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Tesla Motors: Rückgängige Auslieferungen – müssen sich Anleger Sorgen machen?

Tesla-Werk in Fremont. Bildquelle: Tesla.

Tesla Motors (WKN:A1CX3T) konnte im Q2 an Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr 25 % zulegen. Das ist ein Indiz für den Wachstumserfolg des Unternehmens. Aber eine wichtige Zahl zeigt ein Problem auf: die ausgelieferten Stückzahlen des Model S. Das ist jetzt schon das zweite Quartal nacheinander, dass dies passieren konnte. Sollte Anleger das besorgen?

Auslieferungen des Model S

Die Zahlen zeigten im Q2 eindeutig nach unten. Nicht nur dass die Absätze beim Model S 22 % gegenüber dem Vorquartal zurückgingen, sie gingen auch noch 15 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Und das kommt noch einmal nach 28 % Verlust im Q1 gegenüber dem Q4. Das ist eine Überraschung, stieg die Nachfrage doch kontinuierlich seitdem das Model S im Jahr 2012 auf den Markt kam.

Daten aus der Pressemitteilung

Daten aus der Pressemitteilung

Obwohl die Absatzzahlen des Model S nachließen, konnte Tesla insgesamt doch mehr Fahrzeuge als im Vorjahr an den Mann bringen. Verantwortlich dafür war das Model X, das im September 2015 auf den Markt kam. Aber die Schwere des Rückgangs des Model S führt dazu, dass Tesla insgesamt gegenüber dem Vorquartal an Absatzzahlen verliert. Im Q1 und Q2 verlor man 15 % und 3 % gegenüber dem jeweiligen Vorquartal.

Warum?

Es kann verschiedene Gründe für den schwindenden Absatz beim Model S geben.

Zuerst einmal kann es sein, dass die Existenz des Model X es komplizierter macht, das Model S zu produzieren.

Tesla warnte im Brief an die Aktionäre im letzten Jahr: „Da Model S und Model X an demselben Fließband gefertigt werden, könnten die neuen Herausforderungen, die das Model X bringen, das Model S beeinträchtigen.“

Auch wenn das Model X schon recht fix gefertigt wird, hinkt es dennoch meilenweit den Erwartungen des Unternehmens hinterher. Also: Die Probleme beim Model X beeinträchtigen das Model S.

Zweitens könnte die Nachfrage nach dem Model S auch einfach schon gesättigt sein. Klar, im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage gestiegen. Aber es kann gut sein, dass sich das im nächsten Quartal schon ändert. Sollte dies der Fall sein, kann Tesla immer noch hoffen, dass das neue Design, das man im April eingeführt hat, sowie der Launch einer günstigeren Ausführung im Juni die Nachfrage doch noch steigert.

Aus der Pressemitteilung von Tesla

Aus der Pressemitteilung von Tesla

Zu guter Letzt ist es gut möglich, dass das Model X seinem Kollegen einfach die Kunden wegnimmt. Eigentlich hatte Tesla ja betont, dass die Einführung des Model X die Nachfrage nach dem Model S steigern sollte, aber die auseinanderklaffenden Bewegungen der Absatzzahlen der beiden Modelle legen schnell das Gegenteil nahe.

Anleger sollten ein wachsames Auge auf den Absatzzahlen des Model S für den Rest dieses Jahres haben. Sollten sich die Rückgänge von Quartal zu Quartal fortsetzen, könnte das heißen, dass die derzeit veranschlagten Vorgaben nicht zu halten sind.

Währenddessen können sich Investoren wenigstens daran erfreuen, dass es bei den Lieferzahlen für X und S zusammen laut Tesla Grund zur Freude geben darf. Tesla ließ im Pressebericht für das Q2 beim Thema Lieferzahlen verlauten, dass derzeit wohl 50.000 Exemplare in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 geliefert werden können. Das wäre fast genau so viel, wie man im ganzen Jahr 2015 geschafft hat.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla Motors.

Dieser Artikel von Daniel Sparks erschien am 12.7.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschsprachigen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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