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Warum die großen Ölfirmen noch lange im Geschäft bleiben werden

Foto: Pixabay, lalabell68

Ist das Ende nahe für die großen Ölunternehmen? Werden die Ölpreise einbrechen, was ist mit den amerikanischen Frackingproduzenten, der Ohnmacht der OPEC und der Bedrohung durch Klimawandelgesetze?

Das ist alles möglich. Aber genau wie die düsteren Prognosen vor 15 Jahren schon falsch waren, wird sich auch diesmal zeigen, dass die Ölindustrie widerstandsfähiger ist als die häufigen Nachrichten, ihr Ende wäre gekommen.

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Obwohl diese Probleme beträchtlich sind, sieht dieser Foolishe Investor genug Gründe, warum die großen Ölfirmen den Erfolg der Zigarettenunternehmen wiederholen, den Gesetzen trotzen und jahrzehntelang noch florieren können.

Angebot und Nachfrage

Die positivste Nachricht für die Ölproduzenten besteht darin, dass die fallenden Ölpreise seit Mitte 2014 nicht von der fallenden Nachfrage sondern von dem höheren Angebot kommen. Die niedrigen Preise haben die Gewinne der Produzenten zwar trotzdem getroffen, aber sie können sich damit trösten, dass die Kunden immer noch rekordverdächtig viel Öl wollen.

Diese hohe Nachfrage wird wohl auch nicht so schnell wieder weggehen, da die Internationale Energieagentur einen Anstieg der weltweiten Nachfrage um 6 % allein in den nächsten fünf Jahren vorhersagt.

Es ist aber auch höchst unwahrscheinlich, dass Jahre stetigen Wachstums immer ununterbrochen so weiter gehen werden. Ob die OPEC endlich die Produktion beschränkt oder in Nigeria und Venezuela weniger produziert wird, die weltweite Ölproduktion war – und wird – immer solchen plötzlichen und starken Fluktuationen unterliegen, bei denen die Preise dann auf einmal stark steigen.
Ist das das Ende?

Viele Kommentare stellen heraus, dass das Einstiegsniveau für günstige amerikanische Frackingtechnik den ölproduzierenden Ländern und den großen Ölfirmen bei der Preisgestaltung das Leben schwer machen könnten.

Obwohl Fracking große Bodenschätze nutzbar macht, die vorher einfach nicht wirtschaftlich nutzbar waren, gibt es politischen Widerstand auf der ganzen Welt. Hinzu kommt, dass es in diesem Bereich keine Erfahrungswerte gibt, die Quellen eine relativ kurze Lebensdauer haben und die hohen Schulden der kleinen und großen Produzenten es zweifelhaft machen, ob Fracking den großen Ölfirmen wirklich so sehr schaden kann.

Selbst wenn die amerikanischen Fracking-Unternehmen wirklich so viel ausrichten könnten, scheinen die großen Ölfirmen sich schon auf die neue Ära mit Preisen unter 100 US-Dollar pro Barrel eingestellt haben. Die Bosse von BP, Shell und anderen peilen Kostendeckung bei unter 60 US-Dollar pro Barrel an. Das ist beeindruckend, wenn man bedenkt, dass sei auch Milliarden von Dollar jeden Monat für Dividenden und Rückkäufe ausgeben.

Aber selbst wenn Big Oil erfolgreich durch diese kurzfristigen und mittelfristigen Probleme manövriert, was ist wenn die Regierungen beim Klimawandel handelt und erneuerbare Energie in 20 oder 30 Jahren das Ende dieser Industrie bedeutet?

Vielleicht in einer perfekten Welt, die zur Zusammenarbeit fähig wäre, um die Bedrohung durch die steigenden Temperaturen abzuwenden. Aber wenn wir uns die durchwachsenen Ergebnisse von Verträgen wie dem Kyoto-Protokoll ansehen und das einen Anhaltspunkt liefern kann, wie das Paris-Abkommen laufen wird, dann erwarte ich nicht, dass die Ölfirmen in naher Zukunft Probleme mit den Behörden haben werden.

Zeit für was Neues?

Viele der größeren Verschmutzer wie die USA und Großbritannien versuchen, ihre Emissionen zu senken. Aber ein großer Teil davon wird den schmutzigeren fossilen Brennstoffen zufallen, wie Kohle. Öl wird auch davon profitieren, wenn entwickelte Länder von Kohle auf Erdgas umsteigen, das die großen Ölunternehmen ja auch in großen Quantitäten produzieren.

Erneuerbare Energien haben noch einen langen Weg vor sich, bevor sie Öl und Gas wirklich herausfordern können. Die amerikanische Energy Information Administration erwartet, dass erneuerbare Energiequellen bis 2040 nur 17 % der weltweiten Energieversorgung ausmachen werden. 30 % sollen von Öl und über 75 % von fossilen Brennstoffen kommen.

Selbst wenn die erneuerbaren Energien in der entwickelten Welt beliebter werden, die Entwicklungsländer werden in den nächsten Jahrzehnten den größten Energiebedarf haben und sie sind auch eher geneigt, die billigen Quellen der Ölmajors zu kaufen.

Mit ihren weltweiten Produktions- und Liefernetzwerken, einer Reihe von kostengünstigen Vermögenswerten, sehr profitablen Raffineriebetrieben und einem großen Angebot von dem immer beliebteren Erdgas, sind die großen Ölunternehmen gut positioniert, um diese Phase auszusitzen und die Aktionäre immer noch mit hohen Dividenden zu beschenken.

Obwohl der Ölpreis nicht so schnell die Marke von 100 US-Dollar erreichen wird, bin ich immer noch bullisch und glaube, dass die großen Ölfirmen noch lange im Geschäft bleiben werden.

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Dieser Artikel wurde von  auf Englisch verfasst und wurde am 03.07.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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