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7 erstaunliche Zahlen, die zeigen, was seit dem Brexit-Referendum passiert ist

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Es ist vielleicht noch zu früh, aber die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, könnte als der Tropfen in die Geschichte eingehen, der das Fass in der EU zum Überlaufen gebracht hat.

In einer unglaublichen Abstimmung gaben 72,2 % der 46,5 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. 51,9 % waren dafür, die EU zu verlassen, 48,1 % wollten bleiben. Die Finanzexperten hatten ein knappes Ergebnis erwartet, aber nur wenige, wenn überhaupt jemand, hatte erwartet, dass die Briten sich gegen den Verbleib in de EU entscheiden würden. Da der Brexit jetzt Realität geworden ist, besteht auch die Möglichkeit, dass andere Länder dasselbe tun könnten.

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Acht erstaunliche Zahlen, die zusammenfassen, was seit dem Brexit passiert ist

Es ist das erste Mal, dass etwas Derartiges passiert, die globalen Märkte haben die Sache nicht gut aufgenommen. Das Investmentumfeld nach dem Brexit war für einige sogar echt eklig. Daher folgen jetzt acht erstaunliche Zahlen, die das belegen.

1. Die 3 großen Banken in Großbritannien haben 46,4 Milliarden US-Dollar verloren

In den beiden Werktagen nach der Abstimmung (Freitag, 24. und Montag 27. Juni) haben die drei größten Banken des Vereinigten Königreichs –  Barclays, Royal Banks of Scotland und Lloyds Banking Group — ein Drittel ihres Wertes verloren oder etwa 46,4 Milliarden US-Dollar. Da noch unklar ist, wie lange der Brexit dauern wird oder ob der Brexit Großbritannien wirklich in die Rezession treiben könnte, wie einige Experten fürchten, werden die Banken diese Unsicherheit zu spüren bekommen. Ganz zu schweigen davon, dass der Brexit jede Möglichkeit auf Zinserhöhungen zerstört. Damit wird auch eine Erhöhung der Nettozinsmarge praktisch unmöglich.

BILDQUELLE: GETTY IMAGES.

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2. PIGS

Das Referendum ist nicht nur ein Problem für Großbritannien. Es könnte sogar noch mehr Probleme für einige EU-Länder bedeuten. Da die EU jetzt als finanziell schwächer ohne Großbritannien angesehen wird, werden die Mitgliedsstaaten mit höheren Schulden wie Portugal, Italien, Griechenland und Spanien – auch PIGS genannt – jetzt sogar noch mehr Probleme bekommen. Während der beiden Tage nach dem Brexit fielen die Aktienindexe in Portugal um 9,2 % in Italien um 15,9 %, in Griechenland um 12,4 % und in Spanien um 14 %.

3. 3 Billionen US-Dollar an globalem Marktwert ging verloren

Der Brexit wird sich nicht nur auf Großbritannien und die EU auswirken. Die Möglichkeit von verpasstem Wachstum in Großbritannien und der EU und die Notwendigkeit, neue Handelsverträge auszuhandeln, könnten zu wirtschaftlicher Instabilität in der ganzen entwickelten Welt führen. An den beiden Werktagen nach dem Brexit wurden weltweit 3 Billionen (mit einem “B”) an Marktwerten ausradiert. Das beinhaltet 2,1 Billionen US-Dollar an Börsenverlusten am Freitag, was noch mehr als der Verlust von 1,9 Billionen US-Dollar vom 29. September 2008 war, als der amerikanische Congress gegen ein Rettungspaket der Wall Street stimmte. Der Absturz des Dow Jones um 610 Punkte vom Freitag stellte den achtgrößten Verlust in der Geschichte dar, obwohl es nur 3,4 % in Prozentpunkten waren.

4. Wir haben die größte Bewegung erlebt, die das britische Pfund jemals vollzogen hat

Die Währungsmärkte machen im Lauf der Zeit große Bewegungen, aber es ist sehr selten, dass sich Währungen mehr als 1 % oder 2 % an einem einzigen Tag bewegen. In ein paar Stunden nach der Brexit-Abstimmung fiel das Pfund im Vergleich zum amerikanischen Dollar von 1,50 auf 1,33 US-Dollar, was gleichzeitig die größte Bewegung darstellt, die beim Pfund jemals festgestellt wurde. Währungen tendieren auch dazu, sich mit wirtschaftlichen Erwartungen zu bewegen, daher könnte der Rückgang eine wirtschaftliche Schwäche anzeigen.

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5. Es wurden bis zu 335 Milliarden US-Dollar Kapitalinfusionen versprochen

Die Bank von England versteht die Situation und die dadurch verursachte Unsicherheit auf den globalen Märkten und hat am Freitag ihre Bereitschaft angekündigt etwa 335 Milliarden US-Dollar (250 Milliarden GBP) aufzuwenden, um die Märkte und Finanzinstitutionen in Großbritannien zu stützten, wenn nötig. Eine ähnliche Nachricht kam von der Europäischen Zentralbank, die sich bereit erklärte, weitere Liquidität bereitzustellen, gab dabei aber keine bestimmte Zahl an.

6. Gold erreichte ein Zweijahreshoch

Während die Märkte untergingen, stiegen die sicheren und defensiven Anlagen. Es gibt vielleicht gerade keine Investition, die gerade mehr nachgefragt ist in Zeiten der Instabilität als Gold. In Q1 hat das Edelmetall schon sein bestes Quartal in 30 Jahren erreicht, aber das war noch nicht alles. Gold erreichte noch 1.364 US-Dollar pro Unze. Damit erreicht das Edelmetall ein Zweijahreshoch und teilt uns damit eine sichtbare Wendung bei der Stimmung unter den Investoren mit. Die Spotpreise haben seither ein bisschen nachgegeben, aber Gold wird immer noch mit 1.320 US-Dollar pro Unze gehandelt und könnte noch weiter steigen.

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7. Mehr als 3,9 Millionen Unterschriften wurde gesammelt, um nochmal abzustimmen

Nach dem Referendum haben 3,9 Millionen britische Bürger eine Petition unterschrieben, in der sie eine Wiederholung des Referendums verlangen. Wir sollten dabei nicht vergessen, dass diese Petition Ende Mai aufgelegt wurde. Das britische Parlament muss Petitionen besprechen, die mehr als 100.000 Unterschriften erreichen. Aber eine zweite Abstimmung scheint zu diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich, außer die Stimmung gegen den Brexit steigt und die globalen Finanzmärkte kriegen Probleme.

Es ist momentan sicher sehr hart für die Investoren, aber die einzige Statistik, die du brauchst, ist, dass von 35 Börsenkorrekturen seit 1950 jede einzelne von einer Rally im Lauf von ein paar Wochen, Monaten oder in einigen Fällen Jahren wieder ausgeglichen wurde. Regelmäßig kaufen, wenn die Kurse unten sind, funktioniert schon seit Jahrzehnten und ich sehe keinen Grund, warum sich das ändern sollte.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und wurde am 29.06.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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