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3D-Druck: Sind 3D Systems und Stratasys Schnäppchen?

Foto: The Motley Fool

In den letzten Jahren brauchte man als Investor beim 3D-Druck starke Nerven und eine hohe Schmerzgrenze. Seit Beginn 2014 laufen 3 D Systems (WKN:888346) und Stratasys (WKN:A1J5UR) dem S&P 500 mit erschreckendem Abstand hinterher.

3D SYSTEMS GESAMTRENITE DATEN VON YCHARTS.

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Für langfristige Investoren können große Einbrüche eine Kaufgelegenheit darstellen, wen die Fundamentaldaten intakt sind. Daher wollen wir und einmal ansehen, ob diese beiden Aktien jetzt Schnäppchen sind.

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3D Systems

Aktuell wird das Unternehmen mit 1,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Marktkapitalisierung von 3D Systems war seit Anfang 2012 nicht mehr so niedrig. Jetzt wird die Aktie mit dem 30fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Im Vergleich dazu wird der Russell 2000-Index, der sich auf Small Caps konzentriert, mit einem künftigen KGV von 18 gehandelt. Einfach gesprochen, die Aktie von 3D Systems wird um 66 % höher als das durchschnittliche Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung gehandelt.

Nach anderen beliebten Kennzahlen ist 3D Systems auch kein Schnäppchen.

Kennzahl Stratasys Russell 2000 Prämie/ Rabatt
KG-Wachstums-Verhältnis 4 2,6 53,80 %
KUV 2,4 1,2 100 %
KBV 2,4 2,1 14,30 %

DATENQUELLE: YAHOO! FINANCE, FTSE,UND ISHARES.

Wenn eine Aktie teurer als der Vergleichsindex ist, dann könnte man meinen, das Unternehmen hätte sich gut entwickelt und würde die Erwartungen der Investoren erfüllen oder übertreffen.

Doch leider war 3D Systems seit dem Hoch nur noch eine Aneinanderreihung von Enttäuschungen. Es gab jede Menge Probleme bei der Umsetzung, angefangen mit Verzögerungen bis hin zu Problemen bei der Qualitätskontrolle und ineffizientem Kapitaleinsatz. Rückblickend ist es klar, dass der ehemalige CEO Avi Reichental mit seiner Strategie, im Lauf mehrerer Jahre 10 bis 15 Unternehmen zu kaufen, das Management davon abgehalten hat, das Tagesgeschäft effektiv zu managen.

VYOMESH JOSHI. BILDQUELLE: LINKEDIN.

Vor Kurzem hat das Unternehmen begonnen, klar Schiff zu machen und hat dabei Reichental durch Vyomesh Joshi ersetzt, der 32 Jahre Führungskraft bei HP war und die das 26-Milliarden-Dollar-Druckgeschäft 11 Jahre lang geleitet hatte. Während dieses Zeitraums war Joshi zum großen Teil dafür verantwortlich, dass die operativen Gewinne verdoppelt werden konnten. Seit seiner Amtsübernahme im April wurden auch ein neuer CFO, COO und CMO eingesetzt. Laut 3D Systems waren diese Umwälzungen Teil des dreiteiligen Plans, um das Unternehmen neu aufzustellen und um die strategischen Wechsel zu unterstützen.

Stratasys

Wie bei 3D Systems ist auch die Marktkapitalisierung von Stratasys von 1,2 Milliarden US-Dollar seit 2012 nicht mehr so niedrig gewesen. Die Aktie wird mit dem 32fachen der erwarteten Gewinne bewertet, was eine Prämie von 77,8 % verglichen mit dem Russell 2000 entspricht. Trotzdem wird Stratasys vorteilhafter bewertet als 3D Systems.

Kennzahl Stratasys Russell 2000 Prämie/ Rabatt
KG-Wachstums-Verhältnis 0,9 2,6 (65,4 %)
KUV 1,8 1,2 50 %
KBV 1 2,1 (52,4 %)

DATENQUELLE: YAHOO! FINANCE, FTSE UND ISHARES.

Die Probleme bei Stratasys nahmen im letzten Jahr überhand, als die Nachfrage der Industriekunden und Profis für die Drucker merklich geringer wurde und die Verbrauchersparte, MakerBot, Schwierigkeiten hatte. Grund dafür waren Probleme mit der Zuverlässigkeit bei Smart Extruder, einem 3D-Druckkopf, der in allen Modellen der fünften Generation eingeführt worden war. Stratasys glaubt, die geringere Nachfrage wäre von dem robusten Wachstum in den vorhergehenden Jahren geschaffen worden, was unweigerlich dazu führt, dass die Kunden jetzt höhere Kapazitäten haben, als sie brauchen.

Während das Unternehmen darauf wartet, dass sich die Nachfrage wieder erholt, arbeitet Stratasys daran, das Unternehmen neu zu organisieren, die Kosten zu senken, die Umsetzung zu verbessern und die Qualität zu erhöhen. Obwohl der Prozess langsam verläuft und sich in den Quartalsergebnissen kaum zeigt (vielleicht weil die Nachfrage sich noch nicht erholt hat), hat Stratasys den Smart Extruder+ für die MakerBot-Drucker vor einigen Monaten eingeführt, der die Zuverlässigkeitsprobleme des Vorgängers ins Visier nimmt. Vor Kurzem hat das Unternehmen angekündigt, dass CEO David Reis sich Ende des Monats zurückziehen wird und vom langjährigen Vorstandsmitglied Ilan Levin ersetzt wird.

Die Unsicherheit eines Schnäppchens

Die Herausforderung beim Kauf von Schnäppchen besteht darin, dass die Investoren oft darauf wetten, dass ein Unternehmen eine erfolgreiche Trendwende vollziehen kann, was aber unsicher ist. Technisch gesehen ist Stratasys billiger als 3D Systems bei den meisten Kennzahlen, aber das macht die Aktie nicht notwendigerweise zu einem Schnäppchen. Es ist auch nicht so, dass die Fundamentaldaten von Stratasys unverändert geblieben sind, als die Aktie abgeschmiert ist. Die Nachfrage hat sich aber abgeschwächt und das Unternehmen befindet sich in einem wahrscheinlich noch längeren Umstrukturierungsprozess.

Aufgrund dieser Unsicherheiten bei der Umstrukturierung und Nachfrage, die auch 3D Systems betrifft, würde ich keine der beiden Problemaktien ein Schnäppchen nennen.

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Motley Fool empfiehlt 3D Systems und Stratasys.

Dieser Artikel wurde von Steve Heller auf Englisch verfasst und wurde am 25.06.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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