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So tief kann Gold fallen

Foto: Wikimedia Commons, Yewenyi

Dieses Jahr schafft es Gold bisher zu altem Glanz und der Preis ist schon stark angestiegen.

Gold ist allerdings als Investition schwankungsanfälliger als viele denken und deshalb ist es wichtig, zu wissen, wie tief das Edelmetall fallen kann, falls der Trend wieder nachlässt.

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Die Produktionskosten entscheiden

Der Goldpreis muss sich wie jeder andere Preis über Angebot und Nachfrage entscheiden. Da Gold allerdings kein produktives Investment ist und für die meisten Käufer keinen Nutzwert hat, ist es schwierig, das Edelmetall zu bewerten.

Die Obergrenze für den Goldpreis kann eigentlich niemand wissen, denn Angst vor Inflation oder Finanzkrisen kann Gold sehr teuer werden lassen. Inflationsbereinigt hat eine Unze Gold im Jahr 1980 über 2.400 US-Dollar gekostet, viel mehr als heute.

Langfristig kann der Goldpreis aber nicht viel tiefer fallen, als es die Hersteller kostet, das Gold auf den Markt zu bringen. Fällt der Preis zu tief, dann gehen Goldmienen Pleite und das Angebot wird verknappt, was wiederum ein neues Gleichgewicht schafft und den Preis stabilisiert.

Derzeit liegen die durchschnittlichen Kosten für die Produktion einer Unze Gold, je nachdem welchen Mienenindex man betrachtet, bei circa 900 US-Dollar und damit nicht sehr weit unterhalb des aktuellen Preises. Lange Zeit ging man davon aus, dass der Goldpreis immer weiter steigen müsse, weil auch die Produktionskosten die ganze Zeit steigen und somit einen stetig höheren Preisboden bilden, doch dieser Trend scheint vorerst gebrochen zu sein.

So bildet sich ein Boden

Zum ersten Mal seit langer Zeit zeigen Goldmienen, dass sie unter schwierigen Bedingungen auch Kosten kürzen können.

Die Gesamtproduktionskosten der Newmont Mining Corporation (WKN: 853823) für eine Unze Gold lagen vor einem Jahr bei 849 US-Dollar, deutlich weniger als die 1.034 US-Dollar im Jahr davor. Das australische Unternehmen Newcrest Mining (WKN: 873365) hatte es im selben Zeitraum geschafft, seine Kosten auf 700 US-Dollar zu senken. Barrick Gold (WKN: 870450) hatte 2015 Kosten in Höhe von 831 US-Dollar, um eine Unze Gold herzustellen.

Diese Zahlen zeigen, dass der Boden des Goldpreises auch sinken kann. Allerdings denke ich nicht, dass es sehr viel tiefer geht, denn die genannten Beispiele gehören zu den effizientesten Produzenten und in Zukunft müssen immer komplexere Mienen erschlossen werden, um Gold zu fördern.

Außerdem steht der Goldmarkt nach langen Jahren von riesigen Investition und stetigen Kapazitätserweiterungen zum ersten Mal wieder vor sinkendem Angebot. Für das Jahr 2016 wird eine weltweite Goldproduktion in Höhe von 3.057 Tonnen erwartet, niedriger als 2015. Im kommenden Jahr rechnet man nur noch mit knapp 2.970 Tonnen.

Der Boden hält die nächsten Jahre

Auch wenn Goldoptimisten davon überrascht wurden, wie kräftig viele Produzenten ihre Kosten in schwierigen Zeiten kürzen konnten, denke ich, dass das fallende Angebot und steigende Preise auch wieder zu weniger schlanken Produktionsbedingungen führen sollten.

Wenn die Nachfrage nach Gold nicht unerwartet stark einbricht, hat Gold meiner Ansicht nach aktuell mehr Luft nach oben als nach unten.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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