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Warum einige Investoren miserabel sein müssen

Foto: Pixabay, steenml

Eine gute Sache an der Apollo Mission war der Satz: „Wenn wir einen Mann auf den Mond schicken können, dann können wir sicher auch…“. Es schürte den Optimismus, dass wir fast jedes komplexe Problem lösen können.

Richtig?

Falsch.

Das wird niemals geschehen, zumindest nicht einheitlich.

Am Finanzmarkt gibt es eine bruchfeste Regel und sie ist mindestens so wichtig, wie auch deprimierend: Einige Menschen müssen einfach schlechte Erfahrungen machen. Keine Technologie oder Ausbildung wird das je ändern. In einhundert Jahren werden sich genauso viele Investoren ins Bein schießen wie heute, und wie die letzten 100 Jahre.

Hier zwei Punkte (von denen keiner umstritten ist), die zeigen wieso das so ist.

Der Erste: Aktien sind und werden immer ein volatiles Chaos sein. Sie müssen so sein.

Wenn es keine Auf- und Abschwünge gäbe, keinen Bärenmarkt oder unbändige Blasen, keine unerklärlichen Abverkäufe, und Aktien, die Jahr für Jahr einfach zufällig angetrieben werden, dann würde etwas Unvermeidbares passieren: Jeder würde sein Geld in Aktien stecken. Warum solltest du nicht? Wenn es keine Nachteile gibt und Aktien, im Vergleich zu Bargeld oder Anleihen, höhere Rendite anbieten, wärst du verrückt, wenn du nicht jeden Cent in Aktien steckst, und obendrein eine Hypothek auf dein Haus aufnimmst, um noch mehr zu investieren. Sobald das passiert, würden Preise steigen und Aktien würden extrem teuer werden. Und nachdem sie teurer wurden, wie uns die Geschichte zeigt, bleibt die Volatilität nicht aus. Ein unvermeidbares Ringen um die schlimmsten Schlagzeilen würde beginnen und die Realität stößt auf die Erwartungen.

Das Paradoxe daran ist, dass sobald du null-Volatilität am Aktienmarkt versprichst oder wenn die Menschen anfangen zu glauben, dass das der Fall ist, dann wird die Lunte für künftige Volatilität angezündet. Gar keine Kurseinbrüche erhöht die Chance auf einen zukünftigen Kurseinbruch. Das ist der Grund warum der Markt immer volatil sein wird.

Der zweite Punkt ist das Verstehen von Volatilität. Experten sagen oft „Menschen verkaufen, wenn Aktien tief stehen“, aber es ist eigentlich genau das Gegenteil. Aktien gehen runter, weil Menschen verkaufen. Der Grund wieso es Marktvolatilität gibt ist, dass viele Menschen aus den Aktien flüchten, sie verkaufen und damit den Preis runtertreiben.

Also ist Volatilität ein fundamentaler Bestandteil davon, wie der Markt funktioniert und Volatilität ist nur die Darstellung davon, dass Menschen schlechte Erfahrung mit Aktien machen. Das ist der Grund wieso der Schmerz, das Leiden, die Enttäuschungen und schlechtes Verhalten niemals weggehen werden. Es kann einfach nicht. Sogar in 10, 20, 50 und 100 Jahren werden Menschen Geld am Aktienmarkt verlieren.

Zwei Dinge werden passieren, wenn du diese Tatsachen akzeptierst.

Das Eine ist, dass Volatilität eine neue Bedeutung bekommt. Jeder Abschwung wird von zwei Reaktionen gefolgt: „Ich bin überrascht, dass das passiert ist“ und „Wieso passiert das?“. Beide Fragen werden durch die Akzeptanz der Realität von Volatilität beantwortet. Keiner sollte überrascht sein, wenn der Markt fällt. Wenn er niemals fallen würde, würde es so teuer werden, dass keiner mehr daran interessiert wäre, was ihn weiter fallen lassen würde. Also ist die Antwort zu „Wieso passiert das?“ eigentlich ganz einfach. Es passiert, weil immer mal wieder die Geduld von jemanden ans Limit gestoßen ist und er nun einer von den Menschen sein möchte, die nicht länger an Aktien interessiert sind. Es war schon immer so und wird immer so sein.

Der Zweite ist ein Ratgeber für Besserungen. Manche Menschen werden aus Aktien verschreckt und der sicherste Weg, mit dem du deine Erfolgschancen verbessern kannst, ist alles Mögliche in Bewegung zu setzen, um nicht einer von denen zu sein. Das bedeutet: genug liquide Mittel zu haben, um die unvermeidliche Zeitspanne voller Enttäuschungen zu überbrücken, brauchbare Kenntnisse über die Häufigkeit von Markteinbrüchen zu haben, Ziele die mindestens 5-10 Jahre in die Zukunft reichen und eine fast krankhafte Fähigkeit sich nicht über die kurzfristigen Ereignisse am Markt zu scheren. Die gute Nachricht ist, dass es immer einfacher wird, wenn du die Realität von Volatilität akzeptiert hast.

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Dieser Artikel wurde von Morgan Housel auf Englisch verfasst und wurde am 30.06.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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