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Apples größter Vertragspartner baut sich eine Roboter-Armee

Yumi, der zweiarmige Roboter von ABB
Bild: ABB

Roboter nehmen uns die Arbeitsplätze weg.

Oh, Entschuldigung, klingt das ein bisschen übertrieben? Überleg mal. Toyota Motors setzt schon auf tausende Roboter an den Fließbändern und steht kurz davor, einen Hersteller von humanoiden Robotern zu kaufen, der noch spezialisiertere Arbeit übernehmen kann. Bei Amazon.com (WKN:906866) ist einer von vier Arbeitern in den großen Zentren ein Roboter. Und jetzt mischt auch China – einst Billiglohnland Nummer eins – dabei mit, will Menschen gegen die noch billigeren Roboter austauschen.

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In der vorvergangenen Woche wurde bekannt, dass Foxconn, jener Vertragspartner von Apple (WKN:865985), der die meisten iPhones herstellt, 60.000 Arbeiter durch Roboter ersetzt hat.

Und da hört es nicht auf – sie sind auch nicht die einzigen mit solchen Plänen.

In einem Statement gegenüber Marketwatch ließ Foxconn verlauten, dass “eintönige Arbeit, die bisher von menschlichen Arbeitskräften erledigt wurde, demnächst von Robotern und anderen fortschrittlichen Herstellungstechniken“ übernommen werden wird. Außerdem will man in den kommenden Jahren “den Großteil des Herstellungsprozess” automatisieren. Insgesamt sollen 1 Million Roboter zum Einsatz kommen, 30 % der menschlichen Angestellten sollen bis 2020 ersetzt werden.

Darüber hinaus wollen laut South China Morning Post “ungefähr 600 Unternehmen in der Region Kunshan”, wo auch Foxconn zuhause ist, “Berichten zufolge Menschen durch Maschinen ersetzen.”

Sind Menschen so einfach zu ersetzen?

Wieso nur diese Faszination mit Robotern? Nun, da ist einerseits der Kostenfaktor. Industrieroboter kosten teilweise nur 25.000 Dollar. Geht man von einem Stundenlohn eines Menschen von 12,50 US-Dollar pro Stunde in den USA aus, kann ein Roboter schon nach einem Jahr seinen Anschaffungspreis wieder reinholen. Beträgt der Mindestlohn 15 US-Dollar, dann holt der Roboter seine Anschaffung gar schon früher wieder rein. In China liegt der Lohn durchschnittlich bei 4,20 US-Dollar pro Stunde, selbst da wäre der Preis schon nach drei Jahren wieder drin.

In den USA berichtet die Robotic Industries Association (RIA), dass bereits 260.000 Roboter in Lohn und Brot stehen, die Zahlen wachsen. RIA berichten, dass Unternehmen in Nordamerika im Jahr 2015 31.464 Roboter geordert hätten, ein Anstieg von 12 %, der 1,8 Milliarden US-Dollar wert ist.

Wie du vom Roboter-Hype profitierst

Es ist wichtig, dass man diese Zahlen im Kontext betrachtet. In den USA sind im letzten Monat alleine 38.000 neue Jobs entstanden. Auf der einen Seite bedeutet das, dass sogar bei minimalem Wachstum in den USA Menschen noch immer 12-mal schneller an einen Job kommen als Roboter. Aber die Rate, zu der Jobs für Roboter wachsen, ist weitaus größer als das Wachstum bei Jobs für Menschen. Es scheint ziemlich eindeutig, wie das mal enden wird.

Was soll mensch also tun? Nun, einfach: Finde einen Job, den ein Roboter nicht so einfach erledigen kann. (Inneneinrichter? Parkwächter? Was fällt dir noch so alles ein?)

Währenddessen ist es natürlich sinnvoll, wenn du in Robotik-Unternehmen investierst, die diesen Trend vollauf bedienen. Business Insider berichtet, dass Foxconn beispielsweise ihre Roboter selber herstellen, was für ein High-Tech-Unternehmen natürlich Sinn macht. Aber andere Hersteller in China werden beliefert: von ausländischen Unternehmen wie Fanuc (WKN:863731) aus Japan, Kuka (WKN:620440) aus Deutschland, ABB (WKN:919730) aus der Schweiz und den unbekannten Japanern von Yaskawa Electric – diese vier Unternehmen sorgen für 60 % der Roboter, die derzeit in China im Einsatz sind.

Zahlen von S&P Global Market Intelligence zufolge ist jedes dieser vier Unternehmen profitabel. Fanuc führt den Haufen an, mit 2 Milliarden US-Dollar Profit. Alle vier sorgen ebenfalls für positiven Cashflow, wobei Kuka am wenigsten erzeigt und ABB am meisten abwirft – 3,1 Milliarden US-Dollar im Jahr, bzw. 68 % mehr als die 1,9 Milliarden US-Dollar Profit, von denen berichtet wird.

Obwohl es sich bei ABB um den stärksten Cash-Generator handelt, wird die Aktie zu einem sehr fairen Preis gehandelt, nämlich weniger als das 15-fache des Cashflow. Die prognostizierte Wachstumsrate beträgt über 11 %. Wenn man dann noch die feine Dividende von 3,6 % hinzunimmt, die Tatsache, dass die Aktie am NYSE locker zu handeln ist und dass das Unternehmen in einem attraktiven Markt die Führerschaft einnimmt, dann sieht ABB wie das Lottoticket aus, mit dem man vom Robot-Boom profitieren kann.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.com und Apple.

Dieser Artikel von Rich Smith erschien am 8.6.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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