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Daimler: Was wir bisher über den neuen elektrischen Mercedes wissen

Mercedes-Benz F 015 QUELLE: Daimler Media Relations

Daimler (WKN:710000) wird laut einer Ankündigung vom Montag auf der Paris Motor Show im Oktober den Prototyp des ersten elektrischen Mercedes-Benz mit hoher Reichweite vorstellen.

Was wir über den neuen elektrischen Mercedes wissen

Er wird speziell für einen batterieelektrischen Antrieb gebaut: Offiziell wird das Auto, das in Paris vorgestellt wird, ein Konzeptfahrzeug sein – das heißt, es könnte Funktionen oder Aspekte geben, die es nicht in die Produktion schaffen werden. Aber die Architektur des Fahrzeugs wird nicht übertrieben sein. Es wird ein echter Prototyp sein. Wie bei Tesla Motors (WKN:A1CX3T) wird es von Anfang an mit einem elektrischen Antrieb designt. Es handelt sich also nicht um eine modifizierte Version eines Autos mit Verbrennungsmotor.

DAS CONCEPT CAR VON MERCEDES-BENZ VON DER IAA WURDE LETZTES JAHR VORGESTELLT UND SOLL EINEN VORESCHMACK AUF DEN LOOK DES NEUEN ELEKTRISCHEN LUXUSAUTOS GEBEN. BILDQUELLE: DAIMLER.

DAS CONCEPT CAR VON MERCEDES-BENZ VON DER IAA WURDE LETZTES JAHR VORGESTELLT UND SOLL EINEN VORESCHMACK AUF DEN LOOK DES NEUEN ELEKTRISCHEN LUXUSAUTOS GEBEN. BILDQUELLE: DAIMLER.

Die Reichweite wird mit dem Model S und dem Model X von Tesla konkurrieren können: Daimler verspricht, dass der elektrische Mercedes eine Reichweite von „mindestens” 500 Kilometern haben wird (nach Standards der EU). Die amerikanischen Tests sind dabei aber etwas strenger und das wird sich dann nach den Standards der EPA in einer Reichweite von 260 bis 270 Meilen niederschlagen, also in etwas dasselbe wie bei Teslas 90 kWh-Batterie.

Es sind (mindestens) vier vollelektrische Mercedes-Modelle geplant: Die neue Architektur soll die Basis für vier neue Modelle bilden: Zwei Limousinen (mittel und groß) und zwei SUVs (auch mittel und groß). Der große SUV soll auch größer sein als die anderen SUVs im aktuellen Angebot von Mercedes.

Das Showcar wird wahrscheinlich eine Limousine sein: Die mittelgroße Limousine soll als erstes der vier elektrischen Modelle auf den Markt kommen (vielleicht 2018). Das Showcar wird wahrscheinlich der endgültigen Version ziemlich nahe kommen. Es gab schon Andeutungen, dass das Design dem Konzeptfahrzeug von weiter oben folgen wird. Charakteristisch und anders als die Autos mit Verbrennungsmotor, aber sofort als Mercedes erkennbar.

Die Batteriemodule kommen von einem Tochterunternehmen: Daimler hat 2009 sein eigenes Batterieunternehmen mit Namen Deutsche Accumotive gestartet. Das Unternehmen verfügt schon über eine Batteriefabrik in Kamenz, die auch schon produziert. Ein weiteres Produktionssegment soll diesen Herbst gebaut werden. Wie bei der Gigafactory von Tesla stellt auch die Deutsche Accumotive Batterien für stationäre Speichereinheiten für die Industrie und den Hausgebrauch her.

Aber: Die Deutsche Accumotive baut nur Batteriemodule und die entsprechenden Steuerungen. Sie stellt keine Lithium-Ionen-Batteriezellen her, die dafür benötigt werden. Wo will Daimler seine Batteriezellen herbekommen und wie viele wird das Unternehmen bekommen können? Diese Frage bleibt offen.

Daimler wird keine eigene Schnellladetechnologie nutzen: Daimler sagte, dass alle Elektroautos von Mercedes von 2018 an mit Gleichstrom aufgeladen werden. Die soll durch den in Europa verbreiteten CCS-Standard (Combined Charging System) sichergestellt werden. „Abhängig von Fahrzeug und Batteriesystem ermöglicht das eine Ladekapazität von bis zu 150 kW bei den Schnellladestationen.“ sagte Daimler in einer Erklärung.

Zum Vergleich, die Supercharger von Tesla liefern aktuell „bis zu 120 kWh“ laut der Unternehmenswebsite, aber es wird erwartet, dass Tesla diesen Wert in Zukunft anheben wird.

Was wir noch nicht über die Elektroautos von Mercedes wissen

Wie viele batterieelektrischen Fahrzeuge wird Mercedes bauen? Daimler sagte, man werde bis 2020 eine sechsstellige Zahl produzieren – aber dieser Wert scheint auch die Plug-in-Hybriden einzuschließen, wie auch Elektroautos mit kürzerer Reichweite wie den Smart. Was die elektrischen Fahrzeuge von Mercedes-Benz angeht, wissen wir noch nicht, welche Kapazitäten hier überhaupt existieren. Wird das eine ernste Konkurrenz für das Model S und das Model X von Tesla oder sollen teure Modelle in begrenzter Auflage helfen, die immer strengeren Emissionsrichtlinien zu erfüllen?

EIN WEITERES BILD DES KONZEPTFAHRZEUGS VON DER IAA. BILDQUELLE: DAIMLER.

EIN WEITERES BILD DES KONZEPTFAHRZEUGS VON DER IAA. BILDQUELLE: DAIMLER.

Wann wird der neue elektrische Mercedes erhältlich sein? Offiziell verspricht Mercedes bisher nur, dass das Auto in ein paar Jahren auf den Markt kommen soll. Es wird aber gemutmaßt, dass die Produktion irgendwann 2018 beginnen soll, aber Mercedes hat diesen Zeitrahmen noch nicht bestätigt.

Was bedeutet das für Daimler, Tesla und ihre Konkurrenten?

Der Erfolg von Tesla hatte keine großen Auswirkungen auf den Massenmarkt – zumindest noch nicht. Aber Tesla hat wahrscheinlich ein Stück aus den Umsätzen von Mercedes und den anderen deutschen Luxusautoherstellern BMW und Audi herausgebissen. Daher ist es keine Überraschung, dass Mercedes sich rüstet, um seine Marktanteile zu verteidigen – oder um zumindest den Kunden hochwertige Elektroautos anzubieten, die sonst zu Tesla überlaufen würden.

Abgesehen davon ist es schwer zu sagen, was das alles zu bedeuten hat, bis wir mehr über die neuen Elektroautos von Mercedes wissen. Interessant wäre zu wissen, wie sich sich im Vergleich zu einem Tesla schlagen in Bezug auf den Preis, die Funktionen und die Qualität. Aber da wir hier ja von Mercedes sprechen, kann man annehmen, dass die Autos ziemlich wettbewerbstauglich sein werden – zumindest genug, um Tesla eine neue Denkaufgabe zu geben.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla Motors. Motley Fool empfiehlt BMW.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 15.06.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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