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4 Gründe, warum Tech-Aktien kluge Investitionen sind

Quelle: Pixabay

Warren Buffett hat die meiste Zeit seines Lebens Tech-Aktien gemieden. Er sagte, er würde zwar viele große Gewinner verpassen, aber er wäre auch willens einen Vorteil gegen einen anderen zu tauschen. Der berühmte Investor Peter Lynch empfahl den Investoren, Tech-Aktien mit hohen Bewertungen und schwer verständlichen Geschäftsmodellen zu meiden.

Trotz dieser Warnungen von zwei der größten Investoren unserer Zeit, waren aber einige Tech-Aktien wunderbare langfristige Investitionen. In den letzten zehn Jahren ist der NASDAQ-100 Technology Sector Index um fast 150 % gestiegen – mehr als das Doppelte des S&P 500 mit nur 65 %. Daher glaube ich, dass die Investoren Tech-Aktien nicht komplett meiden sollten und zwar aus vier einfachen Gründen.

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1. Nicht alle Tech-Unternehmen sind kompliziert

Buffett und Lynch haben oft behauptet, dass Tech-Unternehmen für den durchschnittlichen Investor schwer zu verstehen wären. Aber viele große Tech-Unternehmen wie Apple (WKN:865985) und Facebook (WKN:A1JWVX) haben ziemlich simple Geschäftsmodelle.

Zum Beispiel kam im letzten Quartal der Großteil der Umsätze von Apple aus Hardware-Verkäufen – 65 % vom iPhone, 10 % vom Mac und 9 % vom iPad. Die Investoren machen sich Sorgen, weil die Umsätze aller drei Geräte im Jahresvergleich gefallen sind, aber Apple kann mit seinen massiven Rücklagen immer noch neue Wachstumssegmente aufbauen. Facebook verdiente im letzten Quartal 97 % seines Umsatzes mit Werbung. Je mehr Nutzer mitmachen, desto mehr Werbung kann geschaltet werden und desto mehr Daten können gesammelt werden, um zielgerichtetere Anzeigen zu schalten. Facebook begrenzt auch die Zahl der Anzeigen, die jedes Quartal geschaltet werden, was die Nachfrage und die Preise erhöht.

2. Tech-Aktien können auch langfristig wachsen

Die Tech-Unternehmen mit der besten Performance wachsen oft, indem sie eine bestehende Industrie auf den Kopf stellen, Marktanteile gewinnen und die Umsätze ihrer Konkurrenten an sich reißen. Aber um das zu schaffen, müssen sie ein besseres Produkt oder eine bessere Dienstleistung liefern.

Apple hat das mit den Smartphones geschafft, was die Marktführer Nokia und BlackBerry aus dem Markt gefegt hat. Amazon (WKN:906866) hat dasselbe im Einzelhandel geschafft, was den großen Einzelhändlern wie Wal-Mart und Best Buy geschadet hat. Die folgende Grafik zeigt, dieses unglaubliche Potenzial in einem Zeitraum von zehn Jahren.

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Aber das war noch nicht alles – Facebook stellte den Markt für soziale Medien auf den Kopf, der zuvor von MySpace dominiert worden war. Alphabet (WKN:A14Y6H) eroberte mit Google den Markt für Suchmaschinen und überholte damit Konkurrenten wie Lycos und Hotbot.

3. Marktdominanz führt zu mehr Disruption

Kluge Tech-Unternehmen machen Geld mit ihrer Dominanz in einem bestimmten Markt, um damit dann weitere Märkte zu übernehmen. Nach dem E-Commerce-Markt expandierte Amazon in den Markt für Musikstreaming, Video, Lieferservice, Lebensmittellieferungen, Kleidung und andere.

Nachdem Google die größte Suchmaschine der Welt geworden war, schuf das Unternehmen ein cloudbasiertes Ökosystem, das weltweit meistgenutzte mobile Betriebssystem und einen der beliebtesten Browser – damit wurde garantiert, dass die Nutzer bei diesem Ökosystem bleiben und der Wettbewerbsvorteil gegen potentielle Herausforderer konnte ausgebaut werden. In der Zwischenzeit „lieh“ sich Facebook Funktionen – wie Live-Streaming von Periscope von Twitter und Profi-Gruppen von LinkedIn – um weiter zu wachsen und andere Märkte auf den Kopf zu stellen. Das Unternehmen kaufte auch Oculus VR und sicherte sich damit einen Teil des Marktes für virtuelle Realität.

Aber nicht alle Tech-Unternehmen machen das. Viele Unternehmen wie Microsoft werden selbstgefällige große Geldmaschinen (Windows und Office) und verlieren den Ehrgeiz. Statt Märkte aufzumischen, werfen sie Geld aktuellen Trends hinterher und folgen der Herde. Das ist auch der Grund, warum Microsoft Milliarden mit dem digitalen Werbeunternehmen aQuantive und der Handysparte von Nokia verschwendet hat.

4. Die Gewinner entwickeln sich zu reifen Tech-Unternehmen

Ein Unternehmen kann nicht immer weiter wachsen, irgendwann reift das Unternehmen und konzentriert sich mehr auf Dividenden und Rückkäufe. Dann wird es vorhersehbarer, die Volatilität wird geringer und sie werden zuverlässigere Positionen statt Wachstumsaktien.

Das ist mit Apple im letzten Jahr passiert. Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Aktie vom aktuellen Niveau nochmal verdoppeln wird, aber das Unternehmen kauft Aktien zurück und erhöht die Dividende, was es zu einer guten Wahl für konservative Investoren macht. Das ist auch der Grund, warum Berkshire Hathaway von Warren Buffett Aktien von IBM und Apple gekauft hat, nachdem die beiden Unternehmen ihren Zenit überschritten hatten. Sie bieten jetzt einfach andere Vorteile.

Bevor du kaufst

Es gibt klare Vorteile bei Tech-Aktien, aber man sollte auch immer auf den Rat von Peter Lynch hören: „Investiere in das, was du kennst.” Das bedeutet, wenn du nicht verstehst, wie ein Unternehmen sein Geld verdient oder die Bedrohungen durch Wettbewerber nicht verstehst, dann solltest du es nicht kaufen. Aber wenn du das Geschäft verstanden hast und glaubst, dass hier disruptives Potenzial besteht, dann verdient das Unternehmen vielleicht einen genaueren Blick.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.
Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C), Apple, Berkshire Hathaway (B), Facebook, LinkedIn und Twitter.

The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 09.06.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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