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Facebook-Aktie: Das Wachstumspotenzial könnte größer sein, als wir dachten

Foto: The Motley Fool

Facebook (WKN:A1JWVX) stellt sich mit seiner Umstellung auf mobile Werbung auf explosives Umsatzwachstum ein. Die vierteljährlichen Werbeeinnahmen stiegen im Jahresvergleich um 57 %, die mobilen Anzeigen generieren jetzt 82 % der gesamten Einnahmen.

Aber wenn die aktuellen Statistiken der renommierten Venture-Capital-Analystin Mary Meeker in die richtige Richtung deuten, dann könnte ein größerer Wachstumsschub im Bereich mobile Werbung erst noch bevorstehen.

Meeker lieferte ihren umfassenden jährlichen Bericht zum Thema Internet Trends am 1. Juni. Mit mehr als 200 Folien wird hier wirklich etwas geboten.

Aber eine Grafik davon war dieses Jahr sehr bemerkenswert. Dabei handelt es sich nämlich um den Wachstumstreiber hinter der Strategie und damit auch den Umsätzen, sowohl für kleine als auch große digitale Unternehmen

Zwei wichtige Zahlen im Konflikt

Bei Unternehmen, die ihr Geld mit Werbung verdienen, tut sich laut Meekers Zahlen eine Kluft zwischen dem Wachstum des mobilen Bereichs und den Ausgaben für mobile Werbung auf.

Aber wie groß ist diese Kluft? Der mobile Bereich nimmt 25 % unserer Zeit ein, die wir mit allen verschiedenen Medien verbringen – vom Fernsehen bis hin zu gedruckten Magazinen und dem Herumsuchen auf dem Desktop-PC. Aber die Ausgaben für mobile Werbung nehmen nur 12 % aller Werbeausgaben ein.

Daher erwartet Meeker, dass Unternehmen im mobilen Werbebereich vor einer Korrektur stehen. Wenn wir uns nur diese Lücke ansehen, dann könnte sich der mobile Werbemarkt verdoppeln.

BILDQUELLE: KPCB INTERNET TRENDS REPORT.

BILDQUELLE: KPCB INTERNET TRENDS REPORT.

Die Lücke schließt sich langsam

Das ist nicht das erste Mal, dass Meeker auf diese Diskrepanz hinweist. Zum ersten Mal sprach sie davon 2011, als die Verhältnisse noch deutlich ungleicher waren als heute. Damals machte der mobile Bereich nur 1 % der Werbeausgaben aus und das obwohl wir damals schon 10 % unserer Medienzeit im mobilen Internet verbracht haben.

Zu diesem Zeitpunkt sah der mobile Werbemarkt aber noch wie eine Sackgasse aus. Die Desktopanzeigen generierten einfach größere Renditen für die Werbetreibenden und das bedeutet, dass sie auch höherer Preise für Facebook, Google und all die anderen Unternehmen in diesem Bereich erzielten.

Aber die technologischen Fortschritte haben das geändert. Laut Facebook bringen die mobilen Anzeigen jetzt mehr Geld als die für den Desktop-PC. Zusätzlich haben Forschungsgruppen innerhalb der Industrie wie eMarketer in Zukunft noch mehr starkes Wachstum in diesem Bereich vorhergesagt als bei den Desktop-Anzeigen oder jedem anderen Format.

BILDQUELLE: WWW.FACEBOOKBRAND.COM.

BILDQUELLE: WWW.FACEBOOKBRAND.COM.

Die langfristige Strategie von Facebook zahlt sich aus

Hier müssen wir den Hut vor Facebook ziehen, da das Unternehmen vor ein paar Jahren schon auf diesen Bereich gesetzt hat. Jetzt erntet das Unternehmen die Früchte durch die höhere Nutzung und die höheren Umsätze. Das Unternehmen verzeichnet konsequent mehr als 1 Milliarde Menschen, die Facebook täglich mobil nutzen, wie CEO Mark Zuckerberg im April angab. Die mobilen Nutzer von Facebook verbringen im Schnitt mehr als 50 Minuten pro Tag in den drei wichtigsten Apps von Facebook: Facebook, Instagram und Messenger.

Gleichzeitig wachsen die mobilen Werbeeinnahmen schneller als die Gesamteinnahmen von Facebook. Im letzten Quartal waren es 75 % im Jahresvergleich gewesen und haben damit 4,2 Milliarden US-Dollar der 5,3 Milliarden US-Dollar Gesamteinnahmen beigetragen.

Die Lücke, auf die Meeker hingewiesen hat, ist laut der Facebook-Führung den Werbetreibenden nicht verborgen geblieben. COO Sheryl Sandberg merkte im letzten Quartal an, dass „die Unternehmen wissen, dass sie hier Nachholbedarf haben.”

„Wir hören von den Marketing-Leuten, dass es mit dem mobilen Bereich heute so ist wie damals mit dem Fernsehen in seinen Anfangstagen. Aber wenn man bedenkt, wo die Leute ihre Zeit verbringen, dann ist die Frage nicht, ob mobile Werbung geschaltet werden sollte, sondern wie.“ sagte Sandberg.

Geld aus den Bereichen Druck und TV wird in den mobilen Bereich fließen

Laut den Statistiken von Meeker sollten wir weiterhin einen Fluss von Werbegeldern weg von traditionellen Plattformen hin zu mobilen Plattformen sehen. Für die Medien, die damit Einnahmen verlieren, sollte die Lage schlimmer werden, aber die beiden größten Verlierer sind das Fernsehen und der Print-Bereich.

Klassische Druckanzeigen machen nur noch 4 % unserer Medienzeit aus. Trotzdem nehmen sie noch 16 % der Werbeausgaben ein.

Diese Diskrepanz kann zum Teil der Vertrautheit zugeschrieben werden – immerhin wissen die Werbekunden, was sie dafür kriegen. Es gibt auch eine Vorgeschichte, was die Rendite betrifft und obwohl die Leserschaft vielleicht zurückgehen mag, können sie immer noch sicher sein, was sie an Rendite herausbekommen. Dasselbe gilt für das Fernsehen.

Facebook ist hier der große Gewinner

Da Facebook und Alphabet immer bessere Messsysteme entwickeln, sollte sich hier auch die Verlagerung einstellen, so dass mehr Werbegelder in den digitalen Bereich fließen.

Mit seiner aktuellen Position als Marktführer im mobilen Bereich ist Facebook gut positioniert, um der größte Nutznießer dieser Korrektur zu werden. Das sollte in den kommenden Jahren bedeutendes Umsatzwachstum für das soziale Netzwerk liefern und noch mehr Marktanteile im mobilen Anzeigenmarkt mit sich bringen.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.
Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C)und Facebook.

Dieser Artikel wurde von John-Erik Koslosky auf Englisch verfasst und wurde am 19.06.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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