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3 extrem billige Dividendenaktien: Chevron, Total SA und Mosaic Company

Nichts bringt einen Value-Investor mehr zum Strahlen als ein großartiges Unternehmen mit einer historisch niedrigen Bewertung. Nichts macht einen Dividendeninvestor glücklicher als Aktien eines großartigen Unternehmens mit einer abnormal hohen Rendite. Wenn diese beiden Dinge dann auch noch in derselben Aktie zusammen kommen, dann kann das eine wunderbare Aktie zum Vermögensaufbau ergeben.
Heute möchte ich über drei Unternehmen sprechen, auf die die Beschreibung stabiler Dividendenzahler zu ungewöhnlich niedriger Bewertung passt: Die integrierten Öl- und Gasunternehmen Chevron (WKN:852552) und Total SA (WKN:850727) und der Agrarriese Mosaic (WKN:A1JFWK). Sehen wir uns mal genauer an, warum diese Aktien so bemerkenswert billig sind und warum das ein guter Zeitpunkt zum Kauf wäre.

Nicht nur günstig – historisch günstig

Die großen Ölunternehmen haben im aktuellen Abwärtstrend in der Energieindustrie sehr gelitten. Die meisten wurden unvorbereitet erwischt, als der Ölpreis gesunken ist und sie immer noch jede Menge für große Entwicklungsprojekte ausgegeben haben, die noch nicht abgeschlossen waren. Am schlimmsten hat es dabei wahrscheinlich Chevron erwischt. 2014, als Öl noch sicher über der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel gehandelt wurde, sagte das Management von Chevron, dass mehr als 40 % des eingesetzten Kapitals in Projekten steckte, die noch nichts produzierten. Ein großer Teil davon steckte in den Erdgasprojekten Gorgon und Wheatstone in Australien. Heute steht der Ölpreis bei 50 US-Dollar pro Barrel und diese beiden Projekte sind immer noch nicht bereit.

DATEN VON YCHARTS

DATEN VON YCHARTS

Derart hohe Ausgaben zu haben, um Projekte fertigzustellen, während Öl so billig ist, hat die Wall Street nervös gemacht. Einige glauben, dass Chevron sich übernommen hat und eine Dividendenkürzung kommen wird. Diese Angst hat das Verhältnis vom Kurs zum materiellen Buchwert auf 1,35 gedrückt. Das ist zwar nicht der tiefste Stand in diesem Jahr, aber es liegt immer noch unter der durchschnittlichen Bewertung, die Chevron in den letzten 20 Jahren hatte.

Es bleibt abzuwarten, was 2016 und 2017 mit Chevron passieren wird. Das Unternehmen muss irgendwie die Kosten für seine Projekte aufbringen und das Geld für die Investitionen und Dividenden finden. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass wir uns am niedrigsten Punkt eines Zyklus für den Energiesektor befinden und Chevron dafür bekannt ist, als Dividendenaristokrat seine Ausschüttung mehr als 25 Jahre lang kontinuierlich aufrecht erhalten zu haben. Wenn du also diese schwere Zeit aussitzen kannst und die 4 % Dividendenrendite kassieren willst, dann könnte Chevron eine interessante Investition sein.

Werte wohin das Auge blickt

Wie im Energiesektor hat es auch die Agrar- und Düngemittelindustrie mit einer Überversorgung zu tun, was zu fallenden Preisen geführt hat. Der Unterschied zwischen Energie und Dünger besteht darin, dass die meisten Düngemittel nicht aus Stoffen hergestellt werden, die natürlich zur Neige gehen wie Öl- und Gasquellen. Das ist auch der Grund, warum das Abrutschen bei den Düngemitteln schon seit mehreren Jahren besteht und das hat die Aktie von Mosaic in den letzten fünf Jahren 63 % gekostet.

BILDQUELLE: GETTY IMAGES.

BILDQUELLE: GETTY IMAGES.

Heute wird die Aktie auf demselben Niveau wie der materielle Buchwert gehandelt, was praktisch heißt, dass die Vermögenswerte des Unternehmens nur das wert sind, was sie bei einem Verkauf ergeben würden. Scheint etwas hart für einen der größten Düngemittelhersteller der Welt.

Es gibt auch viele Gründe, warum die Düngemittelproduktion in den nächsten Jahren Probleme haben wird. Es ist schwer, die Überversorgung zu eliminieren, besonders bei einem Produkt, das so wichtig für unser Grundbedürfnis nach Nahrung ist. Es ist aber auch so, dass der wachsende Bedarf nach Nahrungsmitteln langfristig auch die Nachfrage nach Düngemittel erhöhen wird und damit werden auch die Hersteller sehr gefragt sein. Ein weiterer Grund besteht darin, dass die Situation für Mosaic vielleicht nicht so schlimm ist, wie immer kolportiert wird. Das Unternehmen ist immerhin sowohl auf Einnahmensbasis als auch auf Cashflowbasis in den letzten Jahren profitabel geblieben. Wenn das Unternehmen auch mit den aktuellen Preisen zurecht kommt, dann sollte es auch im Stande sein, diese lange Schlappe bei den Preisen für Dünger aussitzen zu können. Mit einer Dividendenrendite von 4,3 % bezahlt dich Mosaic sogar für deine Geduld.

In den selben Gewässern, aber nicht im selben Boot

Wie Chevron wurde auch Total SA von den fallenden Ölpreisen kalt erwischt und die Sorgen, dass der Cashflow nicht mehr mit den Ausgaben und der Dividende mithalten kann. Aber im Gegensatz zu Chevron hat das Unternehmen deutlich bessere Arbeit geleistet und einige seiner größten Entwicklungsprojekte inzwischen abgeschlossen. Allein 2015 erhöhte das Unternehmen seine Produktion um 9 %. Nach den Standards der großen Ölunternehmen ist das eine ganze Menge. Dieser große Anstieg bei der Produktion war auch ein Grund, warum die Nettoeinnahmen von Total nur um 18 % eingebrochen sind, während Chevron und der Rest der integrierten Öl- und Gasunternehmen es mit mehr als 40 % zu tun hatten.

Obwohl Total gezeigt hat, dass es sich in einer weit besseren Situation befindet als viele seiner Konkurrenten in Bezug auf die Gewinne und auch die Ausgaben für die nächsten Jahren drastisch reduziert hat, hat die Wall Street immer noch Vorbehalte. Die Aktie wird mit dem 1,3fachen der materiellen Buchwerte gehandelt und liefert eine Dividende von attraktiven 5,75 %. Das ist nicht der absolute Tiefpunkt für die Aktie von Total, aber das ist immer noch deutlich unter dem historischen Stand der letzten 20 Jahre.

Der vielversprechendste Aspekt von Total als Investment im Vergleich zu anderen integrierten Öl- und Gasunternehmen besteht darin, dass das Unternehmen seine Kostenstruktur herabsetzt, ohne die künftigen Gewinne dabei zu beschneiden. Das Management schätzt, dass man die Produktion jährlich um 4 % bis 2019 erhöhen kann und Kostendeckung bei 40 US-Dollar pro Barrel erreicht wird. Wenn das der Fall ist, dann sollte das Unternehmen extrem gut für die Zukunft aufgestellt sein und unter diesem Gesichtspunkt sieht die Aktie auch unglaublich billig aus.

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Motley Fool empfiehlt Chevron und Total.

Dieser Artikel wurde von Tyler Crowe auf Englisch verfasst und wurde am 12.07.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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