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Mit diesen 4 Tricks können Aktien-Einsteiger (und Profis!) ihre Performance verbessern

Foto: pixabay, Simon

Was macht einen erfahrenen Anleger aus? Bessere Nerven werden immer genannt oder auch ein breites Fachwissen. Es gibt aber noch ein paar andere Dinge, an denen du merkst, dass du anders bist als andere Aktionäre. Dinge, die sich nicht auf den ersten Blick erschließen, die aber einfach Foolish sind und sich wie auf einer Bergwanderung entwickeln …

1) Das Basislager: Du interessierst dich für Unternehmen, aber nicht für die Dinge, die du nicht beeinflussen kannst

Es ist keine Frage: Die Entwicklung volkswirtschaftlicher Faktoren spielt eine wichtige Rolle, auch für die Unternehmen, für die wir uns interessieren und deren Aktien wir kaufen.

Das Zinsniveau ist wichtig für die Geschäfte der Banken, aber auch für verschuldete Unternehmen. Die großen internationalen Konzerne interessieren sich sehr für die Entwicklung der Devisenkurse. Und die Rohstoffpreise sind für das produzierende Gewerbe essentiell.

Aber niemand kann vorhersagen, wie der EZB-Referenzzinssatz in sechs, zwölf oder 24 Monaten aussehen wird. Oder der Dollarkurs. Vom Ölpreis ganz zu schweigen. Und deswegen solltest du das auch gar nicht erst versuchen und deine Anlageentscheidungen danach ausrichten.

Stattdessen solltest du dich um die Dinge kümmern, die du heute schon kennst: Welche Wettbewerbsvorteile hat das Unternehmen, wie sieht es mit dem Management aus, ist der Aktienkurs attraktiv?

Damit wirst du auf deinem Weg zum Gipfel mehr Erfolg haben als mit dem Erraten irgendwelcher Devisenkurse.

2) Der Aufstieg: Du liest möglichst wenig aktuelle Nachrichten

Es gibt immer etwas zu lesen oder zu hören. Der Brexit ist natürlich ein Thema, Negativzinsen, Elektromobilität, der Ölpreis, die Energiewende, Digitalisierung, die Industrie 4.0 und welche Folgen das alles für die Unternehmen haben wird.

Diese Folgen wiederum werden von sogenannten Analysten untersucht, die dann zum Kauf, oder seltener, zum Verkauf von bestimmten Aktien raten und wilde Voraussagen über Märkte und Branchen treffen.

Meine Empfehlung ist, diesen ganzen Lärm auszublenden und bewusst zu ignorieren. Natürlich sollst du dir ein Bild von den Unternehmen, deren Aktien du kaufen möchtest, machen. Aber wenn dieses Bild dann fertig ist, musst du nicht mehr jede Fernsehsendung gucken und jede Schlagzeile lesen.

Im Gegenteil: Gerade dieses Stakkato aus vermeintlichen Informationen verunsichert viele Anleger und bringt sie dazu, schnelle und unüberlegte Entscheidungen zu treffen.

Hinzu kommt, dass beim Investieren unter langfristigen Gesichtspunkten in aussichtsreiche Unternehmen kurzfristige Entwicklungen ohnehin nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Sicher musst du deine Investitionen regelmäßig überprüfen. Die Welt ändert sich heute so schnell, dass der Rat von Altmeister Kostolany, nach einem Aktienkauf zehn Jahre zu schlafen, nicht mehr ratsam ist. Aber ein Übermaß an Informationen ist bei deinem Aufstieg zum Fool-Gipfel eher hinderlich als hilfreich.

3) Der Kamm: Du schaust die Kurse deiner Aktien wochenlang nicht an

Dieser Punkt ergänzt Nummer 2. Ich versuche nicht nur, die ewige Nachrichtenwelle zu ignorieren, sondern ich gucke mir auch zum Teil mehrere Wochen lang die Kurse meiner Aktien nicht an.

Im Zusammenhang mit der Foolishen Art des Investierens macht das auch Sinn: Wir kaufen keine Tickersymbole oder Wertpapierkennnummern. Wir kaufen Anteile an Unternehmen, die wir vorher analysiert haben und die wir für lange Zeiträume halten wollen. Wir kaufen Unternehmen, von deren Entwicklung wir über mehrere Jahre profitieren wollen.

Was interessieren mich da kurzfristige Schwankungen der Kurse? Eben. Gar nicht. Diese gehören zum Geschäft einfach mit dazu. Denn mit den Kursen ist es wie mit den Nachrichten: Wenn die Aktienpreise schwanken, dann können viele Anleger damit nicht umgehen und neigen dazu, aus der Emotion heraus zügig und leichtfertig zu handeln.

4) Der Gipfel: Du freust Dich, wenn die Kurse fallen

Und damit bist du am Gipfel angelangt: Du freust dich, wenn die Börsenindizes fallen, wenn die Internetseite mit der Übersicht über die Börsen von rot dominiert wird, wenn „das Blut in den Straßen fließt“, wie der legendäre Investor Sir John Templeton einmal sagte.

Auf den ersten Blick hört sich das komisch an. Aktien besitzen und dennoch hoffen, dass die Kurse fallen? Ist es nicht gerade das Ziel, mit Aktien Geld zu verdienen?

Na klar ist es das. Klar ist aber auch, dass wir Foolishen Investoren langfristig denken. Wir kaufen Aktien mit langem Zeithorizont, fünf, zehn oder mehr Jahre. Oder gleich für die Zeit nach dem Erwerbsleben. Diese langen Zeiträume bedeuten allerdings auch, dass wir immer wieder Geld anlegen können, zum Beispiel jeden Monat einen Teil des Einkommens.

Und wer auf der Käuferseite steht, für den gilt das, was der legendäre Investor Warren Buffett sagt:

Immer wenn die Kurse fallen, dann gefällt mir das. Denn ich kaufe gerne günstig.

Das ist der Grund, warum ich mich über rote Zahlen an der Börse freue: Ich kann gute Unternehmen günstiger kaufen als wenn die Kurse zuvor lange gestiegen sind. Erwähnt sei aber auch, dass das bei Anlegern, die verkaufen wollen, etwa bei Rentnern, anders aussieht und dass man immer etwas Geld in der Hinterhand braucht, um die Gelegenheiten, die der Aktienmarkt immer wieder bietet, ausnutzen zu können.

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