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Ist BP ein Kauf nach der Fusion mit Det Norske?

Foto: BP

BP (WKN:850517) hat gerade erst die Fusion seiner Tochtergesellschaft in Norwegen mit Det Norske, einem norwegischen Ölunternehmen, verkündet.

Det Norske ist eines der bekanntesten Ölunternehmen in Norwegen und nach der Fusion wird das vergrößerte Unternehmen zum größten unabhängigen Explorations- und Ölproduktionsunternehmen in Norwegen.

Das neue Unternehmen wird Aker BP heißen und wird zu 40 % Aker, 30 % BP und der Rest den Aktionären von Det Norske gehören. Das Ölunternehmen Aker besitzt schon jetzt 50 % von Det Norske, das ist auch der Grund, warum das Unternehmen den größten Anteil an dem neuen Unternehmen erhalten wird.

Ein unglaublich gutes Geschäft

Auf den ersten Blick scheint das ein unglaublich interessantes Angebot für die Aktionäre der drei Unternehmen zu sein. Laut Det Norske wird diese Fusion die Kosteneffizienz und das Wachstumspotenzial deutlich verbessern und es dem neuen Unternehmen erlauben, Dividenden zu zahlen.

Laut den Bedingungen dieses Geschäfts gibt Det Norske 135,1 Millionen Aktien als Bezahlung für alle Aktien von BP Norge (die norwegische Tochtergesellschaft von BP) inklusive Vermögenswerte, einen Steuerverlust von 267 Millionen US-Dollar und eine Nettocashposition von 178 Millionen US-Dollar. Aker wird 34 Millionen Aktien von BP zum selben Preis kaufen.

BP scheint dieses Geschäft genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht zu haben. Das Unternehmen hat Probleme, die Kosten zu senken und steht unter Druck von den Aktionären, zusätzliche Reserven und Kapazitäten zu den aktuell niedrigen Preisen zu kaufen.

Dieses Geschäft erfüllt beide Voraussetzungen. BP produziert etwa 60.000 Barrel Öläquivalente pro Tag in Norwegen und hat 225 Millionen Barrel in Reserve. Während des ersten Quartals 2016 meldetet Det Norske eine Produktion von etwa 61.000 Barrel Öläquivalente. Zusammen kann Aker BP 120.000 Barrel pro Tag produzieren. Durch die Fusion der beiden norwegischen Unternehmen wird das neue Management die Produktionskosten deutlich senken können.

Der größte Vorteil dabei ist aber der Anteil von 20 %, den Det Norske am Johan-Sverdrup-Ölfeld hat, einem der größten Ölfelder auf der norwegischen Kontinentalplatte. Die Schätzungen belaufen sich auf 1,7 bis 3 Milliarden Barrel Öläquivalente. Wenn die erste Erschließungsphase vollendet ist, dann soll die Produktionskapazität 315.000 bis 380.000 Barrel pro Tag erreichen. Diese Produktion soll noch für die nächsten 50 Jahre so weitergehen.

Unterm Strich

Alles in allem sind das großartige Nachrichten für die Aktionäre von BP. Durch die Fusion der norwegischen Tochtergesellschaft mit Det Norske wird BP Dividenden von dem neuen Unternehmen bekommen. Damit hat das Management seine beiden wichtigsten Ziele erreicht, die Kosten zu senken und die Reserven erhöhen. Die Investition in Det Norske sollte noch jahrzehntelang Dividenden abwerfen.

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Dieser Artikel wurde von Rupert Hargreaves  auf Englisch verfasst und wurde am 10.06.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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