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Was Investoren über den Deal zwischen Apple und Intel wissen müssen

Quelle: Apple

Die Gerüchte gibt es schon lange, aber Bloomberg berichtet nun davon, dass Intel (WKN:855681) sich mindestens einige der LTE-Modemanschlüsse in Apples (WKN:865985) kommendem iPhone 7 gesichert hat. Intel wird sich die Anschlüsse mit Qualcomm (WKN:883121) teilen, das zuvor der einzige Modem-Lieferant für Apples Smartphones war.

Das ist ein großer Gewinn für Intel, welches Probleme damit hatte, den Smartphone-Markt zu erobern. Es übt auch weiteren Druck auf Qualcomms Chip-Geschäft aus und der Schritt gibt Apple die Möglichkeit, die beiden Chiphersteller gegeneinander auszuspielen.

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Intels neues Standbein

Nachdem Intel einige Jahre Anwendungsprozessoren für Smartphones entwickelt hat, beschloss es in diesem Jahr, diese Sparte zu schließen. Die Akquisition von Via Telecoms Modem-Geschäft letztes Jahr deutete darauf hin, dass es sich auf den Modem-Markt konzentrieren wollte – und dieser Schritt hat sich anscheinend ausgezahlt.

Dem Bloomberg-Bericht zufolge wird Intel Baseband-Modemchips für iPhones liefern, die vom AT&T-Netzwerk verkauft werden. BTIG-Analyst Walter Piecyk erwartet, dass AT&T zwischen 22 Millionen und 23 Millionen iPhones in diesem Jahr verkaufen wird. Intel wird auch die Modems für andere Modelle auf internationalen Märkten liefern. Qualcomm wird die Anschlüsse in Modellen in China behalten.

Selbst wenn Intel nur ein Viertel der Anschlüsse im iPhone übernimmt, wäre das eine nette Erhöhung der Umsätze für den Chip-Hersteller. IHS schätzt, dass der Qualcomm-Chip im iPhone 6s Apple 13 US-Dollar pro Gerät kostet. Apple erwartet, dass es ungefähr 200 Millionen iPhones verkaufen wird, was 650 Millionen US-Dollar für Intel bedeuten könnte.

Während Analysten erwarten, dass Intel über 57 Milliarden US-Dollar an Umsatz in diesem Jahr generieren wird, sollte der iPhone-Deal einen Teil der Verluste, die Intel bisher im mobilen Geschäft verzeichnet hat, wettmachen.

Apples Möglichkeiten durch die doppelte Beschaffung

Es gibt wenige Unternehmen mit der Kaufkraft von Apple – und wenn Apple verschiedene Optionen hat, bedeutet das schlechte Nachrichten für seine Lieferanten. Obwohl der iPhone-Hersteller normalerweise lange bei seinen Lieferanten bleibt, kann er unerbittlich darin sein, Druck auf die Margen seiner Partner auszuüben. Wenn man das Ausmaß des iPhones bedenkt, ist das jedoch kein schlechter Deal für neue Lieferanten. Wenige andere Deals garantieren praktisch Hunderte Millionen verkaufte Geräte.

Intels Akquisition von Via Telecoms Modem-Geschäft bedeutet, dass Intel in der Lage sein wird, sowohl GSM- als auch CDMA-Modems zu produzieren, womit es das Modemgeschäft komplett übernehmen könnte, sollte Apple seinen neuen iPhone-Lieferanten nutzen. Das wird den Druck auf Qualcomms Verhandlungen erhöhen.

Das bedeutet, dass Apple seine Kosten für iPhone-Modems in Zukunft verringern könnte. Die Rechnung für die Materialien im iPhone hat sich durch den größeren Bildschirm des iPhone 6 seit dessen Einführung bemerkenswert erhöht. Apples Bruttomarge hat sich jedoch durch den Anstieg seiner Geräte-Verkaufszahlen des iPhones verbessert. Trotzdem werden geringere Komponentenkosten es Apple erlauben, bessere Margen zu produzieren.

Das Baseband-Modem stellt keine großen Kosten dar. Wie bereits erwähnt, erhält Qualcomm nur ungefähr 13 US-Dollar pro Gerät. Wenn man das Ersparte jedoch mit 200 Millionen multipliziert, summiert sich das.

Qualcomm-Investoren hätten das kommen sehen müssen

Qualcomms Chip-Geschäft steht in letzter Zeit unter Druck. CEO Steve Mollenkopf sagte den Investoren in der letzen Telefonkonferenz, dass er glaubt, die doppelte Beschaffung seiner größten Kunden werde in Zukunft Gegenwind generieren.

Was Investoren im Hinterkopf behalten müssen, ist, dass Qualcomm über ein robustes Portfolio an Patenten verfügt, was 3G und 4G LTE-Technologie angeht. Für jedes verkaufte 3G/4G-Modem erhält Qualcomm eine Lizenzgebühr, die auf dem Wert des Gerätes basiert – nicht der Komponente. Qualcomms Lizenz-Geschäft generiert den Großteil seiner Profite und ist durch diesen Deal nicht großartig betroffen.

Qualcomm steht in Sachen LTE-Technologie ganz vorne und weit vor Intel. Deswegen fährt sein Lizenz-Geschäft immer noch den Großteil seiner Gewinne ein, während das Chip-Geschäft konsequent hohen Umsatz bringt, der in seine Forschung reinvestiert werden kann. Solange es seinen großen Vorsprung im Bereich Geistiges Eigentum vor Intel beibehält, hat es gute Chancen darauf, seinen Anteil am iPhone zurückzugewinnen, wenn Träger seine Technologie annehmen.

Während die Nachrichten für Qualcomm nicht großartig sind, stellen sie mit Sicherheit nicht das Ende der Welt für das Unternehmen dar.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Qualcomm. The Motley Fool hält die folgenden Optionen: long January 2018 $90 Calls auf Apple und short January 2018 $95 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Intel. 

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 15.6.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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