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Diese Grafik von Goldman Sachs zeigt, warum Diversifizierung nicht mehr funktioniert

Foto: Pixabay, geralt

Der S&P 500 ist jetzt nur einen Prozentpunkt von seinem Allzeithoch entfernt (2.1030,82), das er als Tageschlusskurs am 21. Mai 2015 erreicht hatte. Die Bullen finden das vielleicht ermutigend, aber Goldman Sachs sieht das anders und warnt seine Kunden, dass das Risiko eines bedeutenden Rücksetzers derzeit „erhöht” wäre.

Diese Grafik zeigt, warum breite Streuung nicht mehr funktioniert

In einer Nachricht vom vorletztem Mittwochmorgen schrieb der Stratege von Goldman, Christian Mueller-Glissmann, dass „aufgrund der Nähe zum Allzeithoch des S&P 500, der überspannten Bewertungen und des mangelnden Wachstums das Risiko eines Kursrutsches erhöht erscheint.”

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Ich haben keine Ahnung, was die Börse kurzfristig machen wird und genausowenig kann das Mueller-Glissmann wissen (oder irgendjemand anders bei Goldman Sachs), aber ich glaube, dass es eine gute Idee ist, wachsam zu sein und konservative langfristige Annahmen zu treffen.

Für Marktteilnehmer, die gerne mit einem Zeithorizont von mehreren Jahren arbeiten (also „Investoren”), hat Goldman eine interessante Grafik zusammengestellt, die die Rücksetzer von mehr als 20 % in den letzten 50 Jahren in vier großen Kapitalmärkten zeigt, nämlich den USA (S&P 500), Großbritannien (FTSE All-Share), Deutschland (DAX) und Japan (TOPIX). Ich habe einen Teil dieses Graphs nachgebildet und dabei mit dem Jahr 1979 begonnen.

BILDQUELLE: BASIERED AUF EINER GRAFIK VON GOLDMAN SACHS.

BILDQUELLE: BASIERED AUF EINER GRAFIK VON GOLDMAN SACHS.

Was sollen wir jetzt aus dieser Grafik herausziehen? Hier ist eine Beobachtung (die man in der 50-Jahresgrafik sogar noch deutlicher sieht): Im Laufe der Zeit wächst die Korrelation von beträchtlichen Einbrüchen an den Börsen in den entwickelten Märkten (bei den Schwellenländern ist die Schlussfolgerung dieselbe).

Du siehst hier die höhere Häufigkeit von verschiedenfarbigen Balken seit der Russlandkrise von 1998 (die auf die Asienkrise 1997 folgte).

Für Investoren ist das eine Sorge, denn es deutet an, dass die Vorteile einer geographischen Diversifikation sich im Lauf der Zeit vermindert haben (das ist kein neues Problem, aber seit Entdeckung hat sich die Lage auch nicht verbessert).

Das ist besonders problematisch, wenn der Großteil der entwickelten Welt vor ähnlichen Problemen steht. Mueller-Glissman sieht die Sache so:

Da die Aktienkurse sich am oberen Ende der letzten Preisspanne befinden, glauben wir, dass diese in Asymmetrie zu geringem Renditepotenzial stehen und die Möglichkeit von häufigeren und größeren Rücksetzern besteht. Seit 2014 hat es zwar funktioniert, während des Einbruchs zu kaufen, die Investoren machen sich aber immer mehr Sorgen um den Katalysator für die nächste Erholung, da der Einfluss der Zentralbank immer mehr in Frage gestellt wird und das weltweite Wachstum und die Inflation hartnäckig auf einem niedrigen Niveau bleiben.

Das Problem der beschränkt wirksamen geographischen Streuung wird von der weniger effektiven Streuung auf mehrere verschiedene Arten von Vermögenswerten noch verschlimmert:

Während des Einbruchs im August 2015 und Anfang 2016 boten Bonds nur einen wenig effektiven Schutz mit monatlichen Renditen eines Standard 60/40 Portfolios von -5 %. Das sind größere Einbrüche als während der Eurokrise und im Oktober 2014.

Was kann man als Investor machen? Man konzentriert sich auf die langfristigen Perspektiven, denn Diversifizierung ist über längere Zeiträume weniger wichtig. Was bedeutet das in der Praxis? Dass man genug Geld im Notfallfonds haben sollte, um kurzfristige Volatilität aussitzen zu können, ohne Vermögenswerte zu unvorteilhaften Preisen verkaufen oder anderweitig Geld auftreiben zu müssen. Sobald du das sichergestellt hast, kannst du weiter regelmäßig investieren, um von den niedrigeren Kursen zu profitieren anstatt darunter zu leiden.

Die Statistik des Tages

„Nur zwei amerikanische Unternehmen haben in den letzten 14 Quartalen ein Nettoeinkommen von 5 Milliarden US-Dollar generiert. Das eine ist Apple und das andere ist Wells Frago. (Financial Times, 7. Juni)

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Alex Dumortier, CFA auf Englisch verfasst und wurde am 08.06.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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