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Wer wird den Messaging-Krieg gewinnen: Facebook, Google oder Microsoft?

Foto: Pixabay, Simon

Über die letzten Jahre haben Mobile Messaging-Apps allmählich SMS und E-Mails ersetzt. Im letzten Januar hat Facebook (WKN:A1JWVX) WhatsApp, die weltweit meistgenutzte Messaging-App, verkündet, dass es 50 % mehr Nachrichten ausliefert als SMS. Die Gesamtanzahl der monatlich aktiven Nutzer (MAUs) der App erreichte diesen Februar die 1 Milliarden Grenze. Facebooks eigene Chat-App hatte im April 900 MAUs.

Die Nutzeranzahl von E-Mails ist in allen Altersgruppen jährlich um einen zweistelligen Bereich gefallen, was Alphabet (WKN:A14Y6H) Google und Microsoft (WKN:870747) Denkanstöße gibt, auch einen Messaging-Service einzuführen oder zu kaufen.

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Lass uns einen Blick darauf werfen, wie Facebook, Google und Microsoft den Mobile Messaging-Markt erweitern und wer von denen sich gegen die anderen behaupten kann.

Facebook: Teilen, wachsen und entwickeln

Facebooks wertvollstes Vermögen sind seine 1,51 Milliarden Mobile MAUs. Indem er seine Anwender dazu zwingt die separate Messenger App herunterzuladen, den Messenger-Service seiner Web-App herunterfährt, und den Facebook Login eliminiert, kombiniert er alte und neue Anwender auf eine neue Plattform, welche einheitlich erweitert werden kann – ähnlich wie die beliebte asiatische App WeChat von Tencent.

Über die letzten Jahre integrierte Facebook Sticker, mobile Bezahlung, Apps, Spiele, Chatbots und weitere Funktionen direkt in den Messenger. Diese Funktionen kreierten ein zweites Ökosystem im Messenger, welches zusätzliche Erträge generieren kann und die Erträge aus Displayanzeigen von seinem eigentlichen News Feed ergänzt.

Die Strategie verstärkt auch die Fähigkeit gegen Google und Apple’s (WKN: 865985) app-basiertem Ökosystem anzutreten, da diese In-App Funktionen ähnliche Aufgaben wie Stand-Alone Apps ausführen kann. Da sich diese Funktionen entwickeln, können Messenger Anwender sich mehr auf diese verlassen als auf iOS oder Android Apps. Sobald Chatbots sich verbessern, können sie Anwender und Unternehmen natürlicher und effizienter als Mobile Apps verbinden. Was WhatsApp betrifft lehnte Facebook die jährliche 1 US-Dollar Gebühr ab (seine einzige Einnahmequelle) und gab an, dass es eventuell die App als Kommunikationsmittel für Unternehmen, um Kunden anzusprechen, vertreiben wird. Facebook scheint daran interessiert zu sein WhatsApp als eine alternative Messaging-Plattform zum Messenger zu entwickeln, also gibt es zurzeit keine Pläne für die Integration von WhatsApp in sein zentrales Ökosystem.

Microsoft und Google: der verzweifelte Versuch mitzuhalten

Microsoft und Google haben ein ähnliches Problem: Beiden fehlt es an Facebooks Publikum. Beide versuchten ihre jeweilige Dominanz bei PCs und mobilen Betriebssystemen auszubauen, um gebündelte Kommunikations-Apps wie Skype und Hangouts zu fördern, aber sie schaffen es nicht Facebooks Messaging-Lösungen zu übertreffen.

Skype, welches 2011 von Microsoft für 8,5 Milliarden US-Dollar gekauft wurde, hat ungefähr 300 Millionen Anwender. Aber anstatt einer Mobile Messaging-Plattform, erkennen Menschen Skype als VoIP Ersatz zu traditionellen Telefongesprächen an. Währenddessen haben viele Mobile Messaging Apps wie Messenger und Line kostenfreie VoIP und Videoanrufe hinzugefügt. Als Microsoft realisierte, dass Skype nicht im mobilen Messaging-Kampf mithalten kann, kaufte es Wand, einen Mobile Chat App Entwickler, der sich auf die Entwicklung von Chatbots spezialisiert.

Google hat oft neue Social und Chat-Lösungen eingeführt, und ersetzte sie hastig mit neuen Apps, wenn diese scheiterten. Googles Liste von Social Network Flops und Fehlzündungen beinhalten bereits Orkut, Latitude, Buzz, Jaiku, Dodgeball und Google+, welches kürzlich in ein Reddit-ähnliches „Communities“ und ein Pinterest-ähnliches „Streams“ geteilt wurde. Die langlebigste Messaging-Plattform des Unternehmens ist Hangouts, welches SMS und Videoanrufe jenseits von mobilen und Desktop Plattformen unterstützt. Google hat nicht angegeben wie viele Menschen Hangouts nutzen, da diese in die Gesamtanzahl von Google-Konten eingewoben sind, aber es ist nicht mal annähernd so beliebt wie Messenger oder WhatsApp.

Google hat Ende 2014 eine Stand-Alone Messenger-App eingeführt, welches mit Android 5.0 verknüpft war und als einfachere Lösung zu Hangouts avanciert wurde. Am Anfang dieses Jahres stellte es Allo vor, eine WhatsApp-ähnliche App, welches der Google-betriebenen AI erlaubt, persönliche Konversationen zu überwachen und kontextbezogene Empfehlungen zu machen. Außerdem hat es Duo enthüllt, eine Video Chat App. Diese verwirrende Schrotflinten Taktik, mit der einfach viele ähnliche Chat Apps eingeführt werden, wurde weitgehend kritisiert und gibt Hinweise darauf, dass der Suchmaschinen-Gigant keine Ahnung hat, wie er ohne einer Social Network Anwenderbasis mit Facebook mithalten kann.

Der voraussichtliche Gewinner: Facebook

Facebook hat eindeutig eine Oberhand über Microsoft, Google und anderen Mobile Messaging Konkurrenten aus zwei einfachen Gründen: Sein soziales Ökosystem ist massiv und es hat die Akquisition von WhatsApp abgeschlossen, noch bevor die App seine Anwenderbasis verdoppelte.

Solange Microsoft und Google seine Nutzer nicht davon überzeugen kann, Facebook nicht mehr zu nutzen, um mit anderen in Kontakt zu bleiben, werden ihre Messaging-Apps weiterhin eine zweitrangige Wahl sein. Währenddessen wird Facebook wahrscheinlich seine derzeitige Führung in Kapital umwandeln und Messenger und WhatsApp dazu verwenden, ein neu umzäuntes Gelände zu kreieren, der iOS, Android und PC-basierte Messaging Lösungen isoliert.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet, Apple und Facebook.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 23.06.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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