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Echte Schnäppchen? Die 10 Aktien mit dem geringsten Kurs-Gewinn-Verhältnis

Bereitgestellt von Fool.com

Als Value-Investor ist man ja darauf versessen, Aktien so günstig es geht zu kaufen. Man setzt darauf, dass sich die Umstände normalisieren und die Aktie auf ein höheres Kurs-Gewinn-Verhältnis anheben werden. Es ist natürlich nicht unbedingt schwierig, solche Aktien aufzuspüren – viel schwieriger ist es zu entscheiden, ob diese Aktien einen sinnvollen Kauf darstellen oder nicht.

Im weiteren Verlauf listen wir jene 10 Aktien, die derzeit das geringste erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis haben, anschließend schauen wir, welchen davon wohl die beste Zukunft beschienen ist.

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Die 10 Aktien mit dem geringsten KGV

Alle Aktien aus dem S&P 500, Stand 8.7.2016:

Aktie KGV
Endo International (WKN:A1XE6M) 3,7
General Motors (WKN:A1C9CM) 5,3
United Continental (WKN:A1C6TV) 5,7
Lincoln National 6
American Airlines Group  6,2
Ford Motor (WKN:502391) 6,4
Delta Air Lines (WKN:A0MQV8) 6,6
Goodyear Tire & Rubber 6,6
Navient 6,7
MetLife 7

Quelle YAHOO! FINANCE.

Was auf den ersten Blick auffällt: In manchen Fällen sind unternehmensspezifische Herausforderungen der Grund für das geringe Verhältnis. Der Schnäppchencharakter stammt vor allem von einer Unsicherheit, die die Aktie umgibt. Endo International ist dafür ein gutes Beispiel. Das Unternehmen hat nämlich in den letzten vier Jahren Verluste hinnehmen müssen. Im jüngsten Bericht musste Endo einräumen, dass die GAAP-Einnahmen bei zwischen 0,25 und 0,55 US-Dollar pro Aktie liegen könnten. Andererseits berechnen andere Quellen die prospektiven Einnahmen anders, und Endo gibt an, dass man aufgrund leicht justierter Zahlen 4,50 bis 4,80 US-Dollar pro Aktie reinbringen könnte. Das Unternehmen musste große Abschreibungen und Verluste von nicht weitergeführten Geschäftszweigen

hinnehmen, zudem sich vor Gericht verantworten – der eine oder andere wird sagen, dass es zu nicht sinnvoll ist, wenn man alle diese Faktoren ignoriert, nur damit Endo ein paar schöner aussehende Zahlen präsentieren kann.

Branchenweite Probleme

Wenn man von Unsicherheiten bei einzelnen Unternehmen einmal absieht, dann wird aus der Liste ersichtlich, dass es manche Branchen derzeit nicht leicht haben. Im Jahr 2015 konnte die US-Autoindustrie ein Rekordjahr an Absätzen verzeichnen, die Kunden waren wieder in Kauflaune. Dazu kamen günstige Benzinpreise, was vor allem dem Absatz bei größeren Fahrzeugen behilflich war, wie Pickup-Trucks und SUVs. Diese gehören zu den profitabelsten Fahrzeugklassen für Hersteller wie Ford und General Motors. Und doch wird gemunkelt, dass man den jüngsten Erfolg nicht lange wird beibehalten können. Die Autoindustrie verläuft streng zyklisch, der Erfolg in einem Jahr kann bedeuten, dass das nächste Jahr mau werden wird. Sollten die Benzinpreise wieder anziehen, dürfte allein das schon den Herstellern Kopfschmerzen bereiten.

Ganz ähnlich geht es den Fluglinien. Delta, American und United Continental war es gelungen, mit Kosten für zusätzliche Gepäckstücke und anderen Aufpreisen ihre Bilanzen aufzuwerten. Außerdem hat Konsolidierung in der Branche zu weniger heftiger Konkurrenz geführt. Doch gibt es Sorgen, die sich vor allem um die sinkenden Einnahmen pro Einheit drehen. Billigflieger graben den Kundenstamm an und beißen einen guten Teil des Profits von Großen wie Delta, American und United Continental weg. Wenn das Kerosin teurer wird, könnte das nochmal weniger Profit bedeuten. Dennoch: wenn die Airlines schlau mit der Kapazität umgehen, dann dürfte es bei ihnen auch in Krisenzeiten nicht allzu schlimm aussehen.

Gibt es hier etwa gar keinen richtigen „Value“?

Eine Frage, die man sich bei Value-basierten Investments stellen muss: Was passiert, wenn die Investment-These schlicht falsch ist? Beispiel Ford und GM: Deren erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnisse liegen bei zwischen 5 und 6. Selbst wenn die Einnahmen irgendwann mal sich halbieren sollten, wären Faktoren von 10 oder 12 immer noch relativ interessant. Ford und GM zahlen eine solide Dividende, und das dürfte Aktionären über die schlimmste Zeit hinwegtrösten.

Luftlinien zeigen ein ähnliches Kurs-Gewinn-Verhältnis auf, liegen derzeit bei zwischen 6 und 7. Auch hier würde ein Einnahmenverlust von 50% immer noch ein KGV von 12 oder 14 ergeben. Luftlinien müssen sich damit auseinandersetzen, ob ernsthafte Konkurrenz entstehen und einen großen Einfluss auf den Markt und zukünftiges Wachstum haben wird. In der Vergangenheit kamen nach einem Boom in der Branche stets neue Anbieter auf den Markt, die was vom Kuchen abhaben wollten. Die daraus resultierenden Preiskriege waren dann mit verantwortlich dafür, dass einige Airlines knapp am Bankrott standen. Um das zu vermeiden, werden Luftlinien klug kalkulieren und immer ein Auge auf der Konkurrenz haben müssen.

Aktien mit niedrigem Kurs-Gewinn-Verhältnis sind für Value-Investoren besonders interessant, aber man muss sich im Klaren darüber sein, dass viele der Unternehmen es nicht gerade leicht haben. Nur wenn man versteht, warum der Faktor so gering ist, kannst du es vermeiden, dir selber in den Fuß geschossen zu haben.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Ford und empfiehlt Aktien von GM.

Dieser Artikel von Dan Caplinger erschien am 11.7.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschsprachigen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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