The Motley Fool

Der Brexit und die Ölpreise

Was ist passiert? Rohölpreise sind am Freitag im Zuge der überraschenden Entscheidung des Königreichs, die EU zu verlassen, gefallen. Öl verlor 4,5 % Wert und lag wieder bei unter 50 US-Dollar pro Barrel. Das hat sich auch bei den Aktien in der Branche bemerkt gemacht – BP (WKN:850517) und Royal Dutch Shell (WKN:A0D94M) verloren beide 5 % bis zum Abend.

Diese Verluste sehen im Vergleich zu den anderen europäischen Öl-Aktien regelrecht harmlos aus. Statoil (WKN:675213) und Total (WKN:850727) verloren 6 % bzw. 9 %. Sogar große unabhängige Unternehmen aus den USA haben was abbekommen, so rutschte u.a. ConocoPhillips (WKN:575302) zusammen mit dem Rohölpreis ab.

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

Na und? Abgesehen davon, dass die politische Entscheidung für sich allein schon rätselhaft genug ist, lastet die unsichere Aussicht auf die Zukunft schwer auf den Rohölpreisen. Der Markt weiß nicht, wie Großbritanniens Entscheidung den Verbrauch von Öl im Königreich und weltweit beeinflussen wird. Großbritannien ist im weltweiten Vergleich kein Spitzenabnehmer von Öl, die 1,6 Millionen Barrel täglich bedeuten lediglich 1,6 % des weltweiten Verbrauchs. Mit 11,1 Millionen Barrel täglich ist die EU-Zone hingegen schon ein großer Player, liegt damit gerade mal hinter China. Die eigentliche Sorge besteht darin, dass das Königreich lediglich der erste Aussteiger in einer ganzen Reihe sein wird, was zu harten wirtschaftlichen Veränderungen führen und den Ölverbrauch neu aufstellen würde.

Dazu kommen die Überlegungen von Unternehmen, die in Großbritannien und der Eurozone aktiv sind. Die nämlich müssen sich überlegen, was zu tun ist, sobald GB nicht mehr Teil der EU ist. Es könnte schwieriger werden für Global Player, Mitarbeiter zu finden, was einige Unternehmen dazu veranlassen könnte, das Geschäft nach außerhalb von GB zu verlegen. BP hat allerdings schon versprochen, dass man die Zentrale in London lassen will. Dennoch könnte es sich jetzt für die großen Unternehmer schwieriger gestalten, Mitarbeiter vom einen an den anderen Standort zu verlegen. So könnte es Total und Statoil nicht mehr so einfach gelingen, die Angestellten aus GB in andere Teile der Erde zu entsenden, wenn GB nicht mehr Teil der EU ist.

Weiterhin ist nicht gewiss, wie der Brexit die Öl- und Gasförderung in der Nordsee beeinflussen wird. ConocoPhillips, BP, Royal Dutch Shell, Total und Statoil sind nur einige der Unternehmen, die in der Region Ölplattformen zur Förderung nutzen. Es gibt die Befürchtung, dass GB demnächst neue Gesetze einführt, die einen negativen Einfluss auf die Ölindustrie haben werden. Veränderungen in der Legislative könnten beispielsweise dazu führen, dass ConocoPhillips sich von seinen Assets in der Nordsee trennt, auch wenn man noch vor nicht allzu langer Zeit ein Angebot abgelehnt hat. Es wäre auch keine große Überraschung, wenn der Brexit dazu führt, dass Energieunternehmen erstmal Abstand von neuen Investitionen in der Gegend nehmen, so lange, bis bekannt ist, was die Änderungen für die Branche genau bedeuten.

Der Abrutsch vom Freitag bei Rohöl und den anderen Märkten bedeutet vor allem eines: Unsicherheit. Nicht nur waren die Märkte nicht auf das Ergebnis aus dem Königreich vorbereitet, es bedeutet zusätzlich noch eine Vielzahl anderer Veränderungen. Natürlich geht das mit Ängsten einher, und Angst kann schon schwer auf dem Rohölpreis lasten.

Und jetzt? Das Ergebnis des Brexit hat das ganze System geschockt. Und deswegen wird es ein bisschen dauern, bis man wieder einen Normalzustand erreicht. Solange aber die Nachfrage nach Öl nicht drastisch abnimmt, dürfte der Brexit dem Ölmarkt langfristig nicht allzu viel anhaben können.

Unsere Top Nischenaktie mit Potential zum Technologiestar

Jedes Amazon von morgen fängt mal klein an. Deswegen sind Small Caps so interessant. Unsere Top Small Cap für 2020, von der viele unserer Analysten begeistert sind, bedient einen wichtigen und schnell wachsenden Markt, der in Zeiten von Corona-Präventionen noch wichtiger wird.

Die Zahl an Datenverletzungen und Hacker-Angriffen nimmt immer weiter zu, und sich dagegen zu schützen wird deshalb immer wichtiger. Unsere Top Nischenaktie hilft Firmen bei der Login-Verwaltung und Datensicherheit ihrer Mitarbeiter, egal von wo sie arbeiten.

Das ist besonders wichtig beim Home-Office. Dass hier die Nachfrage enorm ist, zeigt schon das letztjährige Umsatzwachstum von 47 %. In unserem brandneuen Sonderreport nennen wir dir alle Details.

Jetzt hier kostenlos abrufen!

The Motley Fool empfiehlt Statoil und Total.

Dieser Artikel von Matthew di Lallo erschien am 24.6.16 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Die Post-Corona Ära: Die neue Normalität +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

Welche Aktien haben jetzt die besten Chancen , in der Post-Corona Ära zu bestehen und davon zu profitieren?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!