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Lerne, Volatilität zu lieben: Ein Spickzettel für Privatinvestoren

Foto: Pixabay, Antranias

Meiner Meinung nach sollten private Investoren Ereignisse wie das EU-Referendum der Briten und jede damit in Verbindung stehende Aktienpreisschwankung mögen, wenn Sie ein paar einfache Punkte beherzigen.

Genieße deine Freiheit

Fondsmanager haben vielleicht Zugang zu Forschungsdaten und gut informierten Analysten, aber sie sind gleichzeitig durch Ihre Investitionsziele beschränkt. Wenn eine Aktie zu groß, klein oder volatil wird oder ihre Dividende kürzt, dann wird sie aus dem Fonds geworfen. Fonds, die einem Index folgen, leiden unter dem gleichen Problem. Private Investoren haben hier einen Vorteil, da sie die Freiheit haben, alles zu kaufen, was sie wollen, wann sie wollen und sogar Dinge zu tun, die andere fürchten. Das ist keine Garantie für Erfolg, aber es verhindert ihn auch nicht.

Konzentriere dich auf die Zukunft der Unternehmen

Nur, weil ein führender Index taumelt, heißt das nicht, dass die Aussichten für ein Unternehmen, welches du in deinem Portfolio hast, ebenfalls schlecht sind. Wenn die Briten gegen den Verbleib in der EU stimmen, könnte der FTSE 100 eine deutliche Talfahrt hinlegen, da die Banken- und Immobilienunternehmen einen bedeutenden Anteil daran haben. Aber viele ordentliche, widerstandsfähige Unternehmen könnten ebenfalls nach unten gezogen werden, ohne wirklichen Grund. Wenn die Investitionsthese noch gilt, dann ignoriere das Umfeld und halte deinen Kurs.

Habe eine Kriegskasse

Es ist wichtig, dass Investoren in der Lage sind, zuzuschlagen, wenn Aktien billig sind. Daher empfehle ich stets, einen Teil des Portfolios in bar vorzuhalten. So bist du bereit, wenn eine Gelegenheit auftaucht. Es gibt nur wenige Dinge, die frustrierender sind, als eine verpasste Gelegenheit.

Schreibe eine Beobachtungsliste

Es ist jedoch sinnlos, Bargeld zu haben, wenn du keine Aktie identifiziert hast, die du kaufen willst, wenn der Preis runter geht. Ohne Recherche läufst du Gefahr, impulsiv zu investieren. Wie der Philosoph Sun Tzu postulierte, „jede Schlacht wird bereits vor dem Kampf gewonnen oder verloren“. Wenn du zumindest eine Idee hast, wo du anlegen kannst, wenn der Markt in Panik ausbricht, dann ist das nützlich. Meine eigene Beobachtungsliste wird von teuren, hochwertigen Unternehmen bevölkert, die ich nur dann kaufen würde, wenn der Preis deutlich nach unten geht.

Konzentrier dich auf die lange Sicht

Private Investoren haben Zeit, Ihre Aktien wachsen oder sich erholen zu lassen. Fondsmanager werden anhand Ihrer Leistung in einer relativ kurzen Zeit beurteilt. Dadurch entstehen das Herdenverhalten und die Fixierung auf die Indizes (damit spiegeln die Fondsmanager die Hauptindizes wieder und versuchen nicht, diese zu übertreffen, da sie dafür bezahlt werden). Solange du an das Unternehmen, welches du besitzt, glaubst, und nicht dringend Geld benötigst (wenn du Geld brauchst, solltest du lieber gar nicht investieren), dann können Panikverkäufe vermieden werden.

Sei breit aufgestellt

In eine Gruppe an Unternehmen zu investieren, die sich alle in der gleichen Branche befinden, ist nicht empfohlen. Obwohl alle Aktienpreise während einer Marktpanik betroffen sind, stehen manche Unternehmen (z. B. Versorgungsunternehmen und Pharmaunternehmen) besser da als andere. Aktien von Unternehmen zu kaufen, die Häuser bauen, ist vor dem EU-Referendum eine riskante Strategie. In nur ein Unternehmen zu investieren (neben anderen, weniger zyklischen Aktien), ist nicht so riskant, da die anderen Aktien den Verlust dieser Aktie im Falle eines EU-Austritts ausgleichen können.

Verteile dein Geld sparsam

Niemand weiß, wohin die Aktienpreise als Nächstes wandern. Es kann daher manchmal am besten sein, dein Geld stückchenweise in eine neue oder bestehende Aktie zu investieren und vom Durchschnittskosteneffekt zu profitieren (dabei kaufst du mehr Aktien bei niedrigeren Preisen und weniger bei höheren), anstatt gleich die volle Summe auszugeben.

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Dieser Artikel wurde von Paul Summers auf Englisch verfasst und am 14.06.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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