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Drei Biotech-Aktien, die jetzt unfassbar günstig sind: Acadia Pharmaceuticals, Gilead Sciences und Trevena

Foto: Pixabay, jarmoluk

Das Brexit-Referendum hat die globalen Märkte auf Talfahrt geschickt, aber das ist noch lange kein Grund, jetzt in Panik zu verfallen. Schließlich gibt es immer noch jede Menge solide Aktien, die man jetzt kaufen kann – insbesondere im Biotech-Sektor.

Gerade denke ich beispielsweise darüber nach, mir Aktien von Acadia Pharmaceuticals (WKN:603035), Gilead Sciences (WKN:885823) und Trevena (WKN:A1XDSL) zuzulegen. Hier erfährst du, warum:

Bildquelle: GETTY IMAGES.

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Börsenexperten haben gemischte Gefühle gegenüber Acadia

Vermutlich ist der Hauptgrund für Acadias volatilen Aktienkurs der vergangen Jahre die gemischte Gefühlslage der Analysten gegenüber dem erst jüngst zugelassenen Parkinson-Medikament Nuplazid. Obwohl das Management des Biotech-Unternehmens den Großhandelspreis auf beachtliche 23.400 US-Dollar pro Jahr gesetzt hat, reichen die Verkaufsprognosen der Analysten für das Jahr 2017 von einem Tiefstwert von 20 Mio. US-Dollar bis hin zur optimistischsten Einschätzung von 319 Mio. US-Dollar.

Im Mittelpunkt dieser Debatte steht die Frage darüber, wie bereitwillig Ärzte das neue Medikament aufgrund einiger offener Fragen bezüglich seiner Sicherheit verschreiben werden. Die US-Arzneimittelaufsicht hat in seiner internen Überprüfung des Zulassungsantrags des Medikaments auf den deutlichen Anstieg der Todesfälle bei Nuplazid-Patienten im Vergleich zu Patienten der Phase-III-Kontrollstudie hingewiesen.

Nuplazid wurde für die Behandlung einer verheerenden Störung des zentralen Nervensystems entwickelt und momentan gibt es kein anderes, von der US-Arzneimittelbehörde zugelassenes Medikament zur Behandlung der Parkinson-Krankheit. Deswegen bin ich vorsichtig optimistisch, dass das Medikament letztendlich ein Verkaufsschlager werden kann; oder vielleicht sogar mehr als das. Dies würde die einstimmige Prognose der Analysten über einen Kursgewinn der Acadia-Aktie von über 50 % innerhalb des nächsten Jahres glaubwürdiger erscheinen lassen.

Gilead ist einfach zu günstig

Auch wenn ich bezüglich der Nachhaltigkeit von Gileads enormen Umsatzes mit Hepatitis-C-Produkten nicht zu den größten Optimisten gehöre, ist die Aktie momentan aufgrund der Talfahrt der Biotech-Industrie unfassbar günstig. Gileads Aktie wird nach dem jüngsten Börseneinbruch in Folge des Brexit-Referendums zu einem zwölfmonatigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6 gehandelt. Dies impliziert, dass die Märkte dem Biotech-Unternehmen seine breite klinische Pipeline und gesunden Free Cashflows kaum positiv anrechnen.

GILD DATA BY YCHARTS.

GILD DATA BY YCHARTS.

Blendet man die entsetzlichen Analystenprognosen aus, so glaube ich, dass der größte Grund für den Kauf der Aktie die wachsende Anzahl von Möglichkeiten ist, den jüngster Kurseinsturz in der Biotech-Branche nutzen zu können, um mit der Übernahme einiger kleinerer Unternehmen zu beginnen oder vielleicht sogar einen größeren Deal an Land zu ziehen, um Umsatzzahlen in die Höhe zu schrauben. Es ist kein Geheimnis, dass Gilead in jüngster Vergangenheit Interesse an einigen mittelgroßen Onkologie-Unternehmen gezeigt hat und momentan auf einem Cash-Berg von über 8 Milliarden US-Dollar sitzt.

Alles in allem ist Gilead aufgrund seines –verglichen mit seinen Mitstreitern—extrem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnisses und seiner starken Marktposition im Hinblick auf anstehende Deals momentan eine großartige Aktie für geduldige Investoren.

Die Trevena-Aktie musste viel einstecken, aber das Blatt könnte sich bald wenden

Die Trevena-Aktie hatte bisher kein einfaches Jahr 2016, um es gelinde auszudrücken.

TRVN DATA BY YCHARTS.

TRVN DATA BY YCHARTS.

Jedoch rüstet sich das Small-Cap-Biotech-Unternehmen möglicherweise mit zwei für Anfang 2017 geplanten Veröffentlichung von fortgeschrittenen Versuchsergebnissen für eine beachtliche Wende. Dabei wird Trevena im ersten Quartal des kommenden Jahres Phase-III-Studienergebnisse seines Akut-Schmerz-Medikaments Oliceridine veröffentlichen.

Obwohl ich für gewöhnlich bei Biotech-Unternehmen mit klinischen Entwicklungsprodukten wie Trevena sehr vorsichtig bin, hat diese Aktie meiner Meinung nach das Potenzial eines versteckten Juwels. Kurz gesagt: Oliceridine zielt auf einen Markt ab, der 2014 auf 11 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde und für die Behandlung von akuten Schmerzen besteht ein klarer Bedarf nach Moprhin-Alternativen.

Was diese Aktie zu einem verlockenden Kauf macht, sind meiner Meinung nach die beeindruckenden Ergebnisse der fortgeschrittenen Studien von Oliceridine, in denen es sich im Vergleich zu Morphin als effektiveres und sichereres Schmerzmedikament unter Beweis gestellt hat. Dies bedeutet zwar nicht, dass es auch in den größeren Phase-III-Studien ähnliche Ergebnisse erzielen wird, aber es häufen sich die Anzeichen dafür, dass Oliceridine in der Tat ein effektives Behandlungsmittel bei akuten Schmerzen ist. Falls Trevena demnächst positive Studienergebnisse verkünden kann, wäre ich nicht überrascht, wenn Trevenas Aktienkurs sich verdoppeln würde; und scheinbar teilen Marktanalysten mit einer einstimmigen zwölfmonatigen Kursprognose von 13,67 US-Dollar meine Einschätzung.

Lohnt es sich, eine dieser drei Aktien nun zu kaufen?

Gilead ist dank seiner gigantischen Free Cashflows und eines breiten Produkt- und Entwicklungsportfolios vermutlich die sicherste Wahl dieser drei. Deshalb bin ich der Meinung, dass es sich durchaus lohnt, sich nun im Zuge des Brexit-Ausverkaufs mit Gilead-Aktien zuzudecken.

Acadia und Trevena betreffend glaube ich, dass sich diese zwei Aktien am besten für Investoren mit recht ausgeprägter Risikotoleranz eignen, da keines der zwei Unternehmen momentan viel Umsatz erwirtschaftet und die Investitionsgrundlage beider Unternehmen wie ein Kartenhaus zusammenbrechen könnte. Damit will ich nicht sagen, dass diese zwei Unternehmen momentan keine verlockenden Kaufoptionen sind, aber Investoren sollten trotz des Aufwärtspotenzials der Aktien ihr Risiko nicht ausblenden.

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The Motley Fool empfiehlt und hält Aktien von Gilead Sciences.

Dieser Artikel wurde von George Budwell auf Englisch verfasst und am 05.07.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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