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Haben deutsche Elektroautos gegen China schon verloren?

Quelle: Pixabay

Tesla (WKN: A1CX3T) ist bekannt für seinen Erfolg mit Elektroautos, aber deutsche Automobilhersteller könnten auch noch ernsthafte Konkurrenz aus China bekommen, wenn der Weltmarkt auf Elektroautos wechselt.

In den kommenden Jahrzehnten werden es die großen deutschen Autohersteller deshalb schwer haben, so profitabel wie in der Vergangenheit zu bleiben.

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Wie weit China schon ist

Da chinesische Automarken nur selten auf deutschen Straßen zu finden sind, machen viele gerne den Fehler zu denken, dass das Land der Mitte noch keine eigenen Fahrzeughersteller hervorgebracht hat. Das ist aber komplett falsch.

Neben einigen gewöhnlichen Autoherstellern, hat vor allem BYD (WKN: A0M4W9) große Ambitionen. BYD wurde 1995 in Shenzhen gegründet und ist mittlerweile der weltweit größte Hersteller von Elektrofahrzeugen. Im letzten Jahr wurden über 60.000 Fahrzeuge verkauft und das Unternehmen hat noch große Ambitionen.

Nicht umsonst hat der sonst technologiescheue Warren Buffett eine große Investition in BYD getätigt. Auf Drängen seines Geschäftspartners Charlie Munger hat er im Jahr 2008 fast 10 % der Aktien gekauft, nachdem Munger den Gründer von BYD, Wang Chuan-Fu, als neuen Thomas Edison gelobt hatte.

So wird der Weltmarkt erobert

Der chinesische Autohersteller ist außerdem wenig interessiert daran, sich für die Börse zu verbiegen und Gewinne sind noch sehr unregelmäßig. Das heißt aber nicht, dass das Unternehmen nicht profitabel sein kann. Im ersten Quartal diesen Jahres hat sich der Gewinn des Unternehmens versiebenfacht, was ein deutlich höherer Anstieg ist als vorhergesagt.

Nach dem gleichen Prinzip investiert BYD auch kräftig in Zukunftsprojekte. Die eigene Batterie-Herstellungskapazität wird laufend erweitert und BYD zementiert dadurch auch seinen Vorsprung als Zulieferer. Darüber hinaus ist BYD ein wichtiges Unternehmen im Solarbereich. Sogar in Deutschland wurden mittlerweile schon BYDs Photovoltaik-Speicher in Kooperation mit der SMA Solar Technology AG (WKN: A0DJ6J) herausgebracht.

Auch mit seinen Autos wagt sich BYD langsam nach Europa. Der BYD E6 ist jetzt auch in Deutschland erhältlich, allerdings stört neben dem hohen Preis von fast 50.000 Euro und dem etwas langweiligen Design auch das fehlende Netz von Händlern und Werkstätten. Jeder Anfang ist schwer.

BYD dürfte in den kommenden Jahren auch weiterhin starken Rückenwind von der chinesischen Regierung erhalten. In China werden wegen erheblicher Luftverschmutzung Elektroautos massiv staatlich gefördert und BYD hatte im letzten Jahr ein Drittel des chinesischen Marktanteils.

Ich halte es außerdem für sehr unwahrscheinlich, dass Chinas Regierung es zulassen wird, dass ausländische Marken die einheimischen Autohersteller verdrängen. Die Märkte von Japan und Korea zeigen sich trotz umfassender Freihandelsabkommen seit Jahrzehnten resistent gegen den Import von ausländischen Autos.

So attraktiv ist die Aktie

Auch deshalb ist BYD schon ein sehr profitables Unternehmen, das seit Jahren schnell wächst. Es ist für ausländische Investoren nicht einfach, an die Daten von BYD zu kommen und die Geschäftszahlen sind typischerweise sehr schwankungsanfällig.

Nimmt man aber an, dass der Gewinn des ersten Quartals 2016 in Höhe von 0,32 Yuan pro Aktie das Jahr über anhält, ergibt sich im Vergleich zum Kurs in Höhe von circa 45 Hongkong-Dollar umgerechnet ein KGV von ungefähr 30. Das klingt hoch, aber man sollte nicht vergessen, wie unglaublich schnell BYD in letzter Zeit seinen Gewinn gesteigert hat.

Deutsche Autohersteller könnten noch ihr rotes Wunder erleben

Auf Sicht von Jahrzehnten könnte es für die deutsche Autobranche noch sehr schwierig werden, ihre Führungsposition beizubehalten. Premiumhersteller wie BMW (WKN: 519000) könnten allerdings eine lukrative Nische finden.

Der Erfolg von BYD ist eine gute Nachricht für die Umwelt, aber ein Warnsignal für Deutschlands Autoindustrie.

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Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt Aktien von Tesla Motors. The Motley Fool empfiehlt Tesla Motors und BMW.

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