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Ich habe SAP besucht und darum haben sich meine Eindrücke schlagartig verändert

Foto: Wikimedia, MichaelBr90.

Die SAP SE (WKN: 716460) ist für mich zweifelsohne ein tolles Unternehmen. Das war bereits vor meiner Teilnahme an einer Investoren-Veranstaltung so. Was ich jedoch dort erfuhr, hat meine Meinung geändert. Warum, möchte ich gerne folgend schildern.

Am Rande der IT-Messe CeBit in Hannover hat das 1972 gegründete Unternehmen eine Veranstaltung für ausgewählte Investoren und Analysten abgehalten. Ich hatte das Glück eine Einladung zu erhalten und habe die Chance genutzt, mir einen Platz zwischen den „großen“ Analysten von JP Morgan (WKN: 850628), Deutsche Bank (WKN: 51400) und BNP Paribas (WKN: 88777) zu sichern.

Wenn ein schlafender Riese erwacht

Beim Meeting drehte sich alles ums Cloud-Geschäft und das in 2015 vorgestellte Produkt SAP S/4 HANA. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Hard- und Software, mit deren Hilfe Anwender extrem schnell auf Daten zugreifen und diese analysieren können, um sie abschließend visuell zum Beispiel zu Präsentationszwecken zu nutzen. Die Integration dieses Tools in die so wichtige Cloud-Umgebung soll dabei einen Vorteil gegenüber den zahlreichen Konkurrenten schaffen.

Mit großer Offenheit berichtete man über anfängliche Schwierigkeiten: Zu Beginn wirkte es, als hätte SAP den Einstieg in den Wachstumsbereich der Datenwolken verschlafen. Große Konkurrenten wie Microsoft Corp. (WKN:870747), Amazon.com (WKN: 906866), Salesforce.com (WKN: A0B87) oder auch IBM (WKN: 85139) schienen die Nase vorn zu haben. Daraus machten die verschiedenen Vortragsredner einzelner Sparten auch gar keinen Hehl. Solch eine Offenheit finde ich positiv und so war ein erster Pluspunkt auf meinem Notizzettel vermerkt.

Dann jedoch wachte der schlafende Riese auf, sprang noch rechtzeitig auf den fahrenden Zug auf und konnte mehr als eindrucksvoll die Marktmacht und die dadurch entstehenden Möglichkeiten demonstrieren.

Das Cloud-Geschäft war der absolute Wachstumstreiber. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erzielte man eine Verdopplung des Umsatzes. Wenn du nun noch bedenkst, dass diese Sparte aktuell „erst“ 11 % der Gesamtumsätze ausmacht, kann hier ein wirklich attraktiver Wachstumstreiber für die nächsten Jahre und Jahrzehnte entstehen. Untermauert wird diese Vermutung unter anderem damit, dass dieser Bereich in 2014 lediglich 6 % der Umsätze ausmachte. Es existiert folglich noch genügend Luft nach oben.

Ich habe also gelernt, dass SAP in der Lage ist, einen neuen Trend mitzugehen, sehr schnell stark zu wachsen und, was am wichtigsten ist, Gewinne zu schreiben.

Veni Vidi Vici – SAP kam, sah und siegte

Das Analysten-Meeting in Hannover hat mir diese Sichtweise im Zusammenhang mit dem weiteren Potenzial der Hana-Plattform nahegebracht. SAP verfügt über die eingangs angesprochenen umfangreichen Kundenverbindungen. Oftmals kursiert sogar der leicht spitzzüngige Spruch, wer die SAP-Systeme erst einmal integriert hat, kommt bis zum „Tod“ auch nicht mehr davon los. Dieses Zitat ließ ein leises Raunen unter den sonst eher trocken wirkenden Teilnehmern vernehmen. Das DAX-Unternehmen hat mit seinem großen Know-how ein Produkt entwickelt, welches bei Bestandskunden gewinnbringend platziert wurde und weiterhin wird. Dieser Vorsprung vor Konkurrenten (allen voran Salesforce), die sich Kundenbeziehungen erst mühevoll aufbauen müssen, erzeugt einen tiefen Burggraben.

Abschließend fand ich es beeindruckend, mit welcher Tiefe das Potenzial des Hana S/4 Hana Produktes auch für mich als Technologie-Laien verständlich präsentiert wurde. Schließlich befinden sich unter den Endkunden Menschen wie du und ich, die einen Mehrwert nachfragen, ohne dabei jedoch zum IT-Spezialisten werden zu müssen. Mit großen Vorteilen gegenüber den konventionellen Arbeitsspeichersystemen bietet SAP schlicht und einfach gesagt das bessere Produkt, welches gleichermaßen ideal in die zukunftsweisende Cloud-Umgebung integriert werden kann.

Die große Marktmacht des DAX-Unternehmens hat einmal mehr gezeigt, dass SAP aus meiner Sicht auch in Zukunft eine wichtige und gewinnbringende Rolle spielen wird. Es ist also die attraktive Kombination aus exzellenter fachlicher Aufstellung und wirkungsvollen Vertriebsstrukturen, die hier erfolgreich Hand in Hand gehen.

Mein eindrucksvolles Fazit

Wie ich dir also eingangs gesagt habe, hielt ich SAP vor dieser Veranstaltung für ein tolles Unternehmen. Danach hat sich meine Sicht auf das Unternehmen verändert: Mittlerweile halte ich den Konzern aus Walldorf in Baden-Württemberg nicht nur für eine tolle, sondern für eine exzellente Gesellschaft. Wenngleich die Aktie immer wieder auch zu kurzfristigen Schwächephasen neigt ist das Unternehmen für mich langfristig ein stabiler und hochwertiger Kandidat für jedes Portfolio.

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Andreas Meyer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Amazon.com und Salesforce.com. The Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft.

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