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Ist es zu spät Facebook-Aktien zu kaufen?

Foto: Facebook

Facebook (WKN:A1JWVX) ist ein erfolgreiches Geschäft und über die letzten paar Jahre haben die Aktien den Investoren beeindruckende Gewinne beschert. Im Mai 2012 hatte das soziale Netzwerk seinen IPO zu einem Preis von 38 US-Dollar pro Aktie. Zum Zeitpunkt dieses Schreibens wird Facebook um knapp 116 US-Dollar pro Aktie gehandelt, ein Nettogewinn von über 205 % in einem relativ kurzen Zeitraum.

Jedoch ist die vergangene Performance keine Garantie für zukünftige Ergebnisse, und Investmententscheidungen sollten mit dem Blick durch die Windschutzscheibe getroffen werden, nicht mithilfe des Rückspiegels. Facebook wird über seiner durchschnittlichen Bewertung gehandelt, welches die Erwartungen der Investoren für das nachhaltige Unternehmenswachstum reflektiert, dennoch ist die Aktie gefährdet, wenn es die erwartete finanzielle Performance nicht erreicht. Ist jetzt eine gute Zeit Facebook Aktien zu kaufen, oder ist der beste Teil des Unternehmens schon Vergangenheit?

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Feuer aus allen Kanonen

Zum Ende des ersten Quartals hatte Facebook 1,65 Milliarden monatlich aktive Nutzer, eine Steigerung von 15 % im Jahresvergleich. Monatlich mobile Nutzer betrugen 1,51 Milliarden, eine 21 %-ige Steigerung im Vergleich zur selben Periode in 2015. Dieses Wachstum sagt viel über Facebooks führende Position in Social Media aus.

Für Investoren formte das Management diese wachsende Nutzerbasis in eine Umsatz- und Ertragssteigerung um. Der Gesamtgewinn betrug im letzten Quartal 5,4 Milliarden US-Dollar, eine 52 %-ige Steigerung in Form von US-Dollar, und ein 63 %-iger Sprung durch die konstante Währungsgrundlage. Während andere Unternehmen in Social Media darum kämpfen ihre Umsätze in Gewinne umzuwandeln, hat Facebook ein weitgehend profitables Geschäftsmodell: Das Unternehmen berichtete im letzten Quartal eine 37 %-ige operative Marge.

Mobile Werbung ist ein Schlüsselsegment in der Industrie der Online Werbung. eMarketer prophezeit, dass Mobile bis 2019 69,9 % aller Online Werbung in den Vereinigten Staaten ausmachen wird, eine Steigerung von 52,4 % im Vergleich zum letzten Jahr. Facebook expandiert zunehmend in diesem Segment. 82 % des Umsatzes machte das Unternehmen im letzten Quartal aus Mobile Werbung, eine Zunahme von 73 % im Vergleich zum selben Quartal im letzten Jahr.

Laut Schätzungen von eMarketer ist Facebook in Sachen Mobile Werbung knapp hinter Alphabets Google, aber das soziale Netzwerk ist gegenüber dem Suchmaschinen-Giganten auf dem Vormarsch. Alphabet besitzt 31,7 % des Mobile Werbung Marktes in den Vereinigten Staaten, gefolgt von Facebook mit 19,2 %, während Twitter mit einem Marktanteil von 4 % sich auf den dritten Platz distanziert.

Facebook profitiert von einer Vielzahl von Wachstumstreibern. Die Nutzerbasis wächst stetig weiter und im Laufe der Zeit macht Facebook mehr Geld pro Nutzer. Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer war im letzten Quartal 3,32 US-Dollar, eine 33 %-ige Steigerung im Jahresvergleich.

Instagram hat 500 Millionen monatliche Nutzer, und 300 Millionen von denen sind täglich auf der Plattform aktiv. Die Größe der Nutzerbasis hat sich über die letzten zwei Jahre verdoppelt und über 200.000 Inserenten verwenden Instagram. Die visuelle Sprache von Instagram macht es speziell für Inserenten interessant und das Unternehmen ist noch in der Anfangsphase, wenn es darum geht sein Geschäft zu monetisieren.

Facebook ist auch ein Top Spieler im Messaging Bereich. WhatsApp hat über 1 Milliarde Nutzer, während der Facebook Messenger mehr als 900 Millionen Nutzer hat. Einschließlich dieser beiden Services werden über 60 Milliarden Nachrichten jeden Tag versendet. Facebook hat noch nicht damit angefangen sein Messaging-Geschäft zu monetisieren, welches langfristig weitere Möglichkeiten bieten würde.

Ist es zu spät zu kaufen?

Facebooks Marktkapitalisierung beläuft sich auf 336 Milliarden US-Dollar, was es zum 7. größten Unternehmen im S&P 500 macht. Dagegen hat Alphabet eine Marktkapitalisierung um die 474 Milliarden US-Dollar, während Twitter nur 11,8 Milliarden US-Dollar wert ist. Größere Unternehmen tendieren dazu sich langsamer im Markt zu bewegen und das könnte Facebook die Arbeit erschweren, für Investoren zukünftig dieselben Gewinne zu produzieren, wie es die letzten Jahre getan hat.

2016 erwartet Facebook einen Umsatz von 26 Milliarden US-Dollar, während Analysten 87 Milliarden US-Dollar von Alphabet erwarten. Facebook generiert relativ gesehen nur 30 % vom Umsatz von Alphabet, also hat das Unternehmen noch deutlich Raum zum Wachsen, falls es von seinem größeren Rivalen Marktanteil stehlen kann.

Die durchschnittliche Prognose von Wallstreet-Analysten, hinsichtlich Facebooks Einnahmen pro Aktie, betragen 3,56 US-Dollar für 2016 und 4,60 pro Aktie für 2017. Unter diesen Annahmen würde Facebook zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 32,5 für 2016 und 25,2 für 2017 gehandelt werden. Das bedeutet, dass Investoren weiterhin von den Unternehmen erwarten, dass es eine überdurchschnittliche, finanzielle Performance in der Zukunft liefert. Hier ist aber noch zu notieren, dass es hart wird diese hohen Erwartungen zu erfüllen.

Facebook Aktien werden sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich nicht so gut schlagen, wie es seit dem IPO getan hat. Nichtsdestotrotz arbeitet Facebook an Bereichen wie Nutzerwachstum und finanzielle Performance, und das Unternehmen hat noch Raum zum Wachsen in Segmenten wie Mobile Werbung, sowie die Monetisierung von Plattformen wie WhatsApp, Messenger und Instagram. Solange Mark Zuckerburg und sein Management Team weiterhin gute Karten ausspielen, bieten Facebook Aktien für die kommenden Jahre weiterhin attraktives Potenzial für Investoren.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A Aktien), Alphabet (C Aktien), Facebook und Twitter.

Dieser Artikel wurde von Andrés Cardenal auf Englisch verfasst und wurde am 11.07.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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