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Das nächste Amazon kommt aus Berlin

Quelle: Pixabay

Kaum zu glauben, aber das Land von VW und Siemens könnte bald sein eigenes Silicon Valley hervorbringen. In Berlin gibt es schon jetzt jede Menge Startups und wenn die Entwicklung so weitergeht, könnte es das wichtigste Technologie-Zentrum Europas werden.

Wenn es dazu kommt, werden neue Unternehmen mit großartigen Wachstumschancen an die Börse gehen, weshalb sich Anleger früh mit dem Trend auseinandersetzen sollten.

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Der Internetmittelstand bietet große Chancen für Anleger

Berlin scheint bisher einen anderen Weg einzuschlagen als das Silicon Valley. Zwar gibt es auch in Deutschland Nachwuchsgenies, die so wie ihre amerikanischen Vorbilder auf der Suche nach dem „Next Big Thing“ sind, aber Berlins Stärke liegt eher darin, die Ärmel hochzukrempeln und systematisch bereits erprobte Modelle umzusetzen.

In vieler Hinsicht verbindet man das Beste aus dem Silicon Valley und dem deutschen Mittelstand. Man ist innovativ und bereit, Neues zu erproben, aber geht dabei systematisch und besonnen vor. Ein gutes Beispiel hierfür ist Zalando (WKN: ZAL111). Anders als bei Whatsapp kann niemand bei einem Online-Versandhändler ein funktionsfähiges Geschäftsmodell auf die Beine stellen, indem ein paar intelligente Programmierer eine besonders benutzerfreundliche App erfinden.

Bei Zalando musste man mühsam eine komplexe und teure Infrastruktur aufbauen und die Investitionen mit einem langen Zeithorizont planen. Geduld und Planung sind die Stärken der deutschen Wirtschaft. Deswegen redet Oliver Samwer, der Gründer der Startup-Schmiede Rocket Internet (WKN: A12UKK), in letzter Zeit oft vom Internetmittelstand. Das ist eine schöne Veranschaulichung, welche Art von Unternehmen zukünftig in Berlin erfolgreich sein werden.

So holt Berlin zu Silicon Valley auf

Trotz des riesigen Potenzials Berlins sollte man nicht unterschätzen, wie weit die Stadt noch von Silicon Valley entfernt ist. Ich bin aber der Meinung, dass es schon erste, sehr positive Anzeichen gibt.

Selbst amerikanische Investoren schauen sich zunehmend außerhalb der USA um, denn Startups in Europa sind meistens deutlich günstiger bewertet. Berlin hat allein schon deshalb einen riesigen Vorsprung, weil die Lebenshaltungskosten dort ein Bruchteil derer im Silicon Valley sind und es keinen so ausgeprägten Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften gibt. Darüber hinaus hat der große europäische Konkurrent London nach dem Brexit sicherlich deutlich an Attraktivität verloren.

Außerdem sollte man nicht unterschätzen, wie stark der Rückkopplungseffekt ist, sobald eine Stadt eine kritische Masse an Startups hat. Wenn es viele Unternehmen auf demselben Fleck gibt, werden sie einerseits miteinander konkurrieren und sich andererseits im Ökosystem gegenseitig stärken. Sobald es dann einige Multimillionäre vor Ort gibt, werden sie wiederum den Standort als Risikokapitalgeber weiter stärken.

„Ich habe noch nie so viel Innovation aus Europa kommen sehen.“

Diesen Satz hat der Chef von Salesforce Ventures kürzlich gesagt. Es ist sicherlich ein gutes Zeichen, dass Berlin und der Rest Europas die amerikanischen Tech-Größen beeindrucken können.

Noch sind nicht viele Berliner Startups an der Börse, aber es könnten in Zukunft deutlich mehr werden. Man kann mit neuen Börsengängen rechnen, sobald die starken Marktturbulenzen wieder nachlassen. Anleger, die das Potenzial deutscher Startups frühzeitig verstehen, haben die Möglichkeit, hohe Gewinne zu machen.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Rocket Internet. The Motley Fool empfiehlt Amazon und Zalando und besitzt Aktien von Amazon.

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