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Aktien im Rückblick: Entspannung nach Brexit-Schock, RWE auf Erholungskurs, Deutsche Bank auf Rekordtief

In der zu Ende gehenden Woche mussten die Marktteilnehmer das Ergebnis der Volksabstimmung über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union verdauen.

Bereits am Freitag der Vorwoche waren die Börsen weltweit eingebrochen, weil offenbar niemand wirklich mit einem „Ja“ zum Brexit gerechnet hatte. Kein Wunder also, dass auch am Montag die Aktienkurse nach unten gingen. Erstaunlich schnell setzte jedoch eine Erholung ein, die bis Freitag andauerte.

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Trotzdem ergibt sich für den DAX im Monat Juni ein Minus von 5,7 %. Seit Beginn des Jahres hat der Index rund 10 % verloren…

Was war an der Börse los?

Am Montag schickten die vom Brexit-Votum verunsicherten Marktteilnehmer den DAX (WKN:846900), der bereits in der Vorwoche nach der Bekanntgabe des britischen Abstimmungsergebnisses stark gefallen war, erneut gen Süden. Der deutsche Leitindex verlor 3,0 % auf 9.268 Zähler.

Europaweit drückten die Akteure bei Bankaktien auf die Verkaufstasten. In Frankfurt verlor die Aktie der Deutschen Bank (WKN:514000) 6,2 %. Die Anteilscheine der Commerzbank (WKN:CBK100) gaben 5,4 % ab und die im MDAX (WKN:847741) gelistete Deutsche Pfandbriefbank (WKN:801900) verbilligte sich um 8,0 %.

Aber es gab auch Gewinner: Die Titel des Immobilienkonzerns Vonovia (WKN:A1ML7J) legten 2,4 % zu und setzten sich damit unangefochten an die DAX-Spitze. Begründet wurde der Kursanstieg mit der Hoffnung auf die Brexit-bedingte Verlagerung von Bankpersonal von London nach Frankfurt. Dies, so die Logik einer Kaufempfehlung einer US-Investmentbank, stärke die Position des Unternehmens.

Ans untere DAX-Ende verschlug es die Aktie der Lufthansa (WKN:823212), die bei Handelsschluss ein Minus von 8,3 % verbuchte. Auch an dieser Kursbewegung war eine US-Investmentbank nicht ganz unbeteiligt. Deren Analysten hatten nämlich ihre Verkaufsempfehlung für die Kranich-Airline bekräftigt und dies mit dem nach dem britischen EU-Austritt zu erwartenden Rückgang der Nachfrage nach Bahn-, Flug- und Pauschalreisen begründet.

Am Dienstag gewannen die Schnäppchenjäger auf dem Frankfurter Parkett die Oberhand. Das Börsenbarometer stieg um 1,9 % auf 9.447 Zähler. Auch anderswo in Europa erholten sich die Kurse etwas und in den USA ging es ebenfalls leicht aufwärts.

An die Spitze der deutschen Standardwerte setzte sich die zuvor arg gebeutelte Aktie von RWE (WKN:703712), die von einer Kaufempfehlung durch eine französische Großbank profitierte und sich um 4,7 % verteuerte. Die Allianz (WKN:840400) gewann 3,2 % und die Deutsche Börse (WKN:581005) verbesserte sich sogar um 4,3 %.

Sehr unerfreulich lief es im MDAX bei K+S (WKN:KSAG88). Der Düngemittelproduzent hatte bereits am Montag die Anleger mit einer Gewinnwarnung enttäuscht und war um rund 12 % eingebrochen. Am Dienstag verloren die Titel weitere 3,6 %.

Am Mittwoch setzte der DAX seinen Erholungskurs fort und zog um 1,8 % auf 9.612 Punkte an. Besonders gefragt waren die Versorger E.ON (WKN:ENAG99) und RWE die mit Aufschlägen von mehr als 4,5 % die Blue-Chip-Liste anführten. Als unterstützend erwiesen sich Pressemeldungen, laut denen die Bundesregierung in ihrem „Klimaschutzplan 2050“ nun doch keine konkreten Ziele für den Kohleausstieg festschreiben will.

Wenn ein Unternehmen Kunden verliert, profitiert die Konkurrenz davon. So dachten wohl einige Parkettakteure und schoben den Kurs von Adidas (WKN:A1EWWW) um 2,6 % an, nachdem der US-Sportausrüster Nike einen Verlust von Marktanteilen in den USA gemeldet hatte.

Am Donnerstag gab es positive Meldungen zur deutschen Konjunktur: Die Nachrichtenticker vermeldeten den Rückgang der Arbeitslosigkeit auf den tiefsten Stand seit 25 Jahren und einen deutlichen Anstieg der Einzelhandelsumsätze im Mai.

Trotzdem sah es zunächst so aus, als ob dem deutschen Leitindex nach der Klettertour der Vortage die Puste ausginge. Letztlich schaffte der DAX aber ein Plus von 0,7 % und notierte beim Handelsschluss mit 9.680 Punkten. Besonders gut lief es bei der RWE-Aktie, die mit 6,8 % den größten Kursanstieg im DAX schaffte und damit ihre Verluste nach dem Brexit-Entscheid vollständig wieder aufholte.

Keinen Grund zur Freude hatten hingegen die Aktionäre der Deutschen Bank: Das Institut ist zum zweiten Mal durch den Stresstest der US-Notenbank gefallen. Die Papiere des einstmals vornehmen Geldhauses verloren 2,65 % und erreichten einen neuen Tiefstkurs.

Am Freitag schaffte der DAX sogar den Sprung über die 9.700er-Marke und legte bis 15:35 Uhr um 0,9 % zu.

Wie geht es weiter?

Am Montag (04.07.) informieren uns die Statistiker über die Entwicklung der Erzeugerpreise in der Euro-Zone im Mai. Die europäischen Börsen müssen ohne Impulse von der Wall Street auskommen, weil die New Yorker Börse wegen des US-Nationalfeiertags geschlossen bleibt.

Am Dienstag (05.07.) werden Mai-Daten zu den Einzelhandelsumsätzen im Euro-Raum und zu den Auftragseingängen bei der US-Industrie veröffentlicht. Am Vormittag gibt’s die endgültigen Juni-Werte der Einkaufmanagerindizes des Dienstleistungsgewerbes für China, Japan, Deutschland und die Euro-Zone.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein angenehmes Wochenende!

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Nike.

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