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NVIDIA Aktie: Sollten sich Investoren wegen diesem einen fallenden Geschäftsbereich Sorgen machen?

NVIDIAs Drive PX2. Foto: NVIDIA.

Letztes Quartal wuchs das gesamte Geschäft von NVIDIA (WKN:918422) – außer einem Bereich, der OEM- und IP-Sparte. Diese schrumpfte um 13 % im Vergleich zum Vorquartal. Im Jahresvergleich lag der Rückgang sogar bei 21 %. Während der Telefonkonferenz, die zur Vorstellung der Quartalsergebnisse stattfand, machte das Management deutlich, dass jeder Geschäftsbereich, außer die OEM- und IP-Sparte, im kommenden Quartal wachsen würde.

Ich bin der Meinung, dass diese Sparte langfristig nicht wesentlich zum Ergebnis des Unternehmens beitragen wird. Hier erkläre ich, warum.

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Die Zusammensetzung der Sparte

Die OEM- und IP-Sparte besteht aus Lizenzzahlungen von dem Chipriesen Intel (WKN:855681), die durch eine Kreuzlizenzvereinbarung aus dem Jahre 2011 stammen. Dieser Vertrag allein macht bereits 66 Millionen US-Dollar an Lizenzeinnahmen je Quartal aus. Und im Grunde genommen ist das zu 100 % Marge.

Der Rest der Sparte setzt sich aus Grafikchips aus dem Lowend-Bereich zusammen, die nicht in die Kategorien Gaming (GeForce GTX), Profi (Quadro), Tesla (Hochleistungsrechner/ Datencenter) oder Tegra (in Geräten wie Tablets oder Telefonen verbaut) gehören.

Die Lizenzzahlungen werden irgendwann ganz verschwinden (es ist nicht sicher, ob NVIDIA in der Lage ist, den Vertrag zu erneuern). Im Gegensatz zum restlichen Geschäft ist CEO Jen-Hsun Huang nicht gerade gut darauf zu sprechen. Das sagte Huang bei der letzten Telefonkonferenz:

Die OEM-Sparte ist ein rückläufiger Teil unseres Geschäfts. Außerdem sind die Margen deutlich unter dem Unternehmensschnitt. Daher deutet es darauf hin, dass es ein immer weniger wichtiger Teil unseres Angebotes wird.

Mir scheint, dass NVIDIA nicht besonders viele Ressourcen aufwenden wird, um die OEM-Sparte zu beleben. Allerdings sagte Huang auf früheren Telefonkonferenzen, dass er von einer Stabilisierung der Sparte ausgeht, und dass das Unternehmen wahrscheinlich weiterhin Interesse durch PC-Hersteller an den OEM-Designs sehen wird.

Was bedeutet das für NVIDIA?

NVIDIA muss seine OEM- und IP-Sparte, die irgendwann verschwinden wird, durch Umsätze aus anderen Geschäftsbereichen (Automotive, Gaming, professionelle Visualisierung und Datencenter) ausgleichen. Die gute Nachricht ist, dass das Kerngeschäft des Unternehmens bisher so stark gewachsen ist, dass das Unternehmen weiterhin ein solides Wachstum vorweisen kann.

Die OEM-Sparte wird nicht plötzlich komplett verschwinden (obwohl der Verlust der Lizenzzahlungen durch Intel einen schlagartigen Rückgang bedeuten würde). Solange der Rest des Geschäfts von NVIDIA weiterhin wächst, sollte dies die sinkenden Umsätze in der OEM- und IP-Sparte mehr als wettmachen.

Da die wachsenden Geschäftsbereiche von NVIDIA im Allgemeinen hohe Margen haben und die OEM- und IP-Sparte eher niedrige Margen verzeichnet (wenn man von den Lizenzzahlungen von Intel absieht), sollte der Ausgleich noch leichter vonstattengehen.

Obwohl es für die OEM- und IP-Sparte von NVIDIA schön wäre, sich zu stabilisieren und vielleicht sogar zu wachsen, denke ich nicht, dass sich Investoren zu viel Hoffnung hineinlegen sollten.

Die gute Nachricht ist, dass alle anderen Sparten von NVIDIA viel robuster und überzeugender sind. Daher kann es sich der Grafikspezialist erlauben, das Segment zu verlieren.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Nvidia. The Motley Fool empfiehlt Intel.

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 30.05.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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