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Lieblinge der Leerverkäufer: Optische Netzwerker QSC und ADVA im Vergleich

Quelle: ADVA Optical Networking

Institutionelle Investoren mit Namen wie WorldQuant, Maplelane oder Ennismore halten stattliche Leerverkaufspositionen auf ADVA Optical (WKN:510300) und QSC (WKN:513700). Die BREXIT-Breitseite drückte passenderweise beide Werte tief ins Minus. Bei beiden besteht jetzt eine günstige Einstiegsgelegenheit. Trotzdem ist einiges zu beachten.

Deshalb sind QSC und ADVA für Leerverkäufer interessant

Bei QSC muss man nur auf die Kennzahlen-Entwicklung blicken, um zu sehen was los ist. Der Umsatz tendiert seit Jahren konsequent nach unten und mit ihm der Gewinn, der in den letzten beiden Geschäftsjahren negativ ausfiel.

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Auch ADVA wies zuletzt ein negatives Ergebnis aus, allerdings bei stark steigendem Geschäftsvolumen. Der Grund sind hier relativ hohe Restrukturierungsaufwendungen in Verbindung mit der Übernahme von Overture im Januar. Außerdem ist der Kurs mit einem Plus von rund 100 % über die letzten eineinhalb Jahre gut gelaufen.

QSC und ADVA sind zwar keine direkten Konkurrenten, aber beide profitieren vom stetig wachsenden Bedarf nach Bandbreite für die Datenkommunikation. ADVA liefert glasfaserbasierte Technologie, während QSC diese nutzt und betreibt.

Das sind die Aussichten von QSC

Was die Deutsche Telekom (WKN:555750) für die kommenden Jahre erwartet, hat QSC schon: ein All-IP-Netz, das die Betriebskosten und Abschreibungen drastisch senkt. Erfolge sind bereits sichtbar, im ersten Quartal 2016 konnte endlich wieder ein positives operatives Ergebnis gemeldet werden.

Die neuen Möglichkeiten des Netzes werden gleichzeitig aggressiv genutzt. Das Unternehmen setzt große Hoffnungen in seine Cloud-Plattform. Immerhin konnte auch die aufstrebende Huawei dafür begeistert und als Netzwerktechnik-Partner gewonnen werden.

Zusammen mit den Beratungsdienstleistungen beispielsweise rund um SAPs (WKN:716460) erfolgreiche HANA-Datenbank bietet QSC ein attraktives Paket mit Fokus auf den deutschen Mittelstand.

Zuletzt erwartete das Management einen operativen Gewinn von rund 35 Mio. Euro, wovon nach Abschreibungen wohl kaum viel mehr als eine Schwarze Null übrig bleiben wird. Eine kurzfristige Betrachtung spricht daher für die Leerverkäufer.

Wenn wir allerdings den Blick etwas weiter in die Zukunft richten, ist meines Erachtens schon einiges an Potenzial zu erkennen. Falls das noch junge Cloud-Geschäft wie erwartet ab nächstem Jahr Gewinne abwirft und weiterhin stürmisch ausgebaut werden kann, dann wirken die heutigen Kurse knapp über 1 Euro äußerst günstig.

Zumindest den nächsten Quartalsbericht würde ich allerdings vor einem Investment noch abwarten, um mehr Klarheit darüber zu bekommen, wie gut das Angebot wirklich angenommen wird.

Der Ausblick für ADVA

In den letzten Jahren war die explosiv steigende Nutzung von Video- und Musikinhalten über das Internet der Haupttreiber für die Nachfrage nach Bandbreite. Heute nimmt die Relevanz von global vernetzten Rechenzentren für Geschäftsanwendungen immer mehr an Bedeutung zu.

Cloud Computing und Industrie 4.0 nehmen Fahrt auf und die Datenströme wollen global zusammengeführt und ausgewertet sowie insbesondere dezentral bereitgestellt werden. Genau hierfür hat ADVA fortschrittliche Lösungen im Portfolio.

Zu den direkten Wettbewerbern von ADVA gehören gleichermaßen US-Spezialisten und Giganten wie Cisco (WKN:878841) oder QSC-Partner Huawei. Trotz dieses anspruchsvollen Wettbewerbsumfelds behaupten sich die Bayern erfolgreich. In Europa konnte der Marktanteil auf 14 % ausgebaut werden, was zeigt, dass die Positionierung ausgezeichnet ist. Das ständige Ausrollen von Innovationen und kleinere Übernahmen sichern die Technologieführerschaft in wichtigen Produktlinien.

Beachtlich dabei ist die Marktkonsolidierung im letzten Jahr: Neben ADVAs Overture-Kauf schlüpfte Alcatel-Lucent bei Nokia (WKN:870737) unter, Cyan bei Ciena (WKN:A0LDA7) und Transmode bei Infinera (WKN:A0MSSK). Nicht ohne Grund gibt es so viel Bewegung: Marktbeobachter rechnen mit erheblich steigender Nachfrage nach passenden Datenübertragungslösungen über die kommenden Jahre, mit entsprechend guten Chancen für die stärksten Anbieter.

Auch wenn das alles insgesamt hervorragend wirkt, bleibt zuletzt natürlich die Frage, ob die Aktie nun attraktiv bewertet ist. Bei einer dynamischen Entwicklung und soliden operativen Gewinnmargen erreicht ADVA aktuell eine Größenordnung von knapp 500 Mio. Euro Umsatz über die letzten 12 Monate. Dass das Unternehmen gerade mal mit 358 Mio. Euro (Schluss 28.06.) bewertet wird erscheint vor diesem Hintergrund günstig.

Nur wenn die weitere Integration mit Overture unvorhergesehene Probleme mit sich brächte, wäre ein noch tieferer Kurs gerechtfertigt. Läuft es hingegen einigermaßen glatt, bin ich recht sicher, dass wir schon bald wieder wesentlich höhere Bewertungen sehen werden, auch wenn man natürlich immer das aktuell komplexe geopolitische Umfeld im Blick behalten muss.

Mein Fazit

Bei QSC gefällt mir die klare Positionierung als innovativer Partner für mittelständische Kunden. Ob sich ein Investment allerdings zum jetzigen Zeitpunkt lohnt, wird sich mit dem Erfolg oder Misserfolg der ehrgeizigen Cloud-Plattform entscheiden. Die Chancen stehen aus meiner Sicht gut, aber Leerverkäufer setzen möglicherweise darauf, dass die großen IT- und Telekommunikationskonzerne der QSC das Wasser abgraben werden.

Viel besser absehbar ist hingegen, dass die Erfolgsgeschichte von ADVA dank ihrer gefestigten Marktposition weiter gehen wird. Leerverkäufer werden vermutlich bald das aktuell niedrige Niveau nutzen, um ihre Positionen abzubauen. Für alle anderen unter uns bietet sich die Chance, zuvor noch günstig einzusteigen.

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Ralf Anders hält Wertpapiere auf SAP. The Motley Fool besitzt Aktien von Infinera. The Motley Fool empfiehlt Infinera und Cisco Systems.

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