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3 verdammt gute Gründe in die USU Software AG zu investieren anstatt in SAP

Bild: Pixabay, geralt

Software bestimmt unser Leben in vielen, wenn nicht gar in den allermeisten Bereichen. Wieso also nicht in Unternehmen aus dem Softwarebereich investieren? Es könnte aber durchaus lukrativer sein, in ein noch relativ kleines Software-Unternehmen wie die USU Software AG (WKN:A0BVU2) zu investieren anstatt in den deutschen Software-Riesen SAP (WKN:716460).

Was macht die USU Software AG?

Wenn ich diese Frage in einem Satz beantworten müsste, dann wäre die Antwort: Das Unternehmen profitiert von der zunehmenden Digitalisierung der Welt. Die einzelnen Geschäftsfelder der USU-Gruppe werden dabei durch sechs Tochtergesellschaften bearbeitet.

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Beispielsweise hilft die Aspera GmbH Unternehmen dabei, durch professionelles Software-Lizenzmanagement bis zu 30 % ihrer Softwarelizenzkosten einzusparen. Die BIG Social Media GmbH bietet Unternehmen ein professionelles Social Media Monitoring und verbessert damit die Internetpräsenz der Kunden maßgeblich. Die USU AG ist auf das Wissensmanagement in Unternehmen spezialisiert und hilft Unternehmen dabei, schnell und zuverlässig die richtigen Antworten auf alle spezifischen Fragen zu erhalten.

Aber kommen wir zu den drei Gründen, wieso ich mein Geld lieber in die USU-Gruppe stecke anstatt in SAP.

1. Das Wachstum der USU-Gruppe ist deutlicher lukrativer als das von SAP

Viele Software-Unternehmen sind in den vergangenen Jahren außerordentlich stark gewachsen. Diese Entwicklung kann man auch an den Zahlen der USU-Gruppe und SAP sehen. Seit 2009 konnten beide Unternehmen ihre Umsätze im Schnitt um 12 % jährlich erhöhen. Was sich schon verdammt gut anhört, wird noch besser, wenn man sich das Wachstum des Jahresüberschusses der USU-Gruppe anschaut: + 33 % pro Jahr seit 2009.

USU hat es in den letzten Jahren geschafft, deutlich profitabler zu werden. Konnte das Unternehmen im Jahr 2009 noch eine Netto-Umsatzrendite (Gewinn nach Steuern im Verhältnis zum Umsatz) von nur 5 % vorweisen, waren es im Jahr 2015 bereits respektable 13 %.

SAP konnte seinen Jahresüberschuss im Zeitraum zwischen 2009 bis 2015 zwar auch um sehr gute 10 % pro Jahre steigern, da die Gewinne aber langsamer gesteigert werden konnten als die Umsätze, ging die Netto-Umsatzrendite von 16 % auf 15 % zurück.

2. USU hat ambitionierte Ziele

Das Management der USU-Gruppe ruht sich auf dem erreichten aber keineswegs aus. Bis zum Jahr 2017 will das Unternehmen die Umsatzmarke von 100 Mio. Euro durchbrechen. Dabei sollen dann 15 % als Ergebnis vor Zinsen und Steuern übrig bleiben. Geht man von einem Finanzergebnis von Null und einer Gewinnbesteuerung von 30 % aus, dann würde das einer Netto-Umsatzrendite von 10,5 % entsprechen und einem Gewinn nach Steuer von 10,5 Mio. Euro.

Fragst du dich, wieso die Netto-Umsatzrendite im Jahr 2015 mit 13 % deutlich höher ist als die für 2017 angestrebten 10,5 %? Keine Angst! Die USU-Gruppe geht keineswegs davon aus, künftig weniger profitabel zu arbeiten. Die sehr hohe Netto-Umsatzrendite im Jahr 2015 ergab sich aus einem steuerlichen Sondereffekt, der die tatsächliche Steuerbelastung (ca. 30 % im Jahr 2015) neutralisierte.

Kann USU die angestrebten Ziele bis 2017 erreichen, würde das eine durchschnittliche Gewinnsteigerung von 12 % pro Jahr bedeuten. Selbstverständlich kann keiner garantieren, dass die ausgegebenen Ziele erreicht werden. In der Vergangenheit lieferte die USU-Gruppe aber immer zuverlässig die geplanten Ergebnisse.

3. Die Bewertung der USU-Gruppe ist derzeit deutlich attraktiver

Wachstumsunternehmen wie die USU-Gruppe sind an der Börse in der Regel deutlich teurer als Unternehmen mit geringeren Wachstumsphantasien. So auch bei der USU-Gruppe. Auf Basis des Gewinns aus dem Jahr 2015 und einem Kurs von 20,56 Euro (Schlusskurs am 01.06.2016) beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) stolze 26.

Allerdings ist SAP mit einem KGV von 28 sogar noch etwas teurer. Auch die Dividendenrendite von SAP ist mit 1,6 % einen Tick schlechter als die aktuelle Dividendenrendite der USU-Gruppe (1,7 %).

Dennoch könnte sich die Investition in USU-Aktien noch lohnen. Sind Investoren im Jahr 2017 noch bereit ein KGV von 25 für eine USU-Aktie zu bezahlen, dann würde eine Aktie 25 Euro kosten. Das entspricht einem Kurszuwachs von ungefähr 22 % oder einer durchschnittlichen Rendite von etwa 10 % pro Jahr ohne Berücksichtigung der gezahlten Dividenden.

Was solltest du dennoch beachten?

Kleinere Unternehmen wie die USU-Gruppe bieten auf alle Fälle größere Wachstumschancen als Riesenkonzerne wie SAP. Auf der anderen Seite sind natürlich auch die Risiken kleinerer Unternehmen deutlich höher.

Dennoch denke ich, dass die Chancen bei der USU-Gruppe die Risiken deutlich überwiegen. Ob es nun tatsächlich die oben erwähnten 10 % pro Jahr sein werden, hängt natürlich auch an der Entwicklung über 2017 hinaus. Nur wenn die Wachstumsaussichten der USU-Gruppe auch nach 2017 eine ähnliche Größenordnung erreichen, werden Investoren bereit dazu sein, ein KGV von 25 zu bezahlen.

Die unterschiedlichen Unternehmen der USU-Gruppe sind in meinen Augen aber durchgehend in Bereichen unterwegs, die auch über 2017 hinaus außerordentliches Wachstum liefern könnten.

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Sven besitzt Aktien der USU Software AG. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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