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VW: Der Skandal wirkt sich auf den Gewinn aus und zieht ihn nach unten

Quelle: pixabay, MaThoPa

Der von Problemen geplagte Autohersteller Volkswagen (WKN:766400) meldete am letzten Dienstag die Ergebnisse des ersten Quartals. Hier sind die wichtigsten Punkte.

Die wichtigsten Zahlen

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Kennzahl Q1 2016  Q1 2015 Veränderung
Umsatz 50,96 52,74 (1,2 %)
Verkaufte Fahrzeuge 2,577 Mio 2,607 Mio (1,2 %)
Operativer Gewinn 3,44 % 3,33 % 3,40 %
Operative Marge 6,80 % 8,30 %  (18,1 %)
Nettoeinnahmen 2,37 2,93 (19,3 %)

Was ist bei VW in Q1 passiert?

Der operative Gewinn stieg leicht im Jahresvergleich dank eines Sonderpostens in der Buchhaltung, die Umsätze, Verkäufe und das Nettoeinkommen fielen alle.

VW spürt auch weiterhin die Auswirkungen des Dieselskandals. Das zeigt sich klar in den Ergebnissen der Marke: Der operative Gewinn der Marke Volkswagen fiel auf nur mehr 73 Millionen EUR von 514 Millionen EUR im Jahr zuvor. Warum? Weil die Umsätze nach dem Skandal eingebrochen sind. Das liegt teilweise an dem Schaden, den die Marke davongetragen hat, teilweise aber auch an der Tatsache, dass der Verkauf von Dieselfahrzeugen von VW in einigen Märkten (darunter den USA) eingeschränkt wurde. Beide Probleme werden Zeit brauchen.

Das operative Einkommen der Sparte Audi fiel um 8,5 % auf 1,3 Milliarden EUR, die meisten anderen Marken von VW schlugen sich aber besser. Die operativen Einnahmen von Porsche konnten im Vergleich zu 2015 um 17 % auf 895 Millionen EUR steigen und die Marken Skoda und SEAT meldeten gute Verbesserungen im Jahresvergleich.

DIE NACHWIRKUNGEN DES DIESELSKANDALS SCHADEN AUCH IN Q1 DEN BETRIEBSERGEBNISSEN VON VW. BILDQUELLE:VOLKSWAGEN

DIE NACHWIRKUNGEN DES DIESELSKANDALS SCHADEN AUCH IN Q1 DEN BETRIEBSERGEBNISSEN VON VW. BILDQUELLE: VOLKSWAGEN

VW konnte seine Stellung in China halten, wo nur wenige Dieselfahrzeuge verkauft wurden und der Skandal keine großen Auswirkungen hatte – und wo günstige Produkte von lokalen Herstellern die Preise der globalen Marken unter Druck gesetzt haben. Die Eigenkapitalerträge aus den Joint-Ventures in China stiegen auf 980 Millionen EUR von 963 Millionen EUR vor einem Jahr. Die Autosparte beendete das Quartal mit einer Nettoliquidität, Barmitteln und verfügbaren Krediten von 26 Milliarden EUR. Ende 2015 waren es noch 1,4 Milliarden EUR gewesen.

Was VW über das Quartal gesagt hat

„Aufgrund der vielen Herausforderungen, denen wir aktuell gegenüberstehen, sind wir zufrieden mit dem Jahresstart, den wir in das ohne Zweifel schwierige Steuerjahr 2016 geschafft haben.” sagte CEO Matthias Müller in einer Erklärung. „Im ersten Quartal haben wir es wieder einmal geschafft, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Dieselproblems zu begrenzen und akzeptable Ergebnisse unter schwierigen Bedingungen erreicht. Das zeigt, dass die Volkswagen-Gruppe mit ihrem Portfolio aus starken Marken und ihrer guten Position in vielen globalen Automärkten auf einem sehr stabilen Fundament sitzt. Darauf können wir aufbauen, wenn wir jetzt daran arbeiten, den Konzern zu modernisieren und uns für eine neue Welt der Mobilität positionieren.”

„Die robuste finanzielle Stärke der Volkswagen-Gruppe langfristig zu erhalten, bleibt eine der obersten Prioritäten vor dem Hintergrund der erwarteten Auswirkungen des Dieselproblems.“ sagte CFO Frank Witter in einer Erklärung. „Die höhere Nettoliquidität gibt uns die finanzielle Stabilität und Flexibilität, die wir brauchen, um diese Herausforderungen zu bewältigen und um profitabel wachsen zu können. Trotzdem werden wir weiterhin oberste Priorität unserem disziplinierten Kostenmanagement geben und unsere Investitionen konsequent auf künftige Themen lenken.“

Wie geht’s mit VW jetzt weiter: Ausblick und Aussichten

VW erwartet für das Gesamtjahr einen Rückgang bei den Umsätzen von 5 % verglichen mit 2015 und eine operative Marge von 5 % bis 6 %.

„2016 wird ein Jahr des Übergangs für Volkswagen, in dem wir den Konzern fundamental neu ausrichten werden.“ sagte Müller. „Trotzdem bleiben wir zuversichtlich, dass unser Geschäft dieses Jahr wieder solides Wachstum generieren wird. Unsere robuste finanzielle Stärke und Gewinne sind der Schlüssel, um die notwendigen Entscheidungen ruhig, überlegt und mit der nötigen Entschlossenheit zu treffen und um die strategischen Schritte umzusetzen, die unsere Zukunft bestimmen werden.“

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 31.05.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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