkuliert. Somit wäre der Preis nur in einem zukünftigen Worst-Case Szenario in der Bankenwelt gerechtfertigt. Für Anleger mit Mut und genug Ausdauer, um kurzzeitige Turbulenzen gelassen zu überbrücken, kann sich die Aareal Bank meiner Meinung nach als lohnende Investition herausstellen.

2. K+S AG – KGV: 7,6

Kaum eine Aktie hat so eine Achterbahnfahrt hinter sich wie der Kali- und Salz-Magnat aus Kassel. Nachdem die Aktie sich seit 2011 stetig nach Süden bewegte, ging es 2015 endlich wieder bergauf. Den Höhepunkt erreichte der Rohstoffkonzern dann im Juni 2015, als der schärfste Konkurrent von K+S, die kanadische Potash Corp., 8 Milliarden für die Übernahme des deutschen Unternehmens bot. Doch die Kasseler lehnten ab und verärgerten damit die Investoren. Seitdem befindet sich der Aktienkurs auf Talfahrt. Seit Juli 2015 verlor die Aktie knapp 50 % an Wert. Doch jetzt könnte die Zeit erreicht sein, um zuzuschlagen.

Schließlich ist K+S einer der größten Kali Produzenten weltweit und liefert damit wertvollen Dünger für eine Menschheit, die laut UNO bis zum Jahr 2060 auf über 10 Milliarden Individuen wachsen soll. Das macht K+S insbesondere für langfristig orientierte Investoren interessant.

Quelle. UNO

Quelle. UNO

Ebenfalls vielversprechend ist das Legacy Projekt, eine gigantische Produktions- und Lagerstätte in Kanada die 2017 mit einer Produktionsmenge von zunächst 2 Millionen Tonnen Kaliumchlorid pro Jahr in Betrieb gehen soll. Bis 2023 soll die Menge auf 2,83 Millionen Tonnen pro Jahr gesteigert werden. K+S investiert hier Milliarden, um der erste Kalianbieter zu sein, der auf zwei Kontinenten produziert. Durch die sich aus dem zusätzlichen Produktionsstandort und den bereits bestehenden Distributionskanälen ergebenden Synergien dürfte K+S seine Produktmarge deutlich steigern können und wäre für einen drohenden Preiskampf im Kali-Segment mehr als gewappnet.

Fazit

Bei beiden vorgestellten Titeln handelt es sich um Unternehmen, denen die Börse in den letzten Monaten unrecht getan hat. Bei der Aareal Bank ist es die übertriebene Skepsis gegenüber dem Bankensektor und bei K+S die nach wie vor große Frustration der Investoren über das abgelehnte Angebot von Potash.

Durch die damit entstandenen Turbulenzen sind die beiden Aktien so günstig wie kaum ein anderes Mal in der Vergangenheit. Bei einem KGV von 4,9 und 7,6 sehe ich beide als ein Must-Have auf der Watchlist von Value-orientierten Investoren.

 

 

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Robert Schleifenbaum besitzt keine der genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.